• Philosophie des Berliner Gazette e.V.

    Wie kann man Menschen heute aus ihren ‘Höhlen’ locken? Wie kann man sie aus ihren Lebenswelten und Teilöffentlichkeiten, Klubs und Cliquen, Einflussspähren und Arbeitsbereichen – also aus ihren privaten und beruflichen, sozialen und kommunikativen Routinen hervortreten lassen und grenzübergreifend zusammenbringen? Zum Beispiel mit Medien. Sie haben jedenfalls das Potenzial dazu. Der Daseinsgrund des Berliner Gazette e.V. besteht darin, dieses Potenzial der Medien zu aktivieren.

    Das Internet ist in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung. Immer mehr Menschen haben Zugang zu diesem Medium. Und somit Zugang zu Prozessen im Zeichen der weltweiten Vernetzung und Digitalisierung, welche nicht nur die Medienlandschaft, sondern auch die Gesellschaft grundlegend verändern. Im 20. Jahrhundert dienten primär Massenmedien als Räume der Kommunikation und Reflexion einer Gesellschaft. Die großen Zeitungen und vergleichbare Instanzen (u.a. öffentlich-rechtlicher Rundfunk) können diese integrative Funktion zu Beginn des 21. Jahrhunderts kaum noch überzeugend erfüllen. Sie verlieren zusehends das Vertrauen der Massen, die sich zunehmend kleinen, digital-vernetzten Medien zuwenden. Medien, die intim, dialogisch und durchlässig sind.

    Wie aber können solche Medien eingesetzt werden, um über ihren jeweiligen Tellerrand hinaus Interessen der gesamten Gesellschaft zu reflektieren? Diese Frage führt den Berliner Gazette e.V. dazu, wegweisende Funktionen der Medien im Zeitalter des Internet zu analysieren und in der Praxis zu erproben. Der gemeinnützige und überparteiliche Verein flicht im Zuge dessen soziale Netzwerke – offline sowie online, lokal sowie global.