25 Kommentare zu Aufstand im größten sozialen Netzwerk des Planeten: Am 31. Mai ist (Quit) Facebook-Day

  • Rainald Krome am 26.05.2010 11:21
    Aktivisten auf Facebook? Gibt es doch schon lange: Leute, die das Netzwerk nutzen, um für soziale oder politische Ziele einzutreten, mal mehr mal weniger erfolgreich, mal mehr mal weniger ernsthaft bei der Sache.
  • @Rainald: Ich empfehle dazu folgenden Führer: Introduction to Facebook Activism: http://www.digiactive.org/2008/06/28/guide-a-digiactive-introduction-to-facebook-activism/
  • Silvia am 26.05.2010 11:55
    Wichtige Fragen, die der Text aufwirft, danke, ich habe darüber noch nicht nachgedacht, oder noch nicht so bewusst zumindest, der 31. Mai ist schon so bald, ich weiß nicht, ob ich es bis dahin schaffe, mich mit der Sache so gründlich auseinanderzusetzen, dass ich eine fundierte Entscheidung fällen kann, aber trotzdem danke!
  • @ Rainald & zk: diesen Führer kenne ich natürlich, und Aktivisten auf Facebook? Ja! Aber es geht mir doch um etwas anderes: Aktivismus innerhalb des Netzwerks, der das Netzwerk, seine Bedingungen und Strukturen, zum Gegenstand hat. Vielleicht kann man einige Werkzeuge, die von Aktivisten auf Facebook für "außenpolitische" Ziele verwendet worden sind, "innenpolitisch" nutzen.
  • gut, dass ich diesen ganzen Aufforderungen, endlich bei facebook einzusteigen, nicht nachgekommen bin :)
  • Glaubt mir Leute, ihr wollt Facebook und nicht zig Alternativen. Ihr wollt möglichst einfach Leute finden, ihr wollte keine strikten Privatspähreneinstellungen.
    Erhöht man die Privatsphäre Einstellungen oder verteilen sich die User auf dutzende Communities, haben wir genau das was wir schon seit 15 oder mehr Jahren durch Email, Chat, Homepage, Adressbuch haben.

    Kann echt nur gähnen, wenn ich sehe das Aktivisten oder Künstler mal wieder dem letzten technischem (es ist nicht mehr) Trend hinterherhecheln und dies gar nicht merken. Es ist nicht neu ud ändert auch nichts. Das was es leistet gibt es seit langem, bloss dass dies nie transparent war, weil es sich in verschiedenen Chatplatformen, Emailanbietern, Webseiten versteckt hat. Jetzt ist es transparent und genau das wird als Mangel dargestellt, von "aufgeklärten", "kritischen" Usern. Wer aufgeklärt und kritisch ist, benutzt so einen Schrott nicht.
  • netzprofi am 26.05.2010 13:44
    ich werde nicht aussteigen. das ist ja auch kein statement. facebook muss sich verändern, unter dem druck der nutzer finde ich. deshalb denke ich auch: facebookaktivsten, wo seid ihr?
  • kratzt mich alles irgendwie gar nicht, soziale netzwerke werden überbewertet, also wozu auch die frage, ob man umziehen sollte?
  • scharober am 26.05.2010 14:34
    es gibt auch alternativen zu google und trotzdem nutzt es jeder... manchmal muss man sich sein mainsteam-opfertum auch einfach mal eingestehen. sollte ich all meinen maßstäben gerecht werden, müsste ich so manche bequemlichkeit aufgeben - die duldungsstarre grüßt; ob online oder offline.
  • Entweder nutzt man Facebook oder nutzt man es nicht, beim Austreten gegen Facebook zu protestieren finde ich pittoresk.
    Alternatives Facebook halte ich für Schwachsinn, alternative soziale Netzewerke zu benutzen ist ein Statement, wenn man das so will.
  • Aksel Karcher via facebook am 26.05.2010 22:45
    [...] Verstehe die Aufregung nicht. FB ist doch ähnlich wie eine datensammelnde Kundenkarte a la Payback: wer für seinen persönlichen Fall findet die Nachteile überwiegen die Vorteile schlägt das Angebot eben aus. Ich habe zB nirgends eine Kundenkarte, aber kenne viele die das haben. Aber eine Regel kann man daraus doch nicht machen, ausser immer aufmerksam zu sein - und das schadet ja nie. [...]
  • Ulf Schleth via facebook am 26.05.2010 22:50
    [...] so einfach sehe ist das nicht. nicht bei facebook zu sein bedeutet in manchen kreisen ja fast schon das gesellschaftliche aus. durch die anzahl seiner teilnehmer ist facebook schon zu einer institution geworden. und eine solche institution muss verantwortung zeigen. davon abgesehen kann facebook wirklich nicht viel und sein einziges kapital sind die massen, die es vereint. ein facebook dass die leute (wenigstens semi-)demokratisch in seine entwicklung mit einbezieht wäre wünschenswert.[...]
  • Aksel Karcher via facebook am 26.05.2010 22:57
    [...] Ja, ich weiss was du meinst. Aber wer das Gefühl hat ihr/sein Gesellschaftliches Aus hinge an dem Produkt einer einzelnen Firma hat generell ein Problem.[...]
  • charly am 27.05.2010 00:45
    es ist ne gute software - wenn ich merke, dass sich ein idiot für meine daten interessiert und das ausnutzt isses aus.
    meine auslassungen sind nicht so wichtig, dass ich mich ernsthaft beobachtet fühlte.
  • Die nächste Ausgabe des Magazins OPEN, nämlich Nummer 19, (http://www.naipublishers.nl/open_e/index.html) behandelt unter dem Titel "Beyond Privacy" Fragen von Privacy vs Public Domain im Internetzeitalter. AUus der Ankündigung: Privacy is a right that protects one’s private life, a right that is not only established by law, but also has a political and a social significance. It can be experienced and observed differently by individuals and groups, depending upon their position in society and the desires and interests that are involved.

    In Open 19, the concept of privacy is examined and reconsidered from the legal, sociological, media theoretical and activist perspectives. The focus is not so much on deploring the loss of privacy, but taking the present situation of ‘post-privacy’ for what it is and trying to gain insight into what is on the horizon in terms of new subjectivities and power constructions.
  • [...] Der stellvertretende Chefredakteur der ZEIT Moritz-Müller Wirth sprach auf dem Presseball junger Journalisten in Berlin davon, dass das iPad uns wieder konzentrierter lesen lassen wird, weil es nur eine Aufgabe ohne Ablenkung zulässt. Aber will das der Nutzer auch? Durch das Internet wurde man zu einer gewissen Freiheit erzogen. Daran wird auch das iPad nichts ändern. Der eingeengte User wird sich frustriert abwenden. [...]
  • @scharober: Der entscheidende Unterschied zwischen Google und facebook ist: facebook ist noch nicht so dominant wie google, man existiert auch, wenn nicht bei facebook ist. Alternativen haben somit einen anderen Stellenwert, und sie sind einfacher zugänglich und handhabbar. Vergleich es mit Mode: Alle in Deinem Umfeld tragen Marke x gibt es nicht. Und selbst wenn: Du kannst immer noch frei wählen. Soviel zum Mainstream-Opfertum...
  • Soul Surfer am 01.06.2010 10:37
    @Krystian: Vielleicht sollte man an dieser Stelle noch erwähnen, dass Google trotz Dominanz nicht alternativlos ist. Es gibt zahlreiche andere Suchmaschinen, bis hin zu so unsäglichen Werkzeugen wie der "Personensuchmaschine" yasni: http://www.basicthinking.de/blog/2007/10/29/yasni-personensuchmaschine-am-start/
  • [...] zum Thema angestiegen. In der Berliner Gazette wurde die Aktion zum Ausgangspunkt für eine Diskussion im Forum. Und zum Thema für eine Seminarsitzung. Hier stellten 15 Medienaktivisten das Netzwerk auf den [...]
  • [...] langer Weile oder zwanghafter Neugier – durch die Profile meiner “Freunde” in einem sozialen Netzwerk klicke, treffe ich unter anderem auf Annika. In der Uni wechsle ich höchstens zwei Worte pro Woche [...]
  • [...] bin ich kein Internet-Kostverächter: Facebook zum Beispiel nutze ich gerne als Medium, in dem ich meine Veranstaltungen und Meinungen posten kann [...]
  • [...] des Netzes aufmerksam gemacht. Von einer Netzavantgarde ist nicht mehr viel zu sehen. Beim globalen Quit Facebook Day bist du mit ca. 35.000 anderen bei Facebook ausgetreten. Beinahe täglich tauchen partikulare [...]
  • [...] benutze Facebook, und ich habe die 35 schon überschritten. (Hier empfiehlt es sich, das Zeichen ;-) zu setzen, ein [...]
  • [...] der Film handelt, muss an dieser Stelle wohl kaum erzählt werden. Die Geschichte von Facebook ist den meisten Menschen, die die Berliner Gazette lesen, wohl bekannt: Ein kaum Volljähriger baut [...]
  • [...] Facebook, Google (Street View), Wikileaks und Apple sorgten 2010 für viel Wirbel. Es werden Bücher geschrieben, die nachzeichnen, was sich im Zuge dessen gesellschaftlich verändert. Und immer mehr Menschen wissen inzwischen, dass die so genannten neuen Medien mehr als ein Schreckensgespenst sind. Und: Sie sind here to stay. Aus dem Gespenst werden Konturen einer Lebensform, die viele Chancen in sich birgt. Wir müssen sie erkunden. Das bedeutet übrigens auch: Altbekanntes neu sehen lernen. Ich selbst versuche mir seit einigen Jahren einen neuen Umgang mit dem Kino anzueignen. Ja, Kino: Homecinema (TV, DVD, Laptop), Public Viewing/Open Air und Lichtspielhaus. [...]

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