• Ladies

    >Lejdis<, von Tomasz Konecki, ist ein filmisches Lehrbuch, aus dem man lernen soll, dass man Maenner nicht ernst nehmen darf und wie man das macht. Eine leichte Komoedie mit kleinen schmerzhaften Hacken.

    Den Film konnte man neulich in Berlin im Rahmen des polnischen Filmfestivals FilmPolska sehen. Vier Freundinnen und deren Sorgen, Probleme, Erfolge und das alles in der heuchlerischen Realitaet des heutigen Warschaus.

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    Die Hauptstadt des einst katholischsten Landes Europas, in dem jedes neugeborene Kind getauft wird und wo man sich zu Ostern Glauben, Hoffnung und Liebe wuenscht. Warschau – eine Stadt, die eine westliche Metropole zu sein versucht und die aber teilweise eine Welt fuer sich ist. Die vier Ladies in Lejdis sind huebsch, intelligent, ausgebildet, belesen, eloquent und vulgaer. Sie sind Anfang dreissig, haben gute Jobs, wissen wie man Vodka trinkt und koennen mit ihrem Charme ueberraschend viel erreichen.

    Und nun lernen wir aus dem Film, dass man in Polen immer noch Vieles durch Bestechungen erreicht, dass es paradoxerweise einfacher ist abzutreiben, als eine Unfruchtbarkeitsbehandlung zu bekommen, von in vitro ganz zu schweigen. Der Film war ein Kassenschlager in Polen; ein Erfolg sowohl unter Frauen, als auch unter Maennern. Urspruenglich war der Film als Antwort auf das Stueck Testosteron gedacht; was jedoch entstand, ist eine unabhaengige, extrem provokative Satire auf das heutige Leben in einer polnischen Grossstadt und hoechstwahrscheinlich auf das Bild der Frau in Polen.


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