FUKUSHIMA | 311
Erdbeben, Tsunami, GAU: Die Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 (kurz: 311) schockt die Weltgesellschaft, besonderes Deutschland. Die Erschütterung erfasst uns via Echtzeit-Internet: kann ein so hoch entwickeltes Land wie Japan tatsächlich in die Knie gezwungen werden? Unser Dossier rückt gesellschaftliche Umbrüche ins Blickfeld mit einem besonderen Fokus auf die Rolle des Internet. Unsere internationale Konferenz Learning from Fukushima hatte bereits erste Anregungen dazu geliefert.
  • 7 Thesen zum Erdbeben in Japan: Live-Internet, Crowdsourcing und der Disaster-Capitalism-Complex

    Seit dem Aufkommen der global-vernetzten Finanzwirtschaft und dem Aufstieg Tokios zur Bankenmetropole von Weltrang, geht ein Gespenst im Westen um: Wenn das Inselreich Japan im Zuge einer tektonischen Katastrophe vom Ozean verschluckt wird, dann zieht es den Rest der (mit ihr vernetzten) Welt mit runter. In Zeiten des Live-Internet muss die Frage der gegenseitigen Abhängigkeit neu gestellt werden. Denn aus mehr oder weniger passiver Anteilnahme wird potenziell aktive Teilnahme am informationsbasierten Live-Geschehen. : Sie sollte nicht nur auf Finanzen reduziert werden, sondern unsere Verantwortung zur Diskussion stellen. Berliner Gazette-Herausgeber Krystian Woznicki hat dazu fünf Thesen aufgestellt. Alle Leserinnen und Leser sind hiermit eingeladen, die Thesen über den Kommentarbereich des Texts zu erweitern. Auf diese Weise entsteht im Zeichen des kollaborativen Prozess-Journalismus ein neues, aktualisiertes Thesenpapier – alle Veränderungen werden markiert und mit Verweisen auf Quellen im Kommentarbereich verlinkt. Update 1) schwarz, fett markiert, 12.3., 18 Uhr; Update 2) blau, fett markiert, 14.3., 12:45 Uhr; Update 3) braun, fett markiert 15.3., 16 Uhr/19 Uhr; Update 4) grün, fett, 18.3., 7 Uhr, These 0.1. & 6.1. weiterlesen »