• Sie sind unter uns

    Die global aliens sind fuer einen Zwischenstopp in Berlin. KuenstlerInnen und TheoretikerInnen treffen sich gerade fuer den Congress of Cultures im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, um Mechanismen der Globalisierung in einer Ausstellung mit Workshops zu hinterfragen.

    Die Installation You are not here von Mushon Zer-Aviv beispielsweise, entlarvt den gewohnten touristischen Blick auf oeffentliche Stadtplaene, der mit Freizeit oder Urlaub gekoppelt ist und fuehrt die Betrachter auf der Suche nach dem roten Standortpunkt an Orte wie Bagdad oder Gaza. Dieser Perspektivenwechsel ist ein erster Schritt auf dem Weg, ein gobal alien zu werden.

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    Interaktiv wird es im Transformationsraum von Thorbjoern Reuter Christiansen, wo es unendlich viele Spiegelbilder der eintretenden Personen gibt und ein Theremin. Jede Bewe- gung der Personen im Raum, wird per Kamera in ein kleinen Fernseher uebertragen, der an einem anderen Ort der Ausstellung steht – was man beim Eintritt nicht weiss. So kann der Transformationsprozess weder beeinflusst noch manipu- liert werden. Ein Dauerzustand fuer global aliens und Grundthema der Ausstellung: Wie wird das so genannte Fremde in verschiedenen Laendern erlebt und diskutiert?

    Ein Leuchtschild laedt in den Multi-faith prayer room ein und besticht mit Humor und vordenkerischer Qualitaet fuer einen pragmatischen Ansatz in der Religionsdebatte: ein Raum fuer alle. Die quer ueber den Globus stattfindende Kommunikation der global aliens klebt an den Waenden und dokumentiert das, was sonst zu weiten Teilen im Aether stattfindet. Die Formen des Dialogs oder Trialogs haben ausgedient, es wird der Multilog gezeigt. Wer das nicht kann, ist nur ein local alien. Irgendwann sollte es auch dem Langsamsten daemmern: transkulturelle Reibungsflaechen erzeugen Spannungen und Elektrizitaet fuer neue Utopien und Denkweisen.


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