• Super-Sauna-Kino

    Gleich eingangs zugegeben: Dieser Eintrag laeuft nicht wirklich auf einen Tipp zum Selbermachen hinaus. Denn so ein Super-Sauna-Kino ist schon ein etwas komplexeres Projekt – und in diesem Fall geht es erst daher erst einmal um die Wuerdigung eines grossartigen Prototypen, dessen wir ansichtig werden konnten. Und zwar in Frankfurt, wo dieser Tage ein ganzer Trupp is- bzw. nordlaendischer KuenstlerInnen die Szene aufgemischt hat.

    Leider nur einen einzigen Abend lang gab es im und um den Bunker Installationen, Videos, Performances, Konzerte. Alles spannend und insgesamt ziemlich grossartig. Besonders aber besagtes Sauna-Kino.

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    Eigentlich eine Installation der Gebrueder Seppo Renvall und Markus Renvall aus Finnland, im Gaertchen hinter dem Bunker und der benachbarten kleinen Gaststaette, die gewoehnlich Hafenarbeitern und Fernfahrern (sowie allen, die es bodenstaendig moegen) Atzung bietet. Von Fern betrachtet sah das Ganze erstmal nach Gartenparty aus: Bunte Lichter auf Diskokugeln, die sich zu Elektro drehten. Mittendrin eine Apparatur, die einen (auch fuer sich schon feinen) Experimentalfilm auf einem kleinen Bildschirm zeigte sowie in beeindruckender Monumentalitaet an die Rueckwand des Bunkers warf. Sowie eine zweite Projektion, ein im Schwimmbad aufgenommenes Unterwasservideo mit einem Pas de Deux.

    Dieser wurde von einer eleganten Badenixe und einem etwas korpulenteren Badenixerich (wie sich im Gespraech herausstellte: dem einen der beiden Kuenstler) bestritten – alles zu sehen auf der Wand einer ephemeren Konstruktion aus Latten und milchigweissen Plastikfolien, die erst einmal nach Gartenzelt aussah. Dazu einige Gartenstuehle, um sich zur Sichtung von Film und Video bequem niederzulassen. Theoretisch – praktisch wirkten dem die naechtens zunehmend frostigen Temperaturen tendenziell entgegen, indes die Sichtung der Filme dann doch so fesseln konnte, dass man bereitwillig an Ort und Stelle Mund auf Augen auf zum Eissaeulchen erstarrte.

    Aber eben Letzteres musste mitnichten sein. Denn das vermeintliche Gartenzelt entpuppte sich tatsaechlich als: Sauna! Mittendrin der obligate Ofen mit gluehenden Steinen, diese zuenftig benetzt – und ergo ein Hort wohligster, zeitweise von Dampfschwaden durchzogener Waerme, wie es sich gehoert. Flauschige Bademaentel und Handtuecher fanden sich ebenso bereitgestellt wie Wasserbottiche fuer die Erfrischung danach. Wobei die angesichts der Aussentemperaturen natuerlich auch einfach per Luftbad abzuholen war. Und eben dazu drinnen wie draussen Kino. Toll.


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