• Schreiben 2008: Notizblock oder Laptop?

    Der Computer macht heute kraechzende Geraeusche. Wir sind uns mal wieder nicht gruen, aber ich weiss nicht genau, was ihm nicht passt. Vielleicht ist er eifersuechtig? Am Wochenende war ich weg und habe ihn nicht mitgenommen. Ich dachte mir: Mein Schreibblock reicht doch aus! “Schreibblock” – bei diesem Wort flackert der Bildschirm. Brauche ich als Journalistin so etwas altmodisches wie einen Schreibblock überhaupt noch? weiterlesen »

  • Globalisierungskritik, wie weiter? Antwort #38

    Die Globalisierung hat den Blick auf die Geschichte veraendert. Fuer Historiker ist das in erster Linie eine grosse Chance. Es bedeutet, ganz allgemein gesprochen, dass globale Zusammenhaenge wichtig und andere Raeume zum Gegenstand werden – und umgekehrt nicht mehr alles und jedes auf die deutsche Geschichte bezogen werden muss. Als ich mit dem Studium begann, in den letzten Jahren der Aera des Kalten Krieges, war das noch anders. weiterlesen »

  • Globalisierungskritik, wie weiter? Antwort #37

    Einen mit menschlichen Wanderungsbewegungen verbundenen glokalisierten Austausch von Wissen, Waren und Praktiken gibt es spaetestens seit den grossen Pilgerfahrten innerhalb der monotheistisch gepraegten Religionen. Neu ist im letzten Jahrhundert, dass wir uns der Alteritaeten durch die erhoehte Geschwindigkeit und Praezision der Bilderfluesse bewusster werden. weiterlesen »

  • Globalisierungskritik, wie weiter? Antwort #36

    Ein G-8-Treffen ist insofern ein Ritual der Globalisierung, als dass sich solche globalen Massenevents in die Tradition der Wallfahrt einschreiben. 70 Millionen Hindus pilgerten im Januar 2007 ins indische Allahabad. Deutlich weniger aber immer noch beachtliche fuenf Millionen Katholiken kamen zum Weltjugendtag 1995 nach Manila und ebenso viele zur Beisetzung von Papst Johannes Paul II. im April 2005 nach Rom. Die groesste Mekkawallfahrt fand im Januar 2005 mit 2,5 Millionen Pilgern statt. Dies zeigt zunaechst: Die globale Vernetzung durch Kommunikations- und Transportmittel legt nicht nur die technologische Grundlage fuer Welthandel und Finanzmarkt, sondern auch fuer globale Wallfahrtsereignisse. weiterlesen »

  • Globalisierungskritik, wie weiter? Antwort #35

    In unserem just erschienenen Buch >Ordnungen im Wandel< versuchen wir der Vielfaeltigkeit des Phaenomens Globali- sierung auf die Spur zu kommen. Statt von einem einzigen, gleichfoermigen Prozess von wirtschaftlicher, politischer, sozialer und kultureller Globalisierung ist die Welt heute von Bruechen und Ueberlappungen von Ordnungen, ob lokal, national oder global, gepraegt. Das Bild des Staats als Container, als abgeschlossenes Gebilde, in dem Gesell- schaft, Politik und Wirtschaft organisiert sind, ist damit passe. weiterlesen »

  • Globalisierungskritik, wie weiter? Antwort #34

    Die neoliberale Globalisierung ist praegend fuer eine passive Revolution kapitalistischer Entwicklung – passiv: weil sie zwar alle gesellschaftlichen Verhaeltnisse umwaelzt, neue Produktivkraefte, Arbeits- und Geschlechterverhaeltnisse, veraenderte staatliche Formen und Lebensweisen mit sich bringt, buergerliche Herrschaft entwickelt, dabei aber die Beherrschten in einer passiven, untergeordneten Position haelt und zugleich verschaerfte Ungleichheiten produziert. Diese Widersprueche gilt es zu begreifen, wenn es um die Organisation von Widerstand geht, um die Entwicklung einer freien und solidarischen Gesellschaft jenseits der kapitalistsichen – ein simpler Verelendungsdiskurs und Antikapitalismus im Sinne einfacher Negation hilft da nicht. weiterlesen »

  • Freie Musik, Freiheit der Kultur!

    In Zeiten von iTunes und anderen Downloadportalen kommt eine neue Alternative auf: Musik, frei von GEMA und ähnlichen Gebühren. Kann das funktionieren? Berliner Gazette-Autor Michael Taube sondiert die Lage. weiterlesen »

  • Sascha Lobos “Klog”: Kommentar zum Kommentar

    Mehr als ein Jahr gibt es das Klog von Sascha Lobo, in dem er alle seine in Blogs abgegebenen Kommentare sammeln laesst. Damit dadurch “die Welt kommentierbarer” wird, kann man seine Kommentare dort auch noch kommentieren. Fabian Pitroff hat das Vorhaben unter die Lupe genommen. weiterlesen »

  • Globalisierungskritik, wie weiter? Antwort #33

    Das Schulfach Global Studies beleuchtet das weitlaeufige Thema Globalisierung unter ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten. Schwerpunkte bilden dabei kulturelle, wirtschaftsgeografische sowie wirtschaftliche und politische Aspekte. Da das Fach einen besonderen Aktualitaetsanspruch stellt, verfolgen und diskutieren wir wirtschaftspolitische Ereignisse wie den G-8 Gipfel in Heiligendamm im Unterricht. Konkret im Lehrplan verankert ist die Behandlung solcher Themen in der Lehrplaneinheit Nachhaltige Entwicklung als globale Aufgabe. weiterlesen »

  • Globalisierungskritik, wie weiter? Antwort #32

    Fuer Veranstalter und Kritiker der G8-Gipfel bedeutet der jaehrliche Rhythmus Kontinuitaet: Nach dem G8-Gipfel (2007 in Heiligendamm) ist vor dem G8-Gipfel (2008 in Japan). Seit dem G8-Gipfel in Genua im Jahr 2001 sind die regelmaessigen Gipfeltreffen der grossen Industriestaaten eine wichtige Plattform fuer die globalisierungskritische Bewegung geworden. Die Versammlung politischer Entscheidungstraeger und die Aufmerksamkeit der weltweiten Massenmedien bieten das noetige Umfeld, um die Anliegen der Bewegung publikumswirksam in Szene zu setzen. Doch die wiederholte Konfrontation mit der staatlichen Politik ist fuer soziale Bewegungen eine zweischneidige Sache. weiterlesen »

  • Globalisierungskritik, wie weiter? Antwort #31

    Selten gab es eine Situation, die so unabsehbar war: Wie weit wird die Globalitaet gedeihen, oder sind Rueckschlaege absehbar? Gibt es nur die schlechte oder auch eine gute Globalisierung? Wenig Zweifel besteht, dass sie voranschreitet, in oekonomischer, politischer und kultureller Hinsicht. In oeko- nomischer Hinsicht hat der sich herausbildende Weltmarkt nicht nur Nachteile: Manche Laender werden abgekoppelt, es gibt Polarisierungsprozesse, aber es gibt auch viele Gruppen, die von der Teilhabe an der Dynamik des Weltsystems profitieren. Fuer die europaeischen Luxuslaender eine ambivalente Entwicklung. weiterlesen »

  • Globalisierungskritik, wie weiter? Antwort #30

    Das Global Studies Programme der Universitaet Freiburg ist ein interdisziplinaeres sozialwissenschaftliches Studium, das Studierende aus der ganzen Welt anspricht, die Globalisierung aktiv mitgestalten wollen. Das Programm wendet sich aller- dings weniger an kuenftige Geschaeftsleute und Politiker als an Menschen, die an sozialer Gerechtigkeit interessiert sind. Ausrichtung des Studiengangs und Bewerberkreis verstaerken sich dabei immer mehr wechselseitig. Aus diesem Grund sind Ereignisse wie ein G8-Gipfel Gegenstand von Interesse, Diskussionen und Engagement seitens der Studierenden. weiterlesen »