Seit dem 11. März 2011 ist Japan in das Zentrum der globalen Aufmerksamkeits- ökonomie gerückt. Kann ein so hoch entwickeltes Land tatsächlich in die Knie gezwungen werden? Ist Japan der erste G-8-Staat in der Geschichte, der kapituliert? Wie geht die Gesellschaft mit dem Notstand um? Unser Dossier beleuchtet Land und Leute. Vor und nach der Katastrophe.
  • Lebenslang lernen und dabei gut aussehen

    “Ich lerne die ganze Zeit über. Und mein Grabstein wird mein Diplom sein.” (Eartha Kitt) Dieser Satz hört sich im Zeitalter der Zertifikate und Bescheinigungen fast bedrohlich an. Da hilft nur eins: locker machen. In unserer Umfrage zum Thema BILDUNG spricht die in Japan lebende Personalmanagerin Jacina Hin über den Unterschied zwischen lernen und studieren – und wie man mit all dem glücklich werden kann. weiterlesen »

  • Mobile Textkulturen: Entwicklungen in Japan, Australien und Südafrika

    Die Veranstaltung „Zwischen den Überholspuren“, die im Rahmen des internationalen Symposiums Mobile Textkulturen stattfand, begann mit drei Vorträgen – gehalten von ExpertInnen aus drei verschiedenen Kontinenten. Sie zeichneten die Entwicklungen und Anwendungen des mobilen Schreibens in den jeweiligen Regionen nach. Es wurde deutlich, wie sich hier ganz unterschiedliche Kommunikationswelten konstituieren, die nur bedingt grenzübergreifende Verbindungen zulassen. weiterlesen »

  • Kunst aus Tokio, oder: Orgasmen beim Müllsammeln

    Der Künstler Meiro Koizumi zeigt in seiner Arbeit “Art of Awakening” Nahaufnahmen von Männergesichtern. Ihr Ausdruck legt nahe, dass sie gerade sexuell befriedigt werden. Doch wie kommen sie zum Höhepunkt? Der wahre Grund ist eine Überraschung und zeigt einen Aspekt unserer Libido, der von keinem Film, keiner Werbung und keinem Porno bisher enthüllt wurde. weiterlesen »

  • Lernen, die Informationsfluten zu lieben

    Komplexe Technologien wie das Internet werden meistens unhinterfragt genutzt. Sie müssen einfach nur funktionieren. Wie ein Toaster. Wer anfängt über sie nachzudenken, wird schnell zum Warner – vor den bedrohlichen Konsequenzen für die Menschheit. Denker, die nicht als Kulturpessimisten auftreten, sind rar. In dieser Sache gibt es einen Stimme aus Japan, dem wir Gehör schenken sollten. Berliner Gazette-Herausgeber Krystian Woznicki hat ihn getroffen. weiterlesen »

  • Lass die Fingerpuppen tanzen!

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    Im Auslandsjahr lernt man als Student am meisten, heißt es. Dabei ist es für Professoren und Lehrer genauso wichtig, ab und zu mal ihren Horizont zu erweitern. Die Künstlerin Nina Fischer hat mit ihrem Partner Maroan el Sani drei Jahre lang an einer Kunst-Uni in Japan unterrichtet. Neben der Sprache und Kultur haben sie vor allem gelernt, wie japanische Kids ticken. weiterlesen »

  • Manifest für die Ohropax-Generation

    Das Ohr ist wie bei einer Infrarot-Behandlung in gelb-rotes Licht getaucht. Der Gehörgang ist verschlossen. Die Eindämmung lässt eine konvexe Wölbung erkennbar werden. Es könnte eine jener Wachskugeln sein, welche ein Unternehmen aus Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts als “Luxus für die Ohren” auf den Markt brachte. Doch so paradox es klingen mag: Im Gehörgang steckt ein Globus. weiterlesen »

  • Du Kolumbus, ich Jane

    Wo liegt das Paradies? Wo liegt die Heimat? Wer ist Entdecker? Wer wird entdeckt? In ihrem Vortrag zeigen Magdalena Taube und Krystian Woznicki, warum es heute keine eindeutigen Antworten mehr auf diese Fragen gibt. Ihr Ansatz: ein Selbstexperiment. Ihre Stationen: Tokio, Misaki, Narrita, Sapporo. Ihre Werkzeuge: Reisetagebuch und Denkprotokoll. Diaschaus rahmen den Vortrag. Zur Einstimmung gibt es eine thematisch passende You-Tube-Perle zu sehen. weiterlesen »

  • Immer auf Achse – Japan #4

    Der Wintermorgen in Tokio ist sonnig, die Luft verspricht eher Herbst oder Fruehling. Ich schlendere durch die Strassen von Hiroo in Tokio, noch bevor das Tagesgewusel anfaengt, ploetzlich bleibe ich stehen. Ein Hinweis auf dem Buergersteig: No Smoking. Die Buchstaben sind in die Laenge gezogen, wie sonst Tempolimits, damit man sie im Vorbeigehen besser lesen kann. Ein paar Meter weiter erinnert ein Schild nochmals daran, dass man auf der Strasse nicht rauchen darf – unter Androhung einer Geldstrafe. Rauchen ist in Cafes und Restaurants kein Problem. In der Oeffentlichkeit muessen sich Raucher jedoch in die Smoking Areas zurueckziehen.
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  • Das grosse Geschaeft – Japan #3

    Ich schreibe diesen Text in einem Zustand extremer Muedigkeit, hervorgerufen durch exzessive Arbeit gepaart mit ebenso exzessiven Abendessen (Tatsaechlich: uendlich viel roher Fisch und Sake). Kurz zum Setting: Ich sitze im Studentenwarteraum der Faculty of Letters an der Hokkaido University. Vor mir blinken Getraenkeautomaten, daneben lungern abgestellte Geldautomaten (Geldabheben nur bis 17 Uhr moeglich, wohl eine Erziehungsmassnahme). Ein Stueckchen weiter entfernt sind die Toiletten. Nach sieben Tagen in Tokio sind mein Kollege Krystian Woznicki und ich inzwischen in Sapporo gelandet und stellen das Berliner Gazette-Projekt McDeutsch an der hiesigen Universitaet vor. Mein persoenliches side project: Reisetagebuch schreiben. weiterlesen »