• Amerika oder Russland? Die Zukunft Europas in Deutschlands Händen

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    Die Schuld an den fortwährenden Unruhen in der Ukraine liegt laut westlicher Medienlandschaft fast ausschließlich bei Russland. Wichtige Zusammenhänge, etwa in Bezug auf das Kriegsgeschehen oder den Absturz der MH 17 bleiben indes im Dunkeln. Zufall? Oder unterwirft sich Deutschland der Russlandpolitik US-Amerikas? Soziologin und Berliner Gazette-Autorin Yana Milev nimmt eine russische Perspektive ein.

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    Der Report entsteht im Verlauf von einem halben Jahr, etwa mit dem Beginn der Anti-Terror-Operation (ATO), auch Strafexpedition genannt, der Kiewer Armee gegen das von Kiew abtrünnig gewordene Donbass-Gebiet in der Ostukraine, der Zone jener so genannten prorussischen Separatisten, welche als Ausdruck ihrer Unabhängigkeit von Kiew die Donezker und Lugansker Volksrepubliken gründeten, seit April 2014 also bis zum Oktober 2014, bis aus den ursprünglich geplanten Wochen einer ethnischen Säuberung Monate des Krieges wurden.

    Der Bericht endet vorläufig in der 7. Woche (43. KW) einer umstrittenen Waffenruhe, die immer wieder durch die Angriffe der Kiewer Armee und Nationalgarde, sogar unter Einsatz von Streu- und Phosphorbomben, gebrochen wurde und in schweren Gefechten mündete. Die Infografik von Ria Novosti zeigt zum Zeitpunkt der vorläufigen Beendigung des vorliegenden Reports den Verlauf der Gefechtslinie, die Stellungen der Bataillone, die von der ukrainischen Armee eingenommenen Gebiete der autonomen Republiken Donezk und Lugansk, die Orte der Massengrabfunde, sowie die Opferzahl, die dieser Krieg im Verlauf eines halben Jahres forderte: die Zahl der Toten und Verletzten, der Russland-Flüchtlinge, der Binnenflüchtlinge, der Internally Displaced People (IDP), die während der Angriffe temporär nach Russland flüchteten und wieder zurückkamen.

    Exakte Anzahl der Todesopfer unbekannt

    Dennoch ist auch die Auswertung dieser Infografik nicht vollständig, da es sich vor allem bei den zivilen Toten um UN-Angaben handelt. Die Zahl der Todesopfer unter den Zivilisten liegt laut regionalen Erhebungen etwa doppelt so hoch, sodass von etwa 6000 Zivilopfern gesprochen wird. Zudem fehlt die Angabe der Toten in den Massengräbern. Auch die Zahl der Opfer in den Reihen der Opoltschenzi scheint nicht den Tatsachen zu entsprechen und liegt laut Aussagen von Beteiligten weitaus höher. In jedem Fall muss also die Dunkelziffer bedacht werden, hernach es sich um bis zu 50.000 und mehr Tote handelt, die dieser Angriffskrieg der Kiewer Regierung gegen Novorossia seit einem halben Jahr fordert.

    Dabei sind die größten Opfer bei der Nationalgarde, den Bataillonen der Kiewer Clans und der ukrainischen Armee auszumachen. Eine erschreckende Absurdität die bar jeglichen Verstehens bleibt, wie eine Regierung ihre eigenen Männer in die Wehrpflicht zwingt, die dann militärisch und physisch nicht ausgebildet als Kanonenfutter an der Heimatfront in einem künstlich erschaffenen Feindland enden. Der Generalsekretär der FIR, Ulrich Schneider, fasst in der Pressemitteilung vom 14. Juli die Mittäterschaft Europas und Deutschlands am Bürgerkrieg in der Ukraine wie folgt zusammen:

    „Dieses Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung ist möglich, da die Regierungen der USA und der EU, die noch im Mai Sanktionen im „Minutentakt“ gegen Russland verkündet haben, weil dieses Land angeblich die Separatisten gefördert habe, nun in Tatenlosigkeit verharren und damit die Massaker faktisch tolerieren“

    Ohne Zweifel sind diese toten, vermissten, verletzten und massakrierten Menschen nicht „Putins Tote“, wie die Schlagzeilen im Juli 2014 im Zusammenhang mit dem Abschuss der Boeing MH17 suggerieren, sondern es sind die Toten der ukrainischen Übergangsregierung Poroshenkos, die gemäß dem US-Masterplan und dem Plan der Oligarchen, die Ukraine als Schachbrett für einen Wirtschaftskrieg zu annektieren, als Kollateralschaden einkalkuliert wurden.

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    Es sind die Toten von Europa, einer EU, die sich als Handlanger der US-Aministration hergibt, allen voran Deutschland, zur erfolgreichen Durchsetzung des Wirtschaftskrieges in der Ukraine und gegen Russland. Und es sind die Toten der Leitmedien des Westens, der deutschen Leitmedien, die diesen Krieg leugnen, sowohl den Wirtschaftskrieg, als auch den Bürgerkrieg und erst recht die Opfer, die dieser Krieg mit sich bringt. Wenn es eine Anklagebank gäbe, die nicht von den USA korrumpiert wäre, müsste sich für diesen Krieg das Personal der europäischen und amerikanischen Zentralbanken, der amerikanischen Regierung, der NATO, der EU, des IWF und Deutschlands verantworten. Auch hier wären die Chefredakteure der Qualitätsmedien als Mittäter zu nennen.

    Das von den Medien totgeschwiegene Komplott

    Vier Tage nach dem Absturz der MH17 am 17.07.14 hat das Russische Verteidigungsministerium am 20.07.14 eine Analyse veröffentlicht, die sehr stichhaltig belegt, dass Russland nicht in den Abschuss involviert ist. Die Analyse wurde im Netz publik gemacht, als auch in einer offiziellen Depesche nach Washington und nach Malaysia geschickt.

    Am 7.8.14 veröffentlicht der malaysische Geheimdienst, dass die MH17 durch ein Gewehrfeuer abgeschossen wurde, was den Angaben des Russischen Verteidigungsministeriums entspricht.
    Weiterhin bestätigt am 1.8.14 der OSZE-Beobachter Michael Bociurkiw, das die MH 17 durch Gewehrfeuer zum Absturz gebracht wurde und eben nicht, wie in den gleichgeschalteten Medien behauptet wird, durch ein BUK-Boden-Raketenwerfer.

    Am 7.8.14 schreibt Epoch Times ebenfalls, dass der Westen nicht an Aufklärung interessiert ist, obwohl Michael Bociurkiw, “ein ukrainisch-kanadischer OSZE-Beobachter, (dass er) am Wrack der MH17 maschinengewehrartige Einschüsse und keinerlei Spuren eines Raketenabschusses gesehen habe”. Es bleibt eine False Flag OP, die den Russen die Schuld in die Schuhe schiebt, um endlich den Krieg gegen Russland führen zu können, was wahrscheinlich in erster Hinsicht die Totale Aufrüstung der NATO heißt und die totale Isolation RU, sowie Grenzkrieg zwischen der Ukraine und Russland zur Durchsetzung der NWO-Pläne, nämlich des Ressourcenkrieges gegen Russland.

    Interessant ist, dass der Abschuss ein Giga-Geschäft an den Finanzmärkten einbrachte. In Anbetracht der Staatsschuldenkrise und des Haushaltnotstands in den USA, war dies ein Bargain. Auf Wikipedia steht dazu: 
“Als Absturzursache wird der Abschuss durch eine Flugabwehrrakete im Zusammenhang mit der Krise in der Ukraine angenommen. Eine Flugunfalluntersuchung durch Experten aus der Ukraine und den Heimatländern der Opfer hat begonnen. Das Absturzgebiet ist umkämpft, wodurch die Bergungsarbeiten und Ermittlungen vor Ort erschwert sind; seit dem 7. August ruhen sie ganz“.

    Ein Staatsgeheimnis wie 9/11?

    Das ist insofern atemberaubend, als dass die niederländische Regierung den Bericht im September vorlegen wollte, die Untersuchungen aber bereits abgeschlossen waren. Es wird mittlerweile vermutet, dass eine „Wahrheit“ den Antiterrorkrieg (ATO) der NATO in der Ostukraine gefährden könnte. Am 30.08.14 darf in der „Huffington Post“ die Aussage von Ron Paul gelesen werden, Mitglied der Republikanischen Partei, 
welche er auf seinem Blog „Voice of Liberty“ gepostet hat. Paul geht davon aus, dass seiner Meinung nach die USA ganz genau weiß, was am 17.07.14 mit der MH17 passiert ist und dass die Ereignisse im Verborgenen gehalten werden, ein Staatsgeheimnis also, wie das von 9/11.

    Jedenfalls wurde zwischenzeitlich am 29.07.14 folgendes bekannt gegeben: „Ukrainischer Pilot gibt Abschuss von MH17 zu. Letztendlich war der Druck doch zu groß. Der Pilot der ukrainischen SU-25, die in der Präsentation des russischen Generalstabs gezeigt wurde, gab gestern zu, das Flugzeug mit seiner Bordkanone flugunfähig geschossen zu haben. Übereinstimmend wurden dazu Fotos der abgestürzten Boing gezeigt, die klare Einschlaglöcher von Maschinengewehreinsatz belegen.“

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    In den Leitmedien liest man bis heute nichts von diesen Zusammenhängen. Am 22. Oktober 2014 veröffentlich der Sender „Russia Today“ einen ersten kohärenten, zusammenhängenden Bericht, aus etlichen Beweismaterialien zusammengestellt, die mit der Logik des Reports des Russischen Verteidigungsministeriums vom 20.07.2014 absolut übereinstimmt. Der Abschuss der Boing MH17 ist eine geplante Auftragsunternehmung, die von Kiew ausgeführt wurde, mit dem Ziel, Russland eine definitive Kriegsschuld zuzuschieben: die Schuld am ukrainischen Bürgerkrieg und die Schuld an einem neuen Kalten Krieg.

    Putins Valdai-Rede von einer neuen Weltordnung

    Am 24.10.2014 hielt Wladimir Putin eine wegweisende Rede auf dem 11. Treffen des Valadai-Clubs in Sotschi. Wegweisend war die Rede deswegen, weil sie trotz scharfer Kritik am US-amerikanischen unipolaren Regierungskonstrukt, keine Anklagerede war, sondern eine Aufforderung zur Kooperation. Der „Valadai International Discussion Club“ wurde 2004 auf Initiative der Presseagentur Ria Novosti, des Rats für Außen- und Abwehrpolitik Russlands, des Rats für Internationale Angelegenheiten Russlands, des Moskauer Staatlichen Instituts für Internationale Beziehungen (Universität) und der National Research University gegründet und nach dem See Valdai, etwa 180 km südöstlich von Sankt Petersburg, wo das erste Treffen stattfand, benannt.

    Der Inhalt der Rede fokussiert auf die Untauglichkeit einer unipolaren Welt, wie sie von den USA angestrebt wird, weiterhin auf eine Kritik der Sanktionspolitik des Westens, auf ein Richtigstellung der Interessen Russlands und auf die Orientierung eines globalen Gleichgewichts, das dem vorherrschenden globalen Chaos entgegenwirkt – auf eine neue Weltordnung, welche sowohl die Souveränität einzelner Staaten, wie auch Partnerinteressen berücksichtigt und nicht übergeht. Michail Gorbatschow sagt zur Valdai Rede Putins: „Die Rede war erschütternd. Ich glaube, dass es ein solches Statement seit der ganzen Zeit der Regierung Putins nicht gegeben hat. Vielleicht deshalb, weil die (aktuelle) Situation dies fordert. In den Hauptzügen bin ich mit allen Gedanken einverstanden, die er geäußert hat.“

    Da aber der Krieg das Ziel der Ukraine-Investoren ist, also die Isolation Russlands von Europa und die vernichtende Bekämpfung zwischen der Ukraine und Russland, die stellvertretend im Donbass als Strafaktion stattfindet, als inszenierte Doppelstrafe für Russland, um es zu schwächen und die Auslöschung der Russen im Donbass um die Frackingindustrie problemlos zu installieren, werden diese von ihrem Geschäftsplan nicht ablassen. Ein Tag vor der Valdai-Konferenz in Sotschi veröffentlicht die FAZ ein Soros-Pamphlet, in dem dieser Europa zum Durchhalten, ja zum Aufwachen aufruft und mahnt, den Kurs nicht zu verfehlen, der bisher in der Ukraine eingeschlagen wurde.

    Für Europa gibt es nun zwei Wege, entweder es stirbt mit Amerika – oder es lebt mit Russland!

    Anm.d.Red.: Mehr Texte zum Thema in unserem Dossier EUROPAKRISE. Die Fotos im Text stammen von Mario Sixtus und stehen unter einer Creative Commons Lizenz. Sie sind Teil seines Foto-Projekts NO FACE.ES.


3 Kommentare zu Amerika oder Russland? Die Zukunft Europas in Deutschlands Händen

  • Mahner Yilev am 15.12.2014 16:26
    Großartig! Die Berliner Gazette auf dem Weg zum Satire-Magazin...
  • André am 15.12.2014 16:59
    "Angriffskrieg der Kiewer Regierung" - wie kann ein Land auf seinem eigenen Territorium einen Angriffskrieg führen?

    "Es sind die Toten von Europa, einer EU, die sich als Handlanger der US-Aministration hergibt, allen voran Deutschland, zur erfolgreichen Durchsetzung des Wirtschaftskrieges in der Ukraine und gegen Russland."

    Wieso? Woraus ergibt sich denn das?
  • Mark Tschapajew am 16.12.2014 18:39
    @Andre
    Das ergibt sich allein schon aus dem Kontext diverser politischer Vorgänge, die Sie wohl ignorieren. Ich könnte zig Beispiele anführen. Zum Beispiel Bidens Aussage er habe die EU und allen voran die Kanzlerin zu den Sanktionen genötigt.
    Oder die Vorgaben der USA durch den IWF, dass Ukraine nur dann weiter Kredite bekommt, wenn es den Donbass mit den Schiefergas-Vorkommen zurückerobert, die schon an Bidens Sohn verkonzessiert sind. Lesen Sie keine Zeitung?

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