Welche Bedeutung haben Krieg und Umweltkrise für den Kapitalismus?

Debora Darabi bei der „Pluriverse of Peace“-Konferenz. Foto: Sabrina Apitz (cc by nc)
Debora Darabi bei der „Pluriverse of Peace“-Konferenz. Foto: Sabrina Apitz (cc by nc)

In ihrem Vortrag auf der „Pluriverse of Peace“-Konferenz zeigte Debora Darabi, dass Krieg und Klimakrise keine voneinander unabhängigen Phänomene sind, sondern Ausdruck einer einzigen sozialen Gesamtrelation, nämlich des Kapitalismus als Selbstbewegung des Werts. Ausgehend von Karl Marx‘ Analyse der Entfremdung und Subjektbildung zeigte sie ferner, wie Individuen gezwungen sind, sich an kapitalistischen Dynamiken zu beteiligen, die über bewusste Absichten hinausgehen und jeden Aspekt des Lebens beeinflussen – von Grundbedürfnissen bis hin zu globalen Krisen und Kriegen. Mit ihrem Vortrag stellte sie gängige Annahmen über Handlungsfähigkeit, Verantwortung und soziale Kausalität infrage. Sie untersuchte, welche Rückschlüsse sich aus der Klimakrise und den Kriegen unserer Zeit über die Zwänge der kapitalistischen Gesellschaft und die Möglichkeiten einer kollektiven, bewussten Transformation ziehen lassen, wenn wir die Grundlagen unserer sozialen Welt überdenken.

Der Vortrag wurde für die „Pluriverse of Peace“-Konferenz am Donnerstag, dem 16. Oktober, verfasst und dort gehalten. In dem Vortrag baute Darabi das Argument aus, das sie auf der „Kin City“-Konferenz entwickelt hatte: den Zusammenhang zwischen Umweltstressoren wie Luft- und Lärmbelästigung, dem Mangel an Grünflächen und erhöhter Hitze einerseits und psychischen Problemen sowie einer geringeren Lebenserwartung in marginalisierten Gemeinschaften andererseits. Der Eröffnungstag der BG-Konferenz „Pluriverse of Peace“ fand in Zusammenarbeit mit dem ICI Berlin statt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Soundcloud. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.