Wir befinden uns am Anfang eines neuen Wegs. Wir wissen noch nicht genau, wohin er uns führen wird. Aber wir kennen sein Versprechen. Und seinen Namen: Commons.

Wenn alle Menschen gleichberechtigten Zugang zu Ressourcen haben, können wir die Potenziale des Zusammenlebens ausschöpfen. Während Gesellschaften diesem Anspruch immer weniger gerecht werden, verbreiten sich die Commons. Also Eigentumspraktiken, die basis-demokratisch und kollektiv sind, statt privat oder staatlich. Und die versprechen, ökonomische und politische Teilhabe gerechter zu machen. Mehr noch: Die letzten 25 Jahre zeigen, dass "Menschen die Verwertung gemeinsamer Ressourcen auf effektive Weise organisieren können", wie Yochai Benkler bilanziert. Dies belegt, dass es Alternativen zu den Ungleichheiten gibt, die neoliberale Regierungen und Märkte hervorbringen. Lasst uns also den neuen Weg erkunden!

Neu Beginnen

TRIAL AND ERROR

Bei der UN|COMMONS-Konferenz (22.-24.10.) hatte die Berliner Gazette zusammen mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz über 500 Teilnehmer und Besucher eingeladen. Drei Tage lang erkundeten sie verschiedene Prozesse der Herstellung von Commons. Auf dieser Seite präsentieren wir die Ergebnisse.

Am wichtigsten ist die Erkenntnis, dass es vor allem darum geht, Anfänge zu initiieren. Beispielsweise, dass wir Alternativen anerkennen und ausmalen. Oder, dass wir den Versuch einer Neudefinition althergebrachter “top-down”-Konzepte unternehmen, etwa Wirtschaft. Oder, dass wir elitäre Praktiken, die eigentlich dem Wohle aller dienen sollten, öffnen und historisch relevante Leaks zu offiziellen sowie öffentlich zugänglichen Dokumenten machen. Oder, dass wir zurückfordern, was eigentlich ‘uns’ gehört, oder dass wir in Grauzonen für Rechte kämpfen, um nicht länger kriminalisiert zu werden.

Viele dieser Anfänge sind nicht miteinander vernetzt, viele sind sich nicht im Klaren darüber, dass sie am Commons-Projekt mitarbeiten. Daher besteht die größte Aufgabe darin, diese Anfänge als ein gemeinsames Unterfangen innerhalb der Commons-Erzählung sichtbar zu machen.

In diesem Sinne steht UN|COMMONS für Aufbruch und Suche, “trial and error”. Also auch für die Möglichkeit, dass alles Erdenkliche zu unseren Commons werden könnte, sofern wir beginnen, gemeinsam dafür zu kämpfen – ohne Unterlass. So denkt unser Konzept das Commoning als großen Kreislauf, der immer an den Anfang zurückkommt. Damit die Sache dynamisch und offen bleibt. Damit wir immer wieder von Neuem das Ungemeine im Gemeinen bedenken.

Hier kannst Du Fotos anschauen sowie ein Video, das verschiedene Stimmen von der Konferenz zusammenbringt:

EN > Video-Player (8 Min.)
DE > Fotoalbum

NEUE WEGE KARTIEREN

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Die Commons sind zum aufregendsten und innovativsten Ort für Kapitalismuskritik geworden. Darüber hinaus zu einer skalierbaren sozialen Praxis, die nicht länger einer Avantgarde vorbehalten ist, sondern das Zeug hat, unsere Gesellschaften aus den Zwängen von Märkten und Staaten zu befreien – wie Yochai Benkler und Michel Bauwens festhalten. Bei einem Gespräch bei der UN|COMMONS-Konferenz blicken die beiden Vordenker und Praktiker der Commons auf Erfahrungen aus mehr als 20 Jahren zurück und zeigen auf, was wir auf der Makroebene tatsächlich verändern können, wenn wir weiterhin für die Commons kämpfen.

Yochai Benkler ist der international gefeierte Autor des Buchs „The Wealth of Networks” (2006) und Ko-Direktor des Berkman Center for Internet & Society an der Harvard-Universität. Michel Bauwens ist Commons-Theoretiker und Gründer der P2P Foundation, einer internationalen Organisation, die peer-to-peer-Forschung und -Praktiken vorantreibt.

Ihr Gespräch mit einem engagierten Publikum kannst Du hier anhören sowie ein Interview mit Yochai Benkler auf Video anschauen. Beides ist bei der UN|COMMONS-Konferenz in Berlin aufgezeichnet worden. Wir arbeiten noch an einer Transkription der Audio-Aufnahme.

EN > Audio-Player (60 Min.)
EN > Video-Player (12 Min.)

ÖKONOMIE NEU DEFINIEREN

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Soziale Bewegungen weltweit mobilisieren die Commons als große Alternative zu kapitalistischen Wirtschaftssystemen. Aber wenn wir von nicht-kapitalistischen Ökonomien sprechen, wenn wir von Ökonomie überhaupt sprechen, dann müssen wir unsere Definition ausweiten – vor allem wenn es um Arbeitskraft und Arbeit geht. In ihrem Vortrag bei der UN|COMMONS-Konferenz denkt Harsha Walia über eine Neudefinition der Wirtschaft nach und rückt dabei Menschen in den Mittelpunkt, die in unserer Gesellschaft kriminalisiert werden.

Harsha Walia wurde in Bahrain geboren, wuchs in Dehli auf und lebt heute als Aktivistin und Autorin in Kanada. Sie hat die Zweigstelle der Menschenrechtsorganisation “Kein Mensch ist illegal” in Vancouver mitgegründet, die “Never Home”-Kampagne initiiert und das Buch “Undoing Border Imperialism” (2013) geschrieben, über das gesagt wurde, dass es das “erste umfassende Werk über Einwanderung ist, das sich weigert, die Souveränität der indigenen Völker Kanadas zu negieren.”

Hier kannst Du Harsha Walias Vortrag anhören oder eine Transkription des Gesprochenen lesen und ein Video-Interview mit ihr anschauen. Beides ist bei der UN|COMMONS-Konferenz in Berlin entstanden.

EN > Audio-Player (15 Min.)
DE > Audio-Transkription
EN > Video-Player (6 Min.)

QUELLEN ERSTELLEN

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Snowdens Enthüllungen haben eine weltweite Debatte zu den drängenden Fragen unserer post-digitalen Gesellschaft ausgelöst. Dabei geht es um Themen wie Demokratie und Privatsphäre sowie die Verantwortung und Macht von Regierungen und Unternehmen. Doch wie kann ein verantwortungsvoller Umgang mit den enthüllten Dokumenten aussehen? Wie können sie aufbewahrt werden, damit sie allgemein zugänglich sind und langfristig erhalten bleiben?

Am Anfang dieses Prozesses müssen wir uns der Herausforderung stellen, die Snowden-Dokumente zu “public records” zu machen, also zu offiziellen Quellen. Beispielsweise in dem wir sie in öffentliche Bibliotheken überführen. Kollaborative Prozesse ganz verschiedener Interessenvertreter könnten auf dieser Grundlage angestoßen werden und die Snowden-Leaks zu Commons werden lassen. Also, wie anfangen? Wie können die Snowden-Dokumente ins System der öffentlichen Bibliotheken eingespeist werden?

Hier kannst Du das Positionspapier lesen, das die Berliner Gazette zusammen mit Teilnehmern bei dem UN|COMMONS-Workshop “Snowden Files For All?” erstellt hat. Es entwickelt eine kollaborative Herangehensweise für diese Herausforderung.

DE > Text
EN > Video-Player (7 Min.)

Um die Namen der beteiligten Personen dieses Projekts zu finden, scrolle bitte bis zur Programm-Sektion WORKSHOPS.

Hinweis: Wir setzen unsere Arbeit an diesem Projekt im Rahmen der transmediale fort, wo die Berliner Gazette eine Reihe von Talks zu dem Thema kuratiert.

RECHERCHEN ÖFFNEN

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Beim Commoning geht es immer auch darum, Gleichberechtigung und Horizontalität bei der Wissensproduktion herzustellen. Nehmen wir das Beispiel des investigativen Journalismus: fast immer ein streng hierarchisches Unterfangen. Wie könnte hier ein Anfang aussehen? Man könnte damit beginnen, die Mauern einzureißen zwischen den “Wenigen”, die investigativ arbeiten und den “Vielen”, die das bereitgestellte Wissen konsumieren sollen. Wie kann man Teilhabe bei den Produktions- und Rezeptionsprozessen des Journalismus herstellen? Wie kann man Brücken bauen zwischen investigativem Journalismus und Graswurzel-Praktiken?

Hier kannst Du Dir einige Ideen anschauen, die dazu bei dem UN|COMMONS-Workshop “Who Reads Open Secrets?” entwickelt worden sind.

* Recherche als spielähnliche Erfahrung.
EN > PDF-Download

* Ein Radio-Projekt mit Geflüchteten.
EN > Website

* Ein Handbuch für Amateure und Anfänger.
EN > PDF-Download (Handbuch)
EN > PDF-Download (Kontext-Info)

* Ein “social graph” des RCIJ, der anderen Organisationen helfen kann, Netzwerktopologien zu optimieren und die Partizipation bei investigativen Projekten zu verbessern.
EN > Webseite

Um die Namen der beteiligten Personen dieses Projekts zu finden, scrolle bitte bis zur Programm-Sektion WORKSHOPS.

ANONYMITÄT MODELLIEREN

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Autorschaft zu respektieren, ist ein wichtiger Grundgedanke der Wissensallmende. Gleichzeitig hat Anonymität einen besonderen Stellenwert, besonders im Bereich des Journalismus. Quellen, Autoren und Leser benötigen den Schutz, den Anonymität bietet. Häufig können sie nur so ihre Arbeit machen – etwa in repressiven Staaten. Indes ist Anonymität in unserer post-digitalen Welt weit davon entfernt, ein Standard zu sein. Im Gegenteil: Niemand darf Geheimnisse haben, niemand soll anonym bleiben. Personen, die im Netz nach Anonymisierungstools wie TOR suchen, können auf einer Watchlist der NSA landen, klassifiziert als potenzielle Terroristen.

Wie können wir die Erzählung über Anonymität verändern? Wie können wir ein gesundes “Wir” herstellen, wenn es um Anonymität geht? Wie können wir von Gemeinschaften lernen, die mit Anonymität experimentieren und dabei versuchen, die destruktive Kraft von Anonymität zu bändigen? Schließlich: Wie könnte ein Prozess des Commoning von Anonymität aussehen?

Hier kannst Du Dir die Ideen anschauen, die während des UN|COMMONS-Workshops “Are We Up For Anonymity?” entwickelt und als Storytelling-Projekt veröffentlicht worden sind.

DE > Multimedia-Website
EN > Bericht

Um die Namen der beteiligten Personen dieses Projekts zu finden, scrolle bitte bis zur Programm-Sektion WORKSHOPS.

OTAKU POLITISIEREN

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Das spielerische Remixen von Mainstreamprodukten bringt globale Gemeinschaften hervor, zu den bekanntesten zählen Otaku-Kulturen. In Ländern wie Japan stellt ihre innovative bottom-up-Produktion inzwischen eine ernst zunehmende Konkurrenz für die top-down-Industrie der großen Konzerne und ihrer Stars dar.

Doch gibt es für die Otaku-Kulturen kaum legale Rahmenbedingungen. Ihre Akteure werden in einer juristischen Grauzone kreativ – jederzeit könnten sie wegen Piraterie belangt werden. Angestrebte Handelsabkommen wie TTIP sollen dazu beitragen, die Grauzone abzuschaffen und Remix-Kulturen endgültig zu kriminalisieren. Eine mögliche Antwort darauf könnte darin bestehen, die Otaku-Kulturen zu politisieren.

Hier kannst Du Dir verschiedene Herangehensweisen anschauen, die dazu auf dem UN|COMMONS-Workshop “Whistleblower Goes Otaku” entwickelt worden sind.

* Eine Modell-Lizenz für das Remixen mit Respekt.
EN > PDF-Download

* Ein Appell, sich mit dem Potenzial anonymer zivilgesellschaftlicher Teilhabe zu beschäftigen.
EN > Video-Player (7 Min.)

* Der ‘Otaku als Pirat’ verwandelt sich in den ‘Otaku als Datenmonster’.
EN > Video-Player (2 Min.)

Um die Namen der beteiligten Personen dieses Projekts zu finden, scrolle bitte bis zur Programm-Sektion WORKSHOPS.

BIG DATA ZURÜCKEROBERN

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Die Relevanz von Big Data kann heutzutage nicht unterschätzt werden. Genauso wenig wie die Machtverhältnisse, die Big Data inhärent sind, ignoriert oder heruntergespielt werden können. Datenverarbeitung wird zu einem Schlüsselfaktor für die Gestaltung unserer Gesellschaften, unserer Ökonomien und unseres Zusammenlebens. Dabei wird die Sammlung, Aufbewahrung und Analyse privater Datensets von Unternehmen, Regierungen und Geheimdiensten organisiert – intransparent, unreguliert und ohne demokratische Kontrolle.

Aus diesem Grund sollten wir einen neue Ansatz wählen: Wir, die Nutzer, produzieren mehr als 75 Prozent der Daten, die unser digitales Universum ausmachen. Indes betrachten wir diese Daten nicht als das Ergebnis kollektiver Arbeit und somit als etwas, das uns gehören sollte. Stattdessen besitzen IT-Riesen und übermächtige Staaten “unsere” Big Data. Deshalb müssen wir fragen: Gibt es einen Weg, wie wir Big Data zu unseren digitalen Commons machen können?

Schau Dir hier die Ideen an, die bei dem UN|COMMONS-Workshop “Big Data In Our Hands?” entwickelt worden sind. Sie drehen sich um Fragen der Commons-Daten, Data Governance, Daten-Infrastrukturen, Commons-Datenzentren und Daten-Aufklärung.

DE > Website
EN > Video-Player (6 Min.)

Um die Namen der beteiligten Personen dieses Projekts zu finden, scrolle bitte bis zur Programm-Sektion WORKSHOPS.

ZUKÜNFTE TEILEN

tacit futures

Angesichts der Ströme von Migranten, die in den Globalen Norden kommen, können wir bereits heute eine Vorstellung davon entwickeln, wie zuvor marginalisierte Gruppen die Topographie unserer kollektiven Vorstellung vollkommen neu formen werden. Ihre Handlungen stören die langgehegte Vorstellung eines “sicheren Hafens” und bringen die Frage nach zivilen Grundrechten in neuer Weise auf den Tisch.

Vielleicht am wichtigsten: Sie lassen die Vorstellung davon, wer “wir” eigentlich sind, zerbröckeln und fordern dazu auf, “unsere” Zukunft zu befragen. Was, wenn wir die drängenden Fragen unserer post-digitalen Gesellschaft aus der Perspektive dieser marginalisierten Gruppen stellten? Was, wenn wir ihre Experimente, Erfahrungen und Expertise zum Horizont einer gemeinsamen digitalen Zukunft machten? Könnten wir auf diese Weise nicht nur eine gemeinsame Zukunft gestalten, sondern auch die Commons der Zukunft?

Als Nachfolgeprojekt von UN|COMMONS wird die Berliner Gazette im Jahr 2016 unter dem Titel “Tacit Futures” mit verschiedenen Akteuren der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Dabei sollen zum einen Beiträge für unser Feuilleton berlinergazette.de entstehen. Darüber hinaus wird es Partner-Veranstaltungen geben sowie die Jahreskonferenz der Berliner Gazette im November 2016. Lies mehr dazu.

DE > PDF-Download

Wasser und Nahrungsmittel, Daten und Netzwerke, Medikamente und Kulturgüter: Wem gehören diese Ressourcen? Wem sollten sie gehören?

Wer hat Zugang zu diesen Lebensgrundlagen? Wem wird er verweigert? Was ist ihr Wert? Was könnten BürgerInnen mit ihnen machen, um die aktuellen Krisen zu überwinden? Last but not least: Brauchen wir Zugangs- sowie Nutzungsregeln? Und wenn ja, wie sollten sie aussehen? Die Berliner Gazette und die Volksbühne am Rosa-Luxemburg Platz luden gemeinsam ein, diese Fragen bei der internationalen UN|COMMONS-Konferenz zu diskutieren. Hier rückten Lebensgrundlagen in den Fokus, die immer mehr privatisiert oder intransparent verwaltet werden. Die aber unsere Commons sein könnten. Die wir uns als solche allerdings noch aneignen müssten, da sie als Commons noch uncommon sind. Kurz gesagt: UN|COMMONS.

Programm

Eröffnung 22.10.15

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Marina Sitrin, eine Initiatorin der Occupy Wall Street Bewegung und Autorin von “They Can’t Represent Us! Reinventing Democracy From Greece to Occupy” (mit Dario Azzellini), führt uns in ihrer Storytelling Performance durch Solidarity Clinics in Greece. Ärzte, Patienten und Nachbarn arbeiten in den freien medizinischen Einrichtungen basisdemokratisch zusammen – und verwandeln im Zuge dessen Krankenpflege sowie medizinische Versorgung zu Commons. Mit Gästen aus Thessaloniki: Eva Babalona, Ilektra Bethymouti und Theodoros Karyotis.

Im Anschluss: Live-Crowdfunding für Solidarity Clinics in Greece mit Silke Helfrich von der Commons Strategy Group.

Info

Eröffnung am 22.10. um 20:30 Uhr.

Die Tickets (8,-/ermäßigt 6,-) können in der Volksbühne vorbestellt und erworben werden: Telefon 030-24065-777 | ticket(at)volksbuehne-berlin.de | oder online hier.

Workshops 22./23./24.10.15

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Sei dabei, wenn über 100 engagierte BürgerInnen die digitalen Commons der Post-Snowden-Welt erkunden und in fünf parallelen Workshop-Tracks an Storytelling-Projekten, Positionspapieren oder Werkzeugen zusammenarbeiten.

Für ausführliche Beschreibungen der Workshops bitte runterscrollen.

Info

Workshops am 22.+23. Oktober, 10–18 Uhr und am 24. Oktober, 10–12 Uhr.

Interessierte können sich bis zum 4.10. anmelden. Email: info@berlinergazette.de.

Performance 23.10.15

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Theaterregisseurin Angela Richter inszeniert die Whistleblowing For Commons-Performance auf der Basis ihres SUPERNERDS-Projekts, für das sie Gespräche mit Whistleblowern und Netzaktivisten führte, darunter Edward Snowden und Julian Assange. Special Guest: Hacker und Haiku-Dichter Sazae Bot, der neue Star-Avatar aus Japan.

Info

Performance am 23.10. um 20:30 Uhr.

Die Tickets (8,-/ermäßigt 6,-) können in der Volksbühne vorbestellt und erworben werden: Telefon 030-24065-777 | ticket(at)volksbuehne-berlin.de | oder online hier.

Talks 24.10.15

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Impuls-Vorträge von WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und AktivistInnen stimulieren Publikumsgespräche über den Kampf um Commons, sprich: Gemeineigentum.

14:30 Uhr: Begrüßung
Mit Thorsten Schilling (Bundeszentrale für politische Bildung/bpb) und Krystian Woznicki (berlinergazette.de).

15:00 Uhr: Was könnten unsere Commons sein?
Mit Michel Bauwens (P2P Foundation, Chiang Mai) und Yochai Benkler (Harvard University, Boston). Moderation: Max Haiven (Radical Imagination Project, Halifax).

16:30 Uhr: Was bedroht Commons?
Mit Alexander Karschnia (andcompany&Co., Berlin) und Morana Miljanovic (Hertie School of Governance). Moderation: Sophie Bloemen (commonsnetwork.eu, Berlin).

18:00 Uhr: Wer kämpft für Commons?
Mit Pelin Tan (Silent University, Mardin) und Harsha Walia (No One Is Illegal, Vancouver). Moderation: Sandra Mamitzsch (Digitale Gesellschaft, Berlin).

Info

Talks am 24.10. von 14:30 bis 19:30 Uhr.

Die Tickets (8,-/ermäßigt 6,-) können in der Volksbühne vorbestellt und erworben werden: Telefon 030-24065-777 | ticket(at)volksbuehne-berlin.de | oder online hier.

Cooking 24.10.15

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Zum Abschluss lädt die Konferenz zur Commons Cuisine – ein Koch-Experiment mit dem Künstler Pepe Dayaw, der als Choreograf, Moderator und Koch ein ganz besonderes Commons-Labor eröffnet. Alle BesucherInnen dieses Performance-Workshops sind herzlich eingeladen, eigene Essensreste mitzubrignen – ob Essen im Rohzustand oder bereits Zubereitetes. Gemeinsam werden wir das mitgebrachte Essen in etwas Außergewöhnliches verwandeln: Ein Buffet, für das es kein Rezept gibt, frei nach dem Motto “Gedanken über Nahrung, Nahrung für Gedanken”. Lasst uns das Miteinander kosten!

18:30 Uhr: Mitbringen der Speisen
20:00 Uhr: Gemeinsames Kochen und Zubereiten
21:00 Uhr: Das gemeinsame Abendessen beginnt

Infos

Cooking am 24.10.15 um 20:00 Uhr

Die Tickets (8,-/ermäßigt 6,-) können in der Volksbühne vorbestellt und erworben werden: Telefon 030-24065-777 | ticket(at)volksbuehne-berlin.de | oder online hier.

Workshops

Anmeldung

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Die fünf parallel stattfindenden Workshops richten sich an (angehende) JournalistInnen, AktivistInnen und ForscherInnen. Sie finden am 22. und 23. Oktober von 10-18 Uhr statt. Am 24.10. werden die Ergebnisse präsentiert (10-12 Uhr).

Die Workshop-Plätze sind begrenzt. Interessierte können sich für einen der fünf Workshops unter info(at)berlinergazette.de anmelden. Deadline: 4.10. Eine Teilnahme an mehreren Workshops gleichzeitig ist nicht möglich.

Zu den eingeladenen Gäste gehören Vertreter von unabhängigen Journalismus-Organisationen, Forschungseinrichtungen, Kulturinitiativen, Bürger-Netzwerken und NGOs.

Die Workshop-Ergebnisse der Berliner Gazette Jahreskonferenz 2014 werden unter der Rubrik PROJECTS auf dieser Webseite präsentiert.

Big Data In Our Hands?

Big Data wird nie als Phänomen der Ko-Produktion gesehen, obwohl mehr als 75% der Daten, die unser digitales Universum bilden, von uns, den Leuten, im digitalen Alltag produziert werden. Doch können wir Big Data in unser Commons verwandeln? Der Workshop “Big Data In Our Hands?” diskutiert und erarbeitet ein Positionspapier, das von der Berliner Gazette kollaborativ entwickelt wird um ein neues Modell für Big Data zu gestalten. Es soll die Administration und Kontrolle von Big Data von großen Datenunternehmen wie Google oder Regierungsorganisationen wie der NSA in eine gemeinnützige und öffentliche Institution überführen helfen.

Gäste: Avantika Banerjee (wiredandnetworked.com), Zeljko Blace (Multimedia Institute), Sophie Bloemen (commonsnetwork.eu), Benjamin Cadon (labomedia.org), Martin A. Ciesielski (Medienmosaik), Benjamin Diedrichsen (OPENMEDiAID), Max Haiven (Radical Imagination Project), Anna Magdalena Kedzierska (code4sa.org), Danislava Marinova (Universitat Autònoma de Barcelona), Tomislav Medak (mi2.hr), Annette Mühlberg (ver.di), Nina Pohler (Hafen City Universität Hamburg), Alison Powell (London School of Economics), Jaron Rowan (Xnet), Lukas Stolz (European Alternatives), André Wilkens (Analog ist das neue Bio). Moderation: Ela Kagel (Supermarkt) + Christopher Senf (berlinergazette.de).

Info

Workshop am 22.+23. Oktober, 10–18 Uhr und am 24. Oktober, 10–12 Uhr. Interessierte können sich bis zum 4.10. anmelden. Email: info@berlinergazette.de.

Are We Up For Anonymity?

Anonymität ist eines der kontroversesten Themen in der Post-Snowden-Welt. Ein kostbares, schier unverfügbares Gut. Aber auch ein Vehikel zur Kriminalisierung diverser Subkulturen, etwa Anonymous oder TOR. Dabei kämpfen Communities um Konzepte und Visionen, die Anonymität “sozial verträglich” machen sollen. Wie können wir Gemeinschaft, Anonymität und Commons miteinander in Einklang bringen? Der Workshop “Are We Ready For Anonymity?” geht dieser Frage nach. Fokus: Online-Foren im Journalismus. Das Ziel besteht darin, ein crossmediales Storytelling-Projekt kollaborativ zu entwickeln.

Gäste: Jérôme Hourdeaux (mediapart.fr), Valentin Ihßen (Universität Witten/Herdecke), Inga Lirenkadan (34mag.net), Lejla Medanhodzic (AWID Women’s rights), Sara Moreira (Moving Cause), Joseph Ketelhut (TU Ilmenau), Katerina Michailidi (BookSprints), Jacopo Ottaviani (Generation E), Cristina Pombo (Expresso), Kavya Sukumar (Knight-Mozilla Open News). Moderation: Magdalena Taube (berlinergazette.de) + Francis Tseng (The Coral Project).

Info

Workshop am 22.+23. Oktober, 10–18 Uhr und am 24. Oktober, 10–12 Uhr. Interessierte können sich bis zum 4.10. anmelden. Email: info@berlinergazette.de.

Who Reads Open Secrets?

Journalistische Veröffentlichungen, die auf Leaks basieren, sind in ihrer Analyse häufig enorm begrenzt, denn sie legen die eingeschränkten Sichtweisen von Regierungen und Unternehmen offen. So bleibt die Arbeit mit enthüllten Dokumenten eine gleichermaßen limitierte Angelegenheit. Wie können wir aus diesem Korsett ausbrechen? Der Workshop “Who Reads Open Secrets?” nimmt das Romanian Center for Investigative Journalism (RCIJ) als Fallbeispiel. Die TeilnehmerInnen werden dazu eingeladen, ein Modell zu entwicklen, welches der Allgemeinheit ermöglicht, an investigativen Projekten mitzuwirken – so einfach wie bei einer Partie Monopoly.

Gäste: Kat Austen (worldflows.net), Andreea Bonea (The Sponge), Klaus Bruegmann (Zentrifuge Games), Annabel Church (influencemapping.org), Chris Csikszentmihalyi (M-ITI), Abiol Lual Deng (Kendake Partners), Thomas Dönnebrink (QuiShare), Sebastian Mondial (Die Zeit), MC McGarth (transparencytoolkit.org), Alex Morega (RosEDU), Valentina Pavel (ApTI), Pit Schultz (reboot.fm), Maria Xynou (Tactical Tech), Christoph Zeiher (Zeit Online). Moderation: Stefan Candea (eijc.eu) + Marie Gutbub (TCIJ.org).

Info

Workshop am 22.+23. Oktober, 10–18 Uhr und am 24. Oktober, 10–12 Uhr. Interessierte können sich bis zum 4.10. anmelden. Email: info@berlinergazette.de.

Whistleblower Goes Otaku

Ein typischer Vorgang in der Post-Snowden-Welt: Informationen, die unter Verschluss gehalten worden sind, werden zwecks Aufklärung veröffentlicht. Doch wie kann auf kollektiver Bewusstseinsebene ein Commoning dieser Informationen aussehen? Auf der Suche nach Antworten nimmt der Workshop “Whistleblower Goes Otaku” die globale Otaku-Community als exemplarische Zielgruppe und erkundet, was diese Remix-Kultur aus enthüllten Informationen machen könnte.

Gäste: Yuuki Abe (Cosplaids), Bogdan Gorganeanu (otakufestival.com), Riho Higashida (Takemura Juku), Alina Floroi (Laborazon), Nakano Hitoyo (Sazae Bot), Adriana Homolova (Onderzoeksredactie), Fumi Murata (Avec Lab), Mitsuhiro Takemura (Takemura Juku), Stefan Tiron (otakufestival.com), Riho Higashida (Takemura Juku), Yusuke Yaegashi (4th Park Studio), Luke Zuberbühler (japanimanga-night.ch). Moderatoren: Lilian Masuhr (berlinergazette.de) + Michael Prinzinger (berlinergazette.de).

Info

Workshop am 22.+23. Oktober, 10–18 Uhr und am 24. Oktober, 10–12 Uhr. Interessierte können sich bis zum 4.10. anmelden. Email: info@berlinergazette.de.

Snowden Files For All?

Snowdens Enthüllungen haben eine weltweite Debatte ausgelöst. Doch wie kann ein verantwortungsvoller Umgang mit den enthüllten Dokumenten aussehen? Wie können sie aufbewahrt werden, damit sie allgemein zugänglich sind und langfristig erhalten bleiben? Wie werden die enthüllten Dokumente zum Staatsarchiv? Der Workshop “Snowden Files For All?” diskutiert bereits existierende Praxis-Ansätze und entwickelt ein Positionspapier. Gegenstand dieses Papiers ist die Ausarbeitung eines kollaborativen Ansatzes für die Archivierung der Snowden-Dokumente.

Gäste: Eva Babalona (kiathess.gr), Diani Barreto (Courage Foundation), Branka Curcic (Kuda.org), Kristoffer Gansing (transmediale), Patricia Hoeppe (Frankfurt University of Applied Sciences), Evan Light (Portable Snowden Surveillance Archive), Frauke Mahrt-Thomsen (Kritische Bibliothek), Diana McCarty (reboot.fm/faces), Morana Miljanovic (Hertie School of Governance), André Rebentisch (meshcon.net), Maria Tengarrinha (O Espelho), Caleb Waldorf (apubliclibrary.org). Moderation: Sabrina Apitz (berlinergazette.de) + Corinna Haas (ICI Library).

Info

Workshops am 22.+23. Oktober, 10–18 Uhr und am 24. Oktober, 10–12 Uhr. Interessierte können sich bis zum 4.10. anmelden. Email: info@berlinergazette.de.

Unsere Crowd, Unsere Mission

Wenn wir Themen wie Politik, Technologie und Medien angehen, streben wir nach Vielfalt. Das betrifft das Geschlecht der TeilnehmerInnen, ihre Medienkompetenz, ihren beruflichen Hintergrund und ihre Expertise. Unsere Crowd besteht daher aus Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, politischen Ansichten, Leidenschaften und Talenten – eine wilde Mischung. Wir wollen Experten ebenso einbeziehen wie Anfänger, Hybride und Grenzgänger, Männer und Frauen.
Frauen:
Non-Techs:
Einsteiger:
Hybride:

Mitmachen

Die Konferenzsprache ist Englisch – immerhin kommen Menschen aus mehr als 20 Ländern zusammen, auch Deutschland. In den Workshops wird teilweise auch Deutsch gesprochen. Die englische Version der Konferenz-Webseite gibt es hier: http://berlinergazette.de/uncommons

Sprache

Sprache

Die Tickets (8,-/ermäßigt 6,-) können in der Volksbühne (030-24065-777 | ticket(at)volksbuehne-berlin.de) oder online hier vorbestellt und erworben werden. Ausnahme: Für die Workshops ist eine Anmeldung erforderlich. Frist ist 4. Oktober. E-Mail: info(at)berlinergazette.de.

Tickets

Tickets

Essays, Interviews und Berichte zu den wichtigsten UN|COMMONS-Themen finden Sie auf berlinergazette.de. Mit Beiträgen von AktivistInnen, DenkerInnen und KünstlerInnen, darunter Cornelia Sollfrank, Felix Stalder, Tomislav Medak und Mayo Fuster Morell.

Online-Debatte auf Deutsch

Online-Debatte auf Deutsch

Einige Schlüsseltexte zur UN|COMMONS-Debatte in der Berliner Gazette sind auch auf Englisch erschienen. Zum Beispiel: Reimagining our Collective Powers against Austerity von Max Haiven und On Archiving and Commoning the Snowden Files von Andrew Clement.

Texte auf Englisch

Texte auf Englisch

Konferenzfotos werden auf flickr veröffentlicht. Oder schauen Sie sich unsere bisherige Konferenzen an: UN|COMMONS in Bukarest, SLOW POLITICS oder Einbruch der Dunkelheit.

Live-Photos

Live-Photos

In den sozialen Netzwerken sind wir auf Twitter und Facebook vertreten. Die offiziellen Hashtags für die UN|COMMONS-Konferenz in Berlin sind #bgcon15 und #uncommons.

Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke

Veranstaltungsort ist die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Das Theater befindet sich im Zentrum Berlins und kann auf eine mehr als 100-Jährige Geschichte zurückblicken. Es wurde als eine der „aufregendsten Bühnen Deutschlands“ bezeichnet und machte in den Medien immer wieder auf sich aufmerksam. Heute gilt die Volksbühne als eines der provokativsten und experimentierfreudigsten Gegenwartstheater in Deutschland. Mit Hilfe der Open Street Map gelangen Sie zum Veranstaltungsort.

Ort

Ort

Die Konferenz wird von der Berliner Gazette organisiert – einem gemeinnützigen und überparteilichen Team von JournalistInnen, ForscherInnen, KünstlerInnen und ProgrammiererInnen. Wir analysieren und erproben neue kulturelle sowie politische Praktiken. Seit mehr als 15 Jahren veröffentlichen wir auf berlinergazette.de Beiträge von inzwischen mehr als 900 internationalen AutorInnen. Zudem organiseren wir Jahreskonferenzen und geben Bücher heraus. Wir freuen uns über Anregungen unter info(at)berlinergazette.de.

Veranstalter

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Credits