• Kritische Massage

    Das Internet vertraegt das im Moment ganz gut. Nech? Heute mal wieder so rumgesurft zu Essensseiten und Klamotten- seiten. War aufschlussreich, mal wieder einen Blick in die Welt der Menschen von hypte zu wagen. Also wenn es um Essen geht und Dessous. Dann kommen sie ja alle aus ihren Hotels zum Beispiel oder aus ihrem Schlafkoma. Fuer mich ist die Sache ganz einfach. Die Katze entscheidet. Setzt sie sich lieber auf eine Tuete von Eveline Brandt oder in eine Tuete von Ikea oder Woolworth. Die Katze von heute (das heisst >heute<), gestimmt in wasauchimmer, bevorzugt Brandt. Und das, obwohl da ein wunderbarer Weidenkorb nebensteht mit zwei leeren Lidl-Flaschen mit Appelsaftschorle (welch eine Verschwendung, ich mahne so etwas immer an, aber wer hoert mir schon noch zu.) .


13 Kommentare zu Kritische Massage

  • Lieber Martin Hufner, ich höre zu bzw. lese die Texte. Wenn mein Kater [Bruno] noch bei mir leben würde und nicht bei meinen Eltern, dann würde er mir auch viele Entscheidungen abnehmen. So muss ich ihn immer übers Telefon um Rat fragen und das kann manchmal ganz schön anstrengend sein... Schnuxi [so sein Spitzname] ist nämlich ein sehr launisches Geschöpf und Internet interessiert ihn einen feuchten Kehricht... naja...
  • Danke. Na, da weiß ich mich ja wenigstens nicht allein. Ich glaube, jetzt muss ich ein Gedicht verfassen.
  • Katze reimt sich auf Matratze - so deute ich zumindest die Illustration dieses Beitrags. Alles weitere dann im Poesie-Interpretationskurs.
  • Warum dann nicht gleich ein Bild meiner verfluchten Fratze? (Wäre symbolähnlich, sagt man so, oder?)
  • Fratze, Katze, Materatze, das klingt nach perfekter Syntaze! Symbole hin oder HER, gelernt will gelernt sein, und dafür danken wir Ihnen, Herr Professor Huffner, einmal wieder SEHR. Ich kann jetzt nicht nur Saetze anderer VERRICHTEN, sondern auch fast so gut wie sie DICHTEN.

    btw: Noch nie habe ich, wie im heutigen Poesie-Crashkurs, soviel auf die Schnelle gerlernt. Dabei liegt eine ganz andere Assoziation quasi am Boden aller Erkenntnis: Den Poesie vollkriegen, mit einer kritischen Massage, wie es das Bild eben zeigt. Aber das haben andere Leser und Leserinnen sicherlich auch schon vermutet. Oder?
  • Halt halt! So schnell soll der Kurs kein Ende haben! Ich will mehr Wissen aus Euch beiden Online-Poeten herausquetschen!!!
  • hier aber ist everybody a poet, natuerlich hat nicht jeder eine kritische Massage verdient, wer aber ein gedicht vortraegt, der oder die koennte...
  • Hehe. Jetzt wirds aber zu lustig allhier. Dichten und reimen sind dreierlei. Wenn ich vielleicht eine Erinnerung aus von vor bald etwa 35 Jahren dürfte einfließen lassen. Eine Schülerzeitung an meiner Gesamtschule nannte sich "popoblatt - Zeitung für Poesie und Posse". Und das passende Bildgedicht hatten sie natürlich auch (achtung etwas flatulent:
    "Du bist ein Dichter und Dichter
    wie ein Arsch unter Gesichtern."

    Was ich persönlich heute ganz gut fand, war Siggi gestriger Schlusssatz: "Bewusstes Streben im Netz ist zu sehr geschäftsmodellverklebt als das es den schöpferischen Tanz auf der Klinge der Evolution überleben könnte."

    Ich bin seit heute ein wirklicher Fan der "Kritischen Massage" - danke euch beiden.
  • Na schön, überredet, mein Beitrag zum Poesie-disKURS:

    heut bin ich aufgestanden und dacht
    ich träum noch

    dann hab ich mir die augen gerieben und
    der schlafsand rieselte.

    vor meinem Fenster tanzt eine Mann mit einem weißen Pfertd.

    Die Ampel steht auf Rot.

    Cheers.
  • Das macht Laune.

    Früher dachte ich nur,
    meine Uhr ginge nach.

    Jetzt stelle ich nüchtern fest:
    Ich selbst bin es.*

    +++ Jetzt will ich auch Haue. +++
    *) der nachgeht. Erklärtermaßen.
  • Magdalena am 29.03.2007 16:46
    Mhhh. Ich war auch auf einer Gesamtschule (http://www.gesamtschule-pritzwalk.de/)und erkenne da eine Geistesverwandtschaft zwischen mir und Herrn Hufer (sowie Krystian eine zwischen sich und Theweleit sieht wegen der Polen-Connection)

    Wir hatten auch eine Schülerzeitung. Die hieß zunächst "Heiter bis wolkig" und dann wurde ich da die Chefin und habe sie umbenannt in "Nicht rechtens". Fast jeder Artikel war von mir... ganz schönes Ego-Projekt. Vor allem meine Visionen (in Gedichtform) bezüglich der Weltherrschaft (und was machen wir morgene abend Brain? - Das Gleiche wie jeden Abend Pinky...Ja aber wo kriegen wir um diese Uhrzeit noch Damenstrumpfhosen und eingelegte Sardellen her... wir versuchen die Weltherrschaft an uns zu reißen) ---- wo war ich? egal... Geistesverwandtschaft...
  • Magdalena am 29.03.2007 16:47
    Entschuldigung. Herr Hufner natürlich!
  • Herr Hufer (eine Mitschülerin hieß so) oder Prof. Huffner (bisher nannte nur ein Bösewicht nennt mich so). Leider war ich früher noch unbegabter, nur das Gedächtnis scheint anders.

    Geistesverwandtschaft? Schön.

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