• Im monetären Vakuum

    In einem akademischen Beitrag, der neulich in der Zeitschrift Science veroeffentlicht wurde, berichtet MIT Professorin Marguerite Fury davon, wie sie die Existenz von Anti-Geld auf experimenteller Basis bewiesen hat. Das bizarre oekonomische Phaenomen wird von Professor Fury einer Schar von quantenoekonomischen Prozessen zugeordnet, die jeder Materie zu Grunde liegen. Die auf experimenteller Basis erlangte Bestaetigung von zumindest einer meiner theoretischen Vorhersagen sagt mir, dass ich da an etwas dran bin merkt Professor Fury an. Das Resultat wird mein Denken fuer ganze Weile naehren. weiterlesen »

  • Im Tauschverhältnis

    Sind die Faeden aus echtem Gold?Natuerlich, die sind meine Rentenvorsorge! So begann unser Termin mit Herrn Dr. Thomas Fischer, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank AG. Gemeint waren die goldenen Nadelstreifen an seinem feinen Anzug, die Annette Hauschild, meine Freundin und Fotografin, mit etwas spitzem Finger am Revers unseres Gegenuebers sogleich haptisch begutachtete. weiterlesen »

  • Im Dschungel

    Einen wunderschoenen Tag. Ich bin Rainer Rensch und verkaufe die Motz. Ich senke den Blick. Meine Uhr sagt, dass es jetzt zwei ist. Seit fuenf Jahren lebe ich auf der Strasse und wuerde mich freuen, wenn der ein oder andere mir vielleicht ein Exemplar abkaufen wuerde. weiterlesen »

  • Im Bauch des Goldgräbers

    Die Kontrolle am Eingang ist wie am Flughafen. Anhalten und in einem schwarzgestrichenen Raum die Arme ausstrecken. Bereit zum Abtasten. Anders ist der Zugang zu der Londoner Dependance des amerikanischen Finanzmoguls Bloomberg nicht moeglich. weiterlesen »

  • Grundsatz.02 Editorial

    Guten Tag,

    der Zyklus Grundsatz behandelt Grundsatzthemen. Dieses Mal haben wir Geld , Krieg und Zukunft als die diskussionswuerdigen Stichworte der Gegenwart ausgemacht. weiterlesen »

  • Cut it out

    Als kleiner Junge hatte ich blonde Haare, engelsgleich – ich habe sie verabscheut. Aber weil in den fruehen Siebzigern selbst Walter Ulbricht nichts mehr gegen eine gepflegte Bietmusike einzuwenden hatte, trug ich halblange Loden, laessig ueber die Ohren wie die Popidole meiner Eltern. All die dicken Tanten standen vor mir und beneideten mich lauthals um eine Lockenpracht: Ist er nicht suess?! Geschenkt haben koennt ihr die, ihr alten Fetteln, dachte ich. Ich wollte sowieso Kohlentraeger werden. Die waren gross und stark, durften staendig dreckig sein und trugen offensichtlich von Berufs wegen schwarze, glatte Haare. Naja, irgendwas ist dazwischen gekommen – ich bin kein Kohlentraeger geworden, aber das ist eine andere Geschichte. weiterlesen »

  • It is coming: Masturbieren geht ueber kopieren

    Unter Masturbation wird eine – ueberwiegend manuelle – Stimulation der Geschlechtsorgane verstanden, die in der Regel zum Orgasmus fuehrt. Lange Zeit wurde diese Praxis verdammt. Der Philosoph der Aufklaerung Immanuel Kant etwa sah Selbstbefriedigung als eine sittliche Verfehlung, schlimmer als der Selbstmord. Die Aufklaerung ist inzwischen einen entscheidenden Schritt weiter. Masturbation – das ist auch Befreiung von den gesellschaftlichen Zwaengen. Erst recht am Arbeitsplatz, der “Zwangsjacke des Buergers” (Max Weber). Berliner Gazette-Autorin Suzanna Sucic weiss davon ein Lied zu singen. Ein fiktionaler Exkurs. weiterlesen »

  • It is communication

    Es hat tatsaechlich mal stattgefunden. Sie wollen es nicht glauben? Nun, die Produktionsnotizen zum neuen Richard Gere Film sagen es Schwarz auf Weiss: The Mothman Prophecies basiert auf realen Ereignissen, die von John A. Keel in seinem gleichnamigen Buch festgehalten worden sind. Was Keel darin als eine Spirale der Angst beschreibt, soll sich ueber 13 Monate hinweg in und um die Kleinstadt Point Pleasant, West Virginia, zugetragen haben. Den spektakulaeren Schlusspunkt setzte eine Katastrophe, die Dezember 1967 dann auf der ganzen Welt fuer Schlagzeilen sorgte. Read all about it? weiterlesen »

  • Looking for it

    Es tut weh , singt die Frontfrau der Popgruppe Glashaus, zaghaft und dennoch leidend. Es ist was es ist , sagt die Liebe, bzw. Erich Fried. Es ist so dunkel … soll Goehte in seinen letzten Atemzuegen liegend gefluestert haben. weiterlesen »

  • Abgelichtet

    Also ich bin der Andre, wa. Und ich hatte eine kleine Kamera, die ich ins Nachtleben mitnahm. Daraus wurde ein Hobby. Spaeter auch ein Broterwerb.Seit Jahren schon kann man das kostenlose Stadtmagazin Flyer in der Mitte aufschlagen und blickt auf zwoelf Fotos, die ich gemacht habe. Eine Art Centerfold. Die Fotos zeigen feiernde junge Menschen in den angesagten Berliner Clubs. Schicke Menschen an schicken Orten. weiterlesen »