• BRD kurz vor Untergang: E10 Biosprit, Libyen, Guttenberg und Fukushima im Online-Panorama

    Schaut man sich die Kommentarbereiche deutschsprachiger Online-Medien an, könnte man denken, Deutschland stehe kurz vor dem Untergang. Berliner Gazette-Autor Joerg Offer hat sich nach Kommentar-Mustern umgeschaut und im “Copy und Paste”-Verfahren das Drehbuch des aktuellen Katastrophenfilms offengelegt. Die Themen: E10 Biosprit, Libyen, Guttenberg und die Erdbeben-Katastrophe in Japan. weiterlesen »

  • Nach dem Erdbeben in Japan: “Facebook und Twitter sind meine Rettungsanker.”

    Immer mehr Menschen verlassen Japan. Botschaften westlicher Industrienationen fordern ihre BürgerInnen auf, heimzukommen; ausländische Firmen fliegen ihre MitarbeiterInnen aus. Die Berliner Gazette-Autorin Jacinta Hin, die seit mehr als 20 Jahren in Tokio lebt, gehört zu einer Gruppe von Ausländern, die noch in Japan ist und das Land nicht verlassen will. weiterlesen »

  • Bild der Woche: Schlafen im Ausnahmezustand

    Unser Bild der Woche zeigt Menschen auf dem Flughafen in Tokio: Haben sie einen Wecker dabei? Wovon träumen sie? Können sie überhaupt schlafen? Unser Tipp: Open Home Project!

  • 7 Thesen zum Erdbeben in Japan: Live-Internet, Crowdsourcing und der Disaster-Capitalism-Complex

    Seit dem Aufkommen der global-vernetzten Finanzwirtschaft und dem Aufstieg Tokios zur Bankenmetropole von Weltrang, geht ein Gespenst im Westen um: Wenn das Inselreich Japan im Zuge einer tektonischen Katastrophe vom Ozean verschluckt wird, dann zieht es den Rest der (mit ihr vernetzten) Welt mit runter. In Zeiten des Live-Internet muss die Frage der gegenseitigen Abhängigkeit neu gestellt werden. Denn aus mehr oder weniger passiver Anteilnahme wird potenziell aktive Teilnahme am informationsbasierten Live-Geschehen. : Sie sollte nicht nur auf Finanzen reduziert werden, sondern unsere Verantwortung zur Diskussion stellen. Berliner Gazette-Herausgeber Krystian Woznicki hat dazu fünf Thesen aufgestellt. Alle Leserinnen und Leser sind hiermit eingeladen, die Thesen über den Kommentarbereich des Texts zu erweitern. Auf diese Weise entsteht im Zeichen des kollaborativen Prozess-Journalismus ein neues, aktualisiertes Thesenpapier – alle Veränderungen werden markiert und mit Verweisen auf Quellen im Kommentarbereich verlinkt. Update 1) schwarz, fett markiert, 12.3., 18 Uhr; Update 2) blau, fett markiert, 14.3., 12:45 Uhr; Update 3) braun, fett markiert 15.3., 16 Uhr/19 Uhr; Update 4) grün, fett, 18.3., 7 Uhr, These 0.1. & 6.1. weiterlesen »

  • “Fuck!” adé: Sexualität nach dem Christentum

    Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass in unserer christlich geprägten Schimpfwortkultur die schlimmsten Ausdrücke aus dem Bereich der Sexualität kommen? “Fuck!” oder “Fuck you!” zum Beispiel. WAS BLEIBT?, wenn die Spielregeln der monotheistischen Religion im Zuge der Globalisierung ihre Strahlkraft verlieren. Wir haben Noritoshi Hirakawa gefragt – einen in Japan geborenen und seit 20 Jahren in New York lebenden Konzeptkünstler, Fotografen sowie Filmproduzenten. Hirakawa sieht Asien zu einer wichtigen Inspirationsquelle werden. Im Bereich der Sexualität erblickt er besonderes Potenzial. Was durch das Christentum negativ besetzt wurde, kann unter dem Einfluss Asiens neu aufgeladen werden. By the way: In der asiatischen Schimpfwortkultur bezieht sich die Negativität nicht auf die Sexualität, sondern auf Tiere.

  • “Taking to the Streets”: Was kann Aneignung von Stadtraum bedeuten?

    Mit Platon im Gepäck zeichnet Vilém Flusser in seinem Buch “Vom Subjekt zum Projekt” sehr anschaulich die Entwicklung der europäischen Stadt nach. Er sieht die Metropole in einem Wandlungsgeflecht, das gebildet wird von “Häuserraum (oike)”, “Marktraum (agora)” und “Kontemplationsraum (temes)”. Platon selbst war sich sicher, dass die Weisheit oder Theorie generell dominieren sollte. Ein Ideal freilich, das sich durch die Zeiten nicht gehalten hat, blicken wir doch heutzutage deutlich der Herrschaft des Marktraums ins gebaute Gesicht. Möglicherweise lassen sich aber die gegenwärtigen Proteste zu Media Spree, Stuttgart 21 und Flugrouten von BBI als Verschiebungen innerhalb des platonischen Dreiklangs deuten – nur dieses Mal in Richtung des Häuserraums. weiterlesen »

  • Lebenslang lernen und dabei gut aussehen

    “Ich lerne die ganze Zeit über. Und mein Grabstein wird mein Diplom sein.” (Eartha Kitt) Dieser Satz hört sich im Zeitalter der Zertifikate und Bescheinigungen fast bedrohlich an. Da hilft nur eins: locker machen. In unserer Umfrage zum Thema BILDUNG spricht die in Japan lebende Personalmanagerin Jacina Hin über den Unterschied zwischen lernen und studieren – und wie man mit all dem glücklich werden kann. weiterlesen »

  • Mobile Textkulturen: Entwicklungen in Japan, Australien und Südafrika

    Die Veranstaltung „Zwischen den Überholspuren“, die im Rahmen des internationalen Symposiums Mobile Textkulturen stattfand, begann mit drei Vorträgen – gehalten von ExpertInnen aus drei verschiedenen Kontinenten. Sie zeichneten die Entwicklungen und Anwendungen des mobilen Schreibens in den jeweiligen Regionen nach. Es wurde deutlich, wie sich hier ganz unterschiedliche Kommunikationswelten konstituieren, die nur bedingt grenzübergreifende Verbindungen zulassen. weiterlesen »

  • Kunst aus Tokio, oder: Orgasmen beim Müllsammeln

    Der Künstler Meiro Koizumi zeigt in seiner Arbeit “Art of Awakening” Nahaufnahmen von Männergesichtern. Ihr Ausdruck legt nahe, dass sie gerade sexuell befriedigt werden. Doch wie kommen sie zum Höhepunkt? Der wahre Grund ist eine Überraschung und zeigt einen Aspekt unserer Libido, der von keinem Film, keiner Werbung und keinem Porno bisher enthüllt wurde. weiterlesen »

  • Lernen, die Informationsfluten zu lieben

    Komplexe Technologien wie das Internet werden meistens unhinterfragt genutzt. Sie müssen einfach nur funktionieren. Wie ein Toaster. Wer anfängt über sie nachzudenken, wird schnell zum Warner – vor den bedrohlichen Konsequenzen für die Menschheit. Denker, die nicht als Kulturpessimisten auftreten, sind rar. In dieser Sache gibt es einen Stimme aus Japan, dem wir Gehör schenken sollten. Berliner Gazette-Herausgeber Krystian Woznicki hat ihn getroffen. weiterlesen »

  • Lass die Fingerpuppen tanzen!

    Im Auslandsjahr lernt man als Student am meisten, heißt es. Dabei ist es für Professoren und Lehrer genauso wichtig, ab und zu mal ihren Horizont zu erweitern. Die Künstlerin Nina Fischer hat mit ihrem Partner Maroan el Sani drei Jahre lang an einer Kunst-Uni in Japan unterrichtet. Neben der Sprache und Kultur haben sie vor allem gelernt, wie japanische Kids ticken. weiterlesen »

  • Manifest für die Ohropax-Generation

    Das Ohr ist wie bei einer Infrarot-Behandlung in gelb-rotes Licht getaucht. Der Gehörgang ist verschlossen. Die Eindämmung lässt eine konvexe Wölbung erkennbar werden. Es könnte eine jener Wachskugeln sein, welche ein Unternehmen aus Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts als “Luxus für die Ohren” auf den Markt brachte. Doch so paradox es klingen mag: Im Gehörgang steckt ein Globus. weiterlesen »