Seit dem 11. März 2011 ist Japan in das Zentrum der globalen Aufmerksamkeits- ökonomie gerückt. Kann ein so hoch entwickeltes Land tatsächlich in die Knie gezwungen werden? Ist Japan der erste G-8-Staat in der Geschichte, der kapituliert? Wie geht die Gesellschaft mit dem Notstand um? Unser Dossier beleuchtet Land und Leute. Vor und nach der Katastrophe.
  • Japanische Netzwerkschule

    Eigentlich komme ich aus Otsu Stadt in der Shiga Praefektur. Das ist in der Naehe von Kioto. Im Jahr 2002 bin ich nach Tokio gezogen und habe dort zunaechst vier Jahre lang in Hachioji gelebt, einer Universitaets- und Schlafstadt am westlichen Rand der Agglomeration Tokio. Neulich bin nach Fuchu Stadt gezogen, eine andere Vorstadt von Tokio, etwa 30 Minuten entfernt von der Innenstadt. Alles ist ganz neu fuer mich, nur langsam gewoehne ich mich an die unvertraute Umgebung. Ganz anders als im Zentrum ist es hier sehr ruhig. Das gefaellt mir sehr. weiterlesen »

  • Deja-Vu auf Bestellung

    Rauchgeschwaengerte Luft, Drinks, Grunge Musik, Yellow Cabs und Gajin-Boys: Englischlehrer, Zahnpastamodells, GIs und Drogenverkaeufer. Wir befinden uns in einer Bar des Amuesierviertels in Tokio. Die Bar heisst Deja Vu . Ein wahrhaft passender Name. Jedes Wochenende sind es die gleichen Leute, stets laeuft die gleiche Musik. War man mal ein paar Wochen abwesend, ist es wie ein unverhofftes Deja-vu-Erlebnis. Bei der Wiederkehr ist alles beim Alten geblieben. Die Leute wissen das. Deshalb gehen sie immer wieder hin. Deja-Vu auf Bestellung. weiterlesen »

  • Der Fikusa

    Das japanische Wort fikusa ist vom englischen to fix someone up with someone abgeleitet. Allgemein laesst sich das Wortfeld so umreissen: Ein Fikusa ist ein Koordinator, eine Figur des Dazwischen, ein Bindeglied, eine fliessende, bewegliche Figur. Im Netzwerk-Jargon gesprochen: ein Gateway. Eine Mediatrix , ein go-between, ein Intermediaer. Das wichtigste Stichwort hier ist to mediate. Der Fikusa ist ein Medium. weiterlesen »

  • Winter-Reise

    In den 1990er Jahren hatte ich mehrfach die Gelegenheit Programme mit japanischen Filmen zu kuratieren. Ein Hoehepunkt dieses Engagements war 1997 erreicht: Die von mir kuratierte, 18 Filme (8, 16 & 35 mm) umfassende Reihe Young Japanese Cinema wurde in Holland, Belgien, Oesterreich und Deutschland gezeigt, u.a. in den Filmmuseen von Frankfurt und Antwerpen, sowie im Kuenstlerhaus Stuttgart. weiterlesen »