Der Berliner Gazette e.V. entwickelt regelmäßig Seminar-Angebote, um seine langjährigen Erfahrungen systematisch weiterzugeben. Die Vermittlung von Medienkompetenz rückt hier in den Mittelpunkt. Es geht sowohl um die Funktionsweise von Medien als auch um ihre Inhalte und soziale Dynamik. Zielgruppe der Berliner Gazette Seminare sind so genannte MedienwechslerInnen sowie angehende beziehungsweise junge PublizistInnen, PressesprecherInnen und WerbetexterInnen, aber auch andere Kreative, die sich für das wortbasierte Medienmachen unter digital-vernetzten Bedingungen interessieren.
  • Bottom-up & Open: Theory and Practice of Innovative Citizen-Journalism

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    Now that journalism has entered a digital era, programmers become more important. They pave the way of this development. But not alone. They work in cooperation with journalists. Together they develop new participatory formats that benefit from collaborative and open principles. Together they find audience-friendly solutions for the processing of increasingly large masses of data. Yet, as groundbreaking as this liaison may be, over the last 20 years it has not lost its avantgarde appeal. bottom-up & open (#buo)* explores its potential as a standard for collaboration involving the citizens of the world. weiterlesen »

  • Selbstorganisation der Kreativen. 5 Schritte

    Heute unsere Freiheit, morgen unser Überleben: Ständig steht unser Platz in der Gesellschaft auf dem Spiel. „Kreative“ – was tun? Selbstorganisation ist das Gebot der Stunde! Mach dein eigenes BQV! Hier eine Anleitung – in fünf Schritten.

    Schritt I. Wer sind deine Zeitgenossen?

    Braucht das BQV Experten? Wir sagen: Ja! Aber wir fügen hinzu: Jeder kann Experte sein – Experte seiner selbst. Jeder hat einmalige Erfahrungen gemacht. Wer aber ist bereit, sie zu teilen? Für uns, die wir in der „Kreativwirtschaft“ tätig sind, gilt: Wir müssen über den eigenen Tellerrand blicken. Es geht um grenzüberschreitende Verständigung über gemeinsame Probleme und Ziele. Hier eine Fotografin, dort ein Crowdfunding-Coach, hier ein Barmanager, dort eine Podcasterin, hier ein Performance-Künstler, dort eine Illustratorin. Und so weiter. Und darüber hinaus.

    Auf den Fotos sind die BQV-Experten vor dem Veranstaltungsort, Dr. Pong, zu sehen. Im Schaufenster hängt das zentrale Projektmotiv, Florian Reischauers „Grüner Anhänger“.

    Schritt II. Wo versammeln wir uns?

    OB Schuhmacherei, Schneiderei oder Bar: Als Austragungsort für ein BQV kommt so einiges in Frage. Es braucht weder eine besondere Ausstattung noch spezielle Technik. Wichtig ist, dass der Laden einen „toten“ Zeitraum hat, der eine Zwischennutzung möglich macht. Und natürlich ein Ladenbesitzer, der mit sich reden lässt. Wir haben uns letztendlich für eine Tischtenniskneipe entschieden: Dr. Pong! Sie wird seit gut zehn Jahren vom Künstler und Unternehmer Oliver Miller in der Eberswalder Str. 21 betrieben.

    Auf den Fotos sind Läden im Prenzlauer Berg zu sehen. Die letzten beiden Aufnahmen zeigen die Tischtenniskneipe Dr. Pong.

    Schritt III. Wie eignen wir uns den Ort an?

    Die Tischtenniskneipe Dr. Pong öffnet normalerweise um 20 Uhr. Davor kann das BQV rund 12 Stunden lang öffnen. Die Tischtennisplatte ist schnell zusammengeklappt und im Stauraum untergebracht. Der frei gewordene Raum avanciert zur Bühne für kreative Prozesse, für Workshops und Performances. Eine modulare Installation des Künstlers Johannes Paul Raether steckt den ästhetischen Rahmen ab – rote Fahnen, Symbole des kreativen Kommunismus, die bei Inbetriebnahme des BQV ausgeklappt werden.

    Alle Fotos oben zeigen den Innenraum des Dr. Pong: einerseits mit Tischtennisplatte – vor der Umgestaltung in das BQV; andererseits mit den roten Fahnen des BQV: der erste Workshop am 19.6. (unten links) und die Eröffnungsperformance von andcompany&Co. „Creatives Like Us“ (unten rechts).

    Schritt IV. Machen wir Stammtisch? Seminar? Atelier?

    So locker wie am Stammtisch, so konzentriert wie im Seminar und so kreativ wie im Atelier: Diese inspirierende Atmosphäre ergibt sich im BQV von selbst. Vorausgesetzt, es gibt keinen Frontalunterricht, sondern gleichberechtigten Austausch auf Augenhöhe – ohne eine starre Trennung zwischen künstlerischen, journalistischen und wissenschaftlichen Einlassungen. Crossover rules!

    Das Foto oben zeigt Johannes Paul Raether bei seiner Performance Lecture im BQV. Die Fotos darunter zeigen Situationen in den Workshops und Performances des BQV.

    Schritt V. Wie halten wir unsere Ideen fest?

    Die besten Ideen entstehen häufig im Gruppengespräch. Doch die Entstehung will dokumentiert und die Ideen selbst in irgendeiner Form festgehalten werden. Graphic Recording, also visuelles Protokollieren von Diskussionen und kreativen Prozessen, kann dabei enorm hilfreich sein. Man braucht dazu nicht unbedingt eine Ausbildung als Illustrator, ganz sicher aber eine Wandfläche, Papier, Gaffa-Tape und Filzstifte. Bei geringem Abstand des Zeichners zu den Sprechern stimmt die Akustik. Das wiederum ermöglicht detailliertes Verfolgen aller Vorgänge und eine Übersetzung in die Sprache der Bilder. Verbildlichung bringt Sachen auf den Punkt. Gleichzeitig inspiriert sie uns, selber zu übersetzen: Denke ich in Bildern? Oder in Wörtern? Wenn ich eine (politische) Kampagne entwerfe, tue ich vermutlich beides.

    Gabriele Schlipf (Foto unten rechts) protokollierte gemeinsam mit Gabriele Heinzel alle Prozesse im BQV. Das Bild oben zeigt das Graphic Recording, das am 9. Juni im BQV entstand. Die Leitfrage des Tages war: „Was wollen wir vom Staat?“

    Anm.d.Red.: Die Fotos stammen von Sarah Curth, Leonie Geiger, Florian Reischauer und Andi Weiland.

  • Was für Bedingungen sollten Projekte schaffen, um selbstbestimmte Bildung zu ermöglichen?

    Foto von Andi Weiland (by-nc-sa)
    Was für Grundbedingungen sollten Projekte schaffen, um so etwas wie selbstbestimmte Bildung zu ermöglichen? Das „Labor für DIY-Bildung” hat sich provisorisch an der Beantwortung dieser zukunftsweisenden Frage versucht. Labor-Leiter und Berliner Gazette-Herausgeber Krystian Woznicki bilanziert – Presseschau inklusive. weiterlesen »

  • Medienkompetenz heute: „Man sollte wissen, wann draußen die Sonne scheint.”

    Foto von Andi Weiland (by-nc-sa)
    Sind Medien lediglich Werkzeug und Mittel zum Zweck? Oder sind sie mehr als das? Sollten wir die Werkzeuge durchdringen und im Falle des Falles selbst bauen können? Das waren im „Labor für DIY-Bildung” die Leitfragen des Moduls „Medienkompetenz heute”. Berliner Gazette-Gastredakteur David Pachali hat es geleitet. Hier sein Rückblick. weiterlesen »

  • Learning plays: Was haben Krieg, Wirtschaft und Bildung miteinander zu tun?

    Foto von Andi Weiland (by-nc-sa)
    Was haben Krieg, Wirtschaft und Bildung miteinander zu tun? Wie kann in einem solchen Zusammenhang das Potenzial des individuellen Handelns und Widerstandes entfaltet werden? Was bringen Erklärungen? Im „Labor für DIY-Bildung” inspirierte der Versuchsaufbau des Moduls „Learning plays“ die TeilnehmerInnen zum performativen Erkunden des Themas, angeleitet vom Theatermacher Alexander Karschnia. Berliner Gazette-Gastredakteur Chris Piallat, der das Modul moderierte, zieht eine Bilanz. weiterlesen »

  • Experimentierfeld Schule: Wie können die knöchernen Strukturen überwunden werden?

    Foto von Andi Weiland (by-nc-sa)
    Jedem Modul des „Labors für DIY-Bildung” lag ein Versuchsaufbau zu Grunde. Bei „Experimentierfeld Schule” sah er so aus: einer, der „seit 1000 Jahren Lehrer” ist (Michael Markovicz) und eine, die seit 10 Jahren künstlerisch-praktisch an der Idee der Freien Schule arbeitet (Susanne Stövhase) – sie gaben den Impuls. Ihre Leitfrage: Wie können die knöchernen Strukturen der Bildungsinstitutionen überwunden werden? Die TeilnehmerInnen haben auf dieser Basis in 60 Minuten eigene Projekte entwickelt. Unser Gastredakteur Andi Weiland war der Moderator. Hier seine Eindrücke. weiterlesen »

  • Selbstorganisation von Geist & Körper: Willkommen im Versuchsraum für Bildungsexperimente!

    Foto von Andi Weiland (by-nc-sa)
    Wenn das „Labor für DIY-Bildung” ein Versuchsraum für Bildungsexperimente war, so bot das Modul „Selbstorganisation von Körper und Geist“ in dieser Hinsicht dreierlei: ein Krisenexperiment, ein unerwartetes Ergebnis und eine Erweiterung etablierter Versuchsanordnungen. Der Wissenschaftler und Verleger Dominik Scholl war der Moderator. An dieser Stelle fasst er seine Eindrücke zusammen. weiterlesen »

  • Körpererfahrungen: “Feedback, das man in unserer Gesellschaft sonst nur in einer Partnerschaft erfährt.”

    Foto von Krystian Woznicki (by-nc-sa)
    Das „Labor für DIY-Bildung” begann mit dem Modul „Körpererfahrungen”. In einer Gruppe von 20 Menschen, die einander nicht näher kennen, gibt die Choreographin und Berliner Gazette-Autorin Heike Hennig Anweisungen: „Geht rückwärts, macht die Augen zu, jetzt verschließt eure Ohren.” Eine Stunde lang lassen sich die TeilnehmerInnen auf das kollektive Body Mind Centering ein. Heike Hennig erörtert ihren Ansatz. weiterlesen »

  • Knips das Licht selbst an! andcompany&Co. eröffnen das Labor für Do-It-Yourself-Bildung

    Foto von Sarah Curth (by-nc-sa)
    Mit einem Lecture Concert eröffnete das Berliner Theakterkollektiv andcompany&Co. am vergangenen Dienstag das zweitägige „Labor für DIY-Bildung” im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Sabrina Apitz war dabei. weiterlesen »

  • Lecture Concert: “Kriegserklärung” von andcompany&Co. – 21. Juni um 19 Uhr, Berlin

    Foto von Sarah Curth (by-nc-sa)
    Ein Lecture Concert des internationalen Performance-Kollektivs andcompany&Co. eröffnet am 21. Juni um 19 Uhr ein zweitägiges Laborprogramm der Berliner Gazette am Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien. In diesem Rahmen stellen die Berliner Gazette-Herausgeber Magdalena Taube und Krystian Woznicki den just erschienenen Sammelband Modell Autodidakt vor. weiterlesen »