• Per Du

    Wenn ein Weltmeister in irgendeinem Sportzweig abermals an den Kaempfen teilnimmt, welche ihm vordem den stolzen Titel einbrachten, dann nennen die Sportberichter ihn den Titelverteidiger, die diesbezueglich Muehen aber heissen als Ganzes: die Titelkaempfe. Wir hatten auch Titelkaempfe und der Schreiber ist hier ein Titelverteidiger. Er hat aber keinen Weltmeistertitel zu verteidigen sondern nur einen bescheidenen Anfaengertitel, den du-Titel. Man kann zumindest nicht sagen, dass wir den Titel unserer schweizerischen Monatszeitschrift weit hergeholt haben. Etwas Naheliegenderes kanns ausser dem lieben Ich ja nicht geben. weiterlesen »

  • Ich bin ein Medium

    Click, Du hast mich geoeffnet. Vielleicht ist das heute das erste Mal? Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich kennen wir uns schon laenger. Mein Format hast Du vermutlich schon schaetzen gelernt, denn ich gehe oekonomisch mit Deiner Zeit um. Ich bin ephemer, fluechtig. Nachdem Du mich gescannt hast, legst Du mich vielleicht irgendwo ab oder loeschst mich direkt nach der e-Speed Lektuere. weiterlesen »

  • Wie heisst Du nochmal?

    Extra, extra! Read all about it! Wirtschaftswissenschaftler haben jetztherausgefunden, worauf unsere Vergesslichkeit im Alltag zurueckzufuehren ist. Was Verhaltenspsychologen seit Jahren zu entraetseln versuchen, hat ein Team an der Business Harvard School entschluesselt: Spontane Amnesie, wie Experten das Phaenomen zu nennen pflegen, ist keine Krankheit, noch weniger ist es eine Schwaeche. Es handelt sich dabei um eine wohlkalkulierte Kommunikationsstrategie, die sich der hochgezuechtete Homo Sapiens zwecks Optimierung seiner oekonomischen Performanz antrainiert hat. weiterlesen »

  • Digitales Fanzine? “Es geht um Alternativen zur Alternative.”

    Der bevorstehende Relaunch der Berliner Gazette wird zum Anlass genommen, um die kurze, aber spannende Geschichte des digitalen Mini-Feuilletons im Rahmen der transmediale.02 Revue passieren zu lassen. Das Redaktionsteam stellt sich vor und diskutiert zusammen mit Gerrit Gohlke, dem Leiter des Media Arts Lab im Kuenstlerhaus Bethanien, Strategien der Oeffentlichkeitsbildung im elektronischen Briefformat. Gerrit Gohlke formuliert im Vorfeld ein paar einleitende Gedanken zum Thema. weiterlesen »

  • Go Public!

    Der eine oder die andere wird sich vielleicht erinnern, dass ich vor 16 Monaten, im Herbst 2000, hier schon einmal eine Kolumne schreiben durfte, damals als frisch gebackener kuenstlerischer Leiter der transmediale, mit dem ersten scharfen Berliner Wind in der Nase. Die transmediale.01 ist gluecklich ueber die Buehne gegangen, inklusive einer im Nachhinein gedruckten Buchdokumentation, und wir stehen im Moment in den Startloechern fuer die transmediale.02, die am 5. Februar im Haus der Kulturen der Welt eroeffnet werden wird. weiterlesen »

  • Temporäre Botschaften

    Die erste Initiative des Berliner Gazette e.V. entstand aus einem Schwerpunkt zu urbanen Konflikten. Unter dem Titel „Temporäre Botschaften“ sind Frühjahr 2003 im Rahmen der Kunstaktion „Aktion Territorium jetzt!“ in verschiedenen Berliner Bezirken temporäre Niederlassungen (Botschaften) der Neuen Republik Schwarzenberg installiert worden. Anlass der Kunstaktion war die drohende Räumung des Haus Schwarzenberg – eine der wichtigsten Institutionen der unabhängigen und alternativen Kultur in Berlin-Mitte. Einerseits hat die Initiative „Temporäre Botschaften“ zu einer öffentlichen Auseinandersetzung mit der Gentrifizierung in Berlin geführt, andererseits zu einem stärkeren Bewusstsein für die Bedeutung des Haus Schwarzenberg in der kulturellen Szene Berlins beigetragen. Ein Ergebnis der Initiative: Das Konzept der Temporäre Botschaften wurde institutionalisiert.

  • Grammatik.02 Editorial

    Guten Tag,

    der Zyklus >Grammatik< ist ein Novum in der Berliner Gazette. So dienen dieses Jahr die Personalpronomen >wir<, >du<, >es< als die thematischen Klammern fuer drei Artikelserien. weiterlesen »

  • SMS-Tagebuch: Umherschweifen in Jakarta

    Anlaesslich der Ausstellung “Quobo – Kunst in Berlin 1989 -1999” reisten die Berliner Medienkuenstler Nina Fischer und Maroan el Sani nach Jakarta und fuehrten ein SMS-Tagebuch. Wir buendeln hier ihre Eindruecke als Protokoll. weiterlesen »

  • Der letzte Rave, die Börse und das Adlon

    Ein Vortrag über die Börse im Berliner Nobelhotel Adlon. Berliner Gazette-Geschäftsführer Florian Kosak ist dabei, schaut zurück auf seine ersten Erfahrungen mit Aktienspekulation – zwischen Schulbank und Kiffen im Tacheles. weiterlesen »

  • Agora Virtuale: Rohrpost vom 19. ins 21. Jahrhundert

    Die Berliner Rohrpost (1865–1976) gehörte zu den ungewöhnlichsten und faszinierenden Netzwerken des Untergrundes in der deutschen Hauptstadt. Kuerzlich haben ein paar Berliner Medienaktivisten die Idee im Format der Mailingliste in das neue Jahrhunderts hinuebergerettet. Medienwissenschaftler Tilman Baumgaertel, Mit-Initiator des Projekts, berichtet. weiterlesen »

  • Netzeitung.de: “Die Information in dieser Ueberschrift wird sich im Text nicht wiederholen.”

    Journalismus im Netz? Netzeitung.de nimmt die Losung beim Wort. Es ist das erste gross angelegte Online-Only-Medium in Deutschland, das die Idee der Zeitung im Internet verwirklichen will. Anne Schreiber hat die Berliner Redaktionszentrale besucht. weiterlesen »