Nach Jahresschwerpunkten zu den Themen Arbeit, Sprache, Zeit, Gemeinschaft und Wasser, beschäftigen wir uns auch in diesem Jahr mit einem der wichtigsten Gemeingüter unserer Zeit: BILDUNG (hier zum Editorial).

Wir laden ProjektemacherInnen aus allen Sektoren der gesellschaftlichen Innovation ((Sub-)Politik, Ökonomie, Technologie, Kunst, Wissenschaft, etc.) dazu ein, Antworten auf unsere Leitfrage zu geben: Wie können wir uns immer weiter bilden ohne lebenslang lernen zu müssen? Die Interviews werden hier als Protokolle veröffentlicht: nur die Antworten bleiben stehen, die Fragen fallen weg.

Parallel dazu entwickeln wir in Kooperation mit diversen Institutionen und Initiativen Bildungsangebote.
  • Baustellen bilden

    Am Bildungssystem wird ständig gewerkelt. Vielleicht ist es ja gerade der Zustand der “permanenten Baustelle”, der das Lernen interessant macht. Juliane Breitfeld hat diese Baustellen schon aus unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt: Als Studentin auf der Bologna-Baustelle und als Lehrerin in Mosambik.
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  • Bloggen, lernen, unterrichten

    Sie sitzen in den Klassenzimmern und wissen mehr über das Internet als ihre Lehrer – ein gängiges Klischee, wenn es um die Digital Natives geht. Doch die Situation ist vielschichtiger, denn inzwischen gibt es auch viele Lehrer, die das Internet als Arbeitsinstrument für sich entdeckt haben. Einer von ihnen ist Torsten Larbig. Er reflektiert in seinem Blog über alles, was mit Lernen und Bildung zusammenhängt. Gleichzeitig nutzt er die Struk- turen des Web 2.0, um selbst vernetzt zu lernen. weiterlesen »

  • Lass die Fingerpuppen tanzen!

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    Im Auslandsjahr lernt man als Student am meisten, heißt es. Dabei ist es für Professoren und Lehrer genauso wichtig, ab und zu mal ihren Horizont zu erweitern. Die Künstlerin Nina Fischer hat mit ihrem Partner Maroan el Sani drei Jahre lang an einer Kunst-Uni in Japan unterrichtet. Neben der Sprache und Kultur haben sie vor allem gelernt, wie japanische Kids ticken. weiterlesen »

  • Widerstand im Hamsterrad

    Lehrerbashing ist zum Volkssport geworden, die Unis stehen sowieso vor dem Abgrund und die überqualifizierte Massenelite muss für Dumping-Löhne arbeiten. Solch düstere Szenarien finden sich in der Bildungsdebatte häufig. Der Philosoph Jens Badura regt an, sich endlich mit der Tiefengrammatik dieser Debatte zu beschäftigen – anstatt zu lamentieren. weiterlesen »

  • Geheimniswelten sichtbar machen

    Das Web 2.0 macht alles einfach. Zu einfach, wie Eckhard Hammel glaubt. Der Gründer des Online-Magazins “CultD” kritisiert die ser- verseitige Automatisierung wie sie im WWW inzwischen üblich ist und setzt sich für eine clientseitige Programmierung ein. Diesen Gegenentwurf zum Konsumentendasein überträgt er auf Lernum- gebungen und schlägt so neue Wege in der Wissensvermittlung ein. weiterlesen »

  • Gemeinsam sitzenbleiben

    Streiten wir über Bildung, geht es meist um Methoden. Dabei ist eine viel grundlegendere Diskussion über das gesellschaftliche Zusammenleben notwendig – findet die Künstlerin Susanne Stövhase. Doch reden allein reicht nicht. Deshalb ist sie selbst aktiv geworden und hat 2002 eine freie Schule mitgegründet und aufgebaut. weiterlesen »

  • Humboldt von links betrachtet

    Das Humbdoldtsche Bildungsideal lässt sich auch nach 200 Jahren in allen politischen Lagern recht gut verkaufen: der Anspruch auf Allgemeinbildung, die Einheit von Forschung und Lehre an Universitäten, etc. Aber wird es auch überall weiterentwickelt? Ronald Höhner, Kommunikationstrainer bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, formuliert ein Bildungsideal, das auf Humboldts Ideen fußt. Von links betrachtet sehen die bürgerlichen Vorstellungen auf einmal erfrischend anders aus. weiterlesen »

  • Jeder Gedanke braucht einen Körper

    Der Begriff “Lehrkörper” kommt etwas spröde daher. Im Amtsdeutsch wird damit die Gesamtheit aller Lehrenden an einer Schule oder Universität bezeichnet. An die Körperlichkeit des Unterrichtens denkt dabei vermutlich niemand. Doch genau darum geht es dem Philosophen Federico Ferrari. Seiner Meinung nach spielt die Verkörperlichung von Gedanken im Zeitalter des körperlosen “virtuellen Lernens” eine zentrale Rolle. weiterlesen »

  • Diätplan für den Bildungshunger

    Einseitige Ernährung hat in Deutschland eine Tradition. Speziell im Bereich der Bildung. Unser Hunger danach ist auf das Vermächtnis von Lichtgestalten wie Schiller, Beethoven und Nietzsche fixiert. Und Naturwissenschaftler? Der Künstler, Autor und IT-Berater Manuel Bonik glaubt, dass die Errungenschaften von Mathematikern und Chemikern sträflich vernachlässigt werden. Seine eigenen Projekte zeigen wiederum, wie eine Diät, im Sinne einer ausgewogenen Ernährungs- und Lebensweise, funktionieren kann. weiterlesen »