• Philosophie des Berliner Gazette e.V.

    Wie kann man Menschen heute aus ihren ‘Höhlen’ locken? Wie kann man sie aus ihren Lebenswelten und Teilöffentlichkeiten, Klubs und Cliquen, Einflussspähren und Arbeitsbereichen – also aus ihren privaten und beruflichen, sozialen und kommunikativen Routinen hervortreten lassen und grenzübergreifend zusammenbringen? Zum Beispiel mit Medien. Sie haben jedenfalls das Potenzial dazu. Der Daseinsgrund des Berliner Gazette e.V. besteht darin, dieses Potenzial der Medien zu aktivieren.

    Das Internet ist in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung. Immer mehr Menschen haben Zugang zu diesem Medium. Und somit Zugang zu Prozessen im Zeichen der weltweiten Vernetzung und Digitalisierung, welche nicht nur die Medienlandschaft, sondern auch die Gesellschaft grundlegend verändern. Im 20. Jahrhundert dienten primär Massenmedien als Räume der Kommunikation und Reflexion einer Gesellschaft. Die großen Zeitungen und vergleichbare Instanzen (u.a. öffentlich-rechtlicher Rundfunk) können diese integrative Funktion zu Beginn des 21. Jahrhunderts kaum noch überzeugend erfüllen. Sie verlieren zusehends das Vertrauen der Massen, die sich zunehmend kleinen, digital-vernetzten Medien zuwenden. Medien, die intim, dialogisch und durchlässig sind.

    Wie aber können solche Medien eingesetzt werden, um über ihren jeweiligen Tellerrand hinaus Interessen der gesamten Gesellschaft zu reflektieren? Diese Frage führt den Berliner Gazette e.V. dazu, wegweisende Funktionen der Medien im Zeitalter des Internet zu analysieren und in der Praxis zu erproben. Der gemeinnützige und überparteiliche Verein flicht im Zuge dessen soziale Netzwerke – offline sowie online, lokal sowie global.

  • Vorstand des Berliner Gazette e.V.

    Florian Kosak, Jahrgang 1983, Studium der Betriebswirtschaftslehre an der SRH Hochschule Berlin. Erfahrungen im Bereich des Veranstaltungsmanagements und E-Commerce. 2004-2008 Projektmanager bei einer Berliner Agentur für Eventmarketing. Seit 2005 Chief Executive Officer (CEO) eines Online-Dienstleisters für Ticketing. Ehrenamtlich Geschäftsführer des Berliner Gazette e.V.

    Krystian Woznicki, Jahrgang 1972, Studium der Islam- und Asienwissenschaften und Hispanistik an der Humboldt Universität Berlin. Erfahrungen als Kurator, Autor, Redakteur, Dozent. 1995-1998 Tokio-Korrespondent bei Spex. 1997 Kurator des „Young Japanese Cinema“ Festivals am Filmmuseum Antwerpen. 2002-2005 Ko-Herausgeber einer Reihe von Readern im Zeitungsformat bei etc-publications. Autor von Büchern zur Globalisierung. Zuletzt erschien von ihm „Abschalten“ (2008) und „Wer hat Angst vor Gemeinschaft? Ein Dialog mit Jean-Luc Nancy“ (2009). Ehrenamtlich Vorstandsvorsitzender des Berliner Gazette e.V.

  • Ehrenamt im Berliner Gazette e.V.

    Sarah Curth, Jahrgang 1989, Studium der Deutschen Literatur und der Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin (HU). Verfasst Artikel für unterschiedliche Online-Medien, u.a. für den Reiseblog SpottedByLocals. Betreibt den Weblog lotterliebe. Leitet am Institut für Deutsche Literatur der HU ein Tutorium zum Thema „Vernetzt schreiben – Theorie und Praxis neuer Publikationsformen im Internet“. Bekleidet seit 2009 ein Ehrenamt im Berliner Gazette e.V. Redakteurin und Autorin der Berliner Gazette.

    Karsten Heller, Jahrgang 1970, Studium des Kommunikationsdesigns an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Aktivitäten im Bereich der Fotografie, Gestaltung und Buchherstellung. Ko-Gründer der Berliner Agentur DiG Design, im Rahmen dessen u.a. verantwortlich für das Design am Centraltheater Leipzig. Seit 2003 Ko-Inhaber des unabhängigen Kunst- und Theorie-Verlags Diamondpaper. Bekleidet seit 2001 ein Ehrenamt im Berliner Gazette e.V. Designer diverser Kommunikations- und Werbeträger.

    Caspar Clemens Mierau, Jahrgang 1978, Studium der Medienkulturwissenschaft an der Bauhaus-Universität Weimar. Erfahrungen im Bereich der Technikberatung, Programmierung, Online-Publizistik sowie der Vermittlung von Wissen und Know How auf technisch-kulturwissenschaftlichen Feldern. Engagements in Organisationen zur Pflege der digitalen Kultur (c-base e.V. und ubuntu Deutschland e.V.). Betreibt den Weblog leitmedium.de. Bekleidet seit 2008 ein Ehrenamt im Berliner Gazette e.V. Technischer Redakteur und Autor der Berliner Gazette.

    Lena Posingies, Jahrgang 1982, Studium der Germanistik und Amerikanistik an der Technischen Universität Berlin und an der Humboldt Universität Berlin. Erfahrungen im Bereich des Kulturjournalismus’ sowie der Sprach- und Kulturvermittlung. Zwischenstationen bei der Wochenzeitung Sud Ouest Dimanche in Bordeaux, beim Goethe-Institut Togo in Lomé und beim Cornelsen Verlag in Berlin. Bekleidet seit 2006 ein Ehrenamt im Berliner Gazette e.V. Redakteurin der Berliner Gazette.

    Anton Scholz, Jahrgang 1987, Studium der Anglistik und Geschichte an der Universität Potsdam. Interessen im Bereich Tourismus, Politik und Geografie. Einjähriger Auslandsaufenthalt in den USA. Seitdem Recherchereisen in Europa, Asien, Nahost und Nordafrika. Bekleidet seit 2008 ein Ehrenamt im Berliner Gazette e.V. Koordinator der Öffentlichkeitsarbeit; Autor der Berliner Gazette.

    Magdalena Taube, Jahrgang 1983, Studium der Neueren Deutschen Literatur und Anglistik/Amerikanistik an der Humboldt Universität Berlin. Erfahrungen im Bereich (Online-)Journalismus. 2007-2009 Leiterin des Ressorts Kultur und Medien bei du-machst.de, dem Portal des Aktionsprogramms für mehr Jugendbeteiligung des Bundesfamilienministeriums. Seit 2009 Redaktionsleitung der Kulturdatenbank des Kulturportal Deutschland. Ehrenamtlich Redaktionsleiterin der Berliner Gazette.

    Michael Taube, Jahrgang 1987, Ausbildung zum Erzieher am Pestalozzi-Fröbel-Haus in Berlin. Erfahrungen und Engagements im Bereich der sozialen Bewegungen (u.a. Tierrecht, Datenschutz) sowie im Bereich der Gestaltung und Fotografie. Bekleidet seit 2007 ein Ehrenamt im Berliner Gazette e.V. Bildredakteur und Autor der Berliner Gazette.

    Fabian Wolff, Jahrgang 1989, Studium von Deutsch und Englisch an der Humboldt Universität Berlin. Langjähriger Redakteur beim Berliner Jugendkulturmagazin Ätzettera, stellv. Redaktionsleiter von Brennpunkt F! und Mitbegründer des Online-Magazins drifter. Interessen in den Bereichen Hoch- und Popkultur sowie Totalitarismusforschung. Spricht fließend Hebronisch. Bekleidet seit 2009 ein Ehrenamt im Berliner Gazette e.V. Redakteur und Autor der Berliner Gazette.

  • Arbeitsweise des Berliner Gazette e.V.

    Die Arbeitsweise des Berliner Gazette e.V. steht im Zeichen der Kooperation. Um seine ambitionierten Projekte verwirklichen zu können, geht der gemeinnützige Verein sowohl temporäre als auch langfristige Partnerschaften ein. Partner können Initiativen, Orte der Freien Szene, Verlage, politische und kulturelle Stiftungen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, sowie staatliche Behörden, Kulturinstitute und Unternehmen sein. Der Vorstand des Berliner Gazette e.V. entwickelt inhaltliche sowie operative Konzepte und koordiniert die Zusammenarbeit.

    Bisherige Partner des Berliner Gazette e.V. waren u.a.: Berliner Gesellschaft für Neue Musik e. V., Bundeszentrale für politische Bildung, Diaphanes Verlag, filesharing, Freie Universität Berlin, General Public, German Theater Abroad, Haus Schwarzenberg e.V., Heinrich-Böll-Stiftung, Humboldt Universität Berlin, Italienisches Kulturinstitut Berlin, iq consult, Media Arts Lab/Künstlerhaus Bethanien, Mediamatic Stiftung, neue berliner initiative (nbi), Sophiensaele, Stiftung kulturserver.de gGmbH, Suhrkamp Verlag, transmediale, transversale, transcript Verlag, University of Hokkaido, uqbar, urban drift.

    Darüber hinaus werden die Aktivitäten des Berliner Gazette e.V. von Förderern (u.a. Kulturstiftung des Bundes, Projektfonds kulturelle Bildung) und Sponsoren (u.a. FRED, Get Digital, Multitask. Gesellschaft für Eventmarketing) unterstützt.

    Auf der Basis seiner zehnjährigen Erfahrung erweitert der Berliner Gazette e.V. künftig seine Arbeitsweise um eine neue Facette: Er bietet seine Kompetenzen, die er an den Schnittstellen von Medien, Kultur und Bildung erworben hat, neuerdings auch als Beratungs- und Dienstleistung an. Letzteres speziell im Rahmen seines Seminarprogramms. Anfragen dazu bearbeitet der Vorstand des Berliner Gazette e.V.

  • Formate des Berliner Gazette e.V.

    Der Berliner Gazette e.V. verknüpft unterschiedliche mediale Formate miteinander. Der gemeinnützige Verein gibt mit dem digitalen Mini-Feuilleton berlinergazette.de ein unabhängiges und unkommerzielles Medium heraus, organisiert Symposien, lanciert Initiativen, editiert Anthologien und bietet Seminare an.

    All diese Formate sind hochgradig durchlässig und dialogreich. Der Berliner Gazette e.V. bezieht dabei die Position eines Moderators, welcher Rahmenbedingungen zur Partizipation, Kommunikation und der Bildung von Öffentlichkeit schafft. Die Formate werden im Zuge dessen zu sowohl technischen als auch diskursiven Werkzeugen.

    Die Formate als Werkzeuge verstanden, ermöglichen es einer heterogenen Gruppe von Menschen, eigene Erfahrungen, Ansichten und Probleme zu verarbeiten und in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Wer möchte, kann auf diese Weise aktiv an den großen Debatten unserer Zeit teilnehmen und in sie eingreifen. Das bedeutet: Die Formate des Berliner Gazette e.V. werden nicht nur für Medien-NutzerInnen, sondern auch in einem hohen Maß von ihnen selbst gemacht.

    Symposium, “Weiche Macht”, General Public, September 2008