• Im Boxring

    Ich bin Coach. Ein Coach ist Foerderer, gleichzeitig Forderer und Berater von Menschen, Teams oder Unternehmen. Er unterstuetzt die Klaerung von Problemen, Konflikten oder Entwicklungsprozessen. Glaubt an die Brillanz des Einzelnen und fragt nicht erst vorsichtig, wie es einem heute geht. Er macht neugierig und fordert: Heb“ Deinen Hintern hoch und gehe auf das Spielfeld des Lebens! Da ist der begriffliche Zusammenhang zum Sport. Coaching ist Lebens- bzw. Business-Sport, um Menschen in ihre persoenliche Top-Liga zu fuehren. Ein Coach ist kein Zauberer und kein Psychologe. Er betrachtet das Leben eines jeden als Mosaik und sieht am Anfang auch nur einige Mosaiksteine. Er muss die fehlenden suchen. Jedes Teil muss er mit seinem Klienten finden, es ansehen und zu einem Bild zusammenfuegen. Das braucht verantwortlichen Respekt.

    Die Wege, Coach zu werden, sind vielfaeltig. Aber es faengt frueh an. Man fuehlt, lernt denken, glaubt, dass alle Menschen gut sind, und bemerkt zunehmend, dass nun gerade das nicht stimmt. Damit gibt man sich nicht zufrieden, denn man will ja die Welt veraendern. Das braucht Nach-Denken: Denn Denken ist Probehandeln; und die Entdeckung eines Problems ist die Vorstufe zur Veraenderungsphantasie, aus der Handlung entsteht. Natuerlich wachsen auch Zweifel: Geht das ueberhaupt, ist es logisch? Vielleicht. Nichts existiert gegen die Naturgesetze. Nur oft im Gegensatz zu dem, was wir ueber sie wissen (wollen?). Das wirft Fragen auf: Warum tut jemand, was er tut?

    Ich lebte mein erstes Leben in der DDR. Ich wollte die Welt veraendern. Glaubte, dass man nur viel Wissen haben, zuhoeren koennen und Vertrauen schenken sollte. Irrtum? Ja und nein. Ich suchte mein Heil in der Theologie, was sich durch allerlei politischer Beschaeftigung mit drei Verhaftungen in reale Angst verschob. Nach dem Lindenhotel in Potsdam wollte ich nur noch weg. Trotzdem: Meine 1985 durch Freunde organisierte Abschiedsfeier war ein trauriger Abschied.

    Ich studierte Wirtschaft/Marketing in Koblenz und staunte, dass selbst
    Erstsemster mit Anzug und Papas Aktenkoffer zur Vorlesung kamen. Das verlangte Contrapunkte: Also lernte ich die Strassen dieser idyllischen Rhein-Mosel-Kleinstadt-Metropole auswendig und wurde Taxifahrer. Aber es gab Probleme: Bei meiner ersten Tour wusste ich dummerweise nicht, wie man bei einem alten 200 Mercedes die Handbremse loest. Das liess sich klaeren.

    Allerdings stiegen dann Einheimische und keine Berliner ins Auto. Ich verstand kein Wort. Deutschland einig Vater- nicht aber Sprachenland. Spaeter wurde ich Assi an der Hochschule, jobbte in einer Werbeagentur und als Karatetrainer. Da lernt man viel ueber die Angst des Menschen. Und sie zu ueberwinden.

    Der 9. November: Ich ging zurueck nach Berlin – als einer, den manche etwas und wenige mehr verstanden. Jetzt lagen Hoffnung, Phantasie, Neugierde und Begeisterung ganz dicht beieinander. Alles wollte ich bedienen. Gruendete dafuer meine Agentur fuer strategisches Marketing. Beriet Unternehmen, schrieb fuer Zeitungen und Magazine, und sah immer mehr den Menschen an sich. Erkannte seine Angst vor eigener Phantasie, vor Stille, vor eigenen Chancen. Um zu lernen, besonders fuer Das-Leben-Selbst-Gestalten ging ich nach New York – fuer einige Wochen auch kurz nach dem 11.09. Ich lernte den Glauben an die eigene Kraft fuer positive Entwicklungen kennen. Ich lernte methodisch und energetisch zu sehen, zu hoeren und zu coachen.

    Heute verbinde ich als Coach strategisches Denken mit chaostheoretischen Erkenntnissen. Ich coache Menschen in ihrer Lebens- und Berufsplanung, Unternehmen in ihrer strategischen Entwicklung und als Dozent Teams im Kulturmarketing.

    Ich bin ueberzeugt von der Neugierde als Triebfeder, und von der Kraft der Begeisterung fuer den eigenen Weg. Ich will Menschen aufwecken, neugierig machen, mit ihnen ihre Talente und Chancen erkennen. Ich will, dass sie ihre Angst in Mut verwandeln. Denn jeder hat seine Chancen! Jeder.


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