Der Politikwissenschaftler Sandro Mezzadra untersucht in seiner Arbeit die sich wandelnden Landschaften zeitgenössischer sozialer Bewegungen in Europa. In seinem Vortrag auf der „Pluriverse of Peace“-Konferenz reflektiert er über die jüngsten Mobilisierungen in Italien – von politischen Generalstreiks bis hin zu Student*innenbesetzungen – und zeigt auf, wie feministische, ökologische und Antikriegsbewegungen neue Formen kollektiven Handelns und politischer Subjektivität hervorbringen. Ausgehend von Debatten über aktuell entstehende Kriegsregime plädiert er dafür, das Konzept des Übergangs wieder aufzugreifen. Anstatt es als technokratischen Fahrplan zu betrachten, schlägt er vor, es als offenen Horizont zu betrachten, der eine Alternative zum apokalyptischen Ton bietet, der einen Großteil des heutigen Aktivismus prägt. In seinem Vortrag untersucht Mezzadra diese Idee und greift die Frage des Übergangs zum Kommunismus als strategischen Ansatz für aktuelle Kämpfe wieder auf.
Der Vortrag wurde für die „Pluriverse of Peace“-Konferenz konzipiert und am Donnerstag, dem 16. Oktober, gehalten. Er basiert lose auf Sandro Mezzadras Beitrag zur „Pluriverse of Peace“-Textserie. Der Eröffnungstag der BG-Konferenz „Pluriverse of Peace“ fand in Zusammenarbeit mit dem ICI Berlin statt.