EINBRUCH DER DUNKELHEIT
Wie sehen politisch emanzipatorische Gegenstrategien zu den Kontrollmechanismen der Sicherheitsgesellschaft aus? Bedarf es einer stärkeren demokratischen Kontrolle von Schutzräumen? Ist das Verlangen nach Privatheit lediglich regressiver Eskapismus oder kann es tatsächlich in die Freiheit führen? Wie sind neue Formen von Privatheit mit digital gestützten Praktiken politischer Partizipation vereinbar? Was sollte man als Bürger tun? Diese Fragen standen bei der internationalen Konferenz Einbruch der Dunkelheit im Raum. Auf Einladung der Kulturstiftung des Bundes stritten darüber Philosophen, Künstler, Soziologen und Programmierer auf drei Bühnen. Sie reflektierten damit die wachsende Skepsis gegenüber einer rund um die Uhr in allen Lebensbereichen betriebsamen Sicherheitsgesellschaft und erkundeten verbleibende oder zu erkämpfende Freiheitsräume. Die Konferenz wurde vom Team der Berliner Gazette kuratiert. An dieser Stelle veröffentlichen wir eine Auswahl von Texten, die im Rahmen des Projekts entstanden sind.