• Über uns

    15759121896_334d9bbab2_bkl

    Die Berliner Gazette erscheint seit 1999 im Internet. Die experimentelle Plattform lebt vom Dialog mit Offline-Formaten. Aber auch vom grenzüberschreitenden Austausch unter wissenschaftlichen Disziplinen, kulturellen Lebenswelten oder Altersgruppen. Dass bei uns die herkömmliche Grenze zwischen Redaktion und Publikum durchlässig ist, versteht sich von selbst.

    Jenseits der üblichen Grenzen…

    Bei uns stehen Themen im Vordergrund, nicht Nachrichten. Über die Navigation in der linken Sidebar finden Sie eine interdisziplinäre Palette von Fragestellungen. Sei es die Zukunft der Zeitung oder die Zukunft der Zusammenarbeit, sei es Digital Natives oder Fukushima. Stets finden die Folgen der digitalen Revolution besondere Berücksichtigung.

    Dabei rücken wir ins Blickfeld, was langfristig relevant ist und machen das Wissen der Netz-Eliten der digitalen Mehrheitsbevölkerung zugänglich. All das bündeln wir im Feuilleton. Hier arbeiten wir mit Menschen zusammen, die ihre Stimme erheben, mit profilierten WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen, mit LeserInnen jeder Altersgruppe. Unser derzeit siebzehnköpfiges Team betreut bis zu 800 AutorInnen aus fünf Sprachkreisen.

    …gemeinsam Feuilleton machen

    Was online im Feuilleton aufblüht, geht offline weiter: Wir organisieren Konferenzen und Workshops im Geiste einer selbstbestimmten kulturellen und politischen Bildung. Verwirklicht werden unsere Veranstaltungen mit KooperationspartnerInnen. Das können Schulen, Kulturzentren oder Bürgernetzwerke sein. Wir begreifen den jeweiligen Veranstaltungsort als erweiterte Redaktionszentrale.

    Von dort fließen Ideen und Inhalte zurück in die Berliner Gazette. Bisweilen auch in unsere Bücher (zuletzt Modell Autodidakt und Komplizen). So erweitern wir weiter die Grenzen des Feuilletons. Was dabei herauskommt, begreifen wir als schöpferisches Gemeingut. Folglich stellen wir alle Inhalte unserer vernetzten Zeitung zur öffentlichen Weiterverwendung frei. Da wir kein Geld mit Inhalten machen, besteht die Herausforderung darin, alternative Modelle der Finanzierung auszuprobieren.

    Auszeichnungen und Preise

    Zu Beginn des Jahres 2012 wurde die Berliner Gazette im Rahmen der Initiative “Deutschland – Land der Ideen” im Wettbewerb “365 Orte” ausgewählt und als Plattform des Bürgerjournalismus in der Kategorie “Kultur” für ihre Zukunftsfähigkeit prämiert: “Das Projekt erkennt kommende Herausforderungen und bietet nachhaltige Lösungen an.”

    Im Jahr 2011 wurde unser Projekt Lebenskünstler bei MIXED UP für einen Preis nominiert. Der Wettbewerb für Kooperationen zwischen Kultur und Schule wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgelobt. Er prämiert gelungene Modelle der Zusammenarbeit zwischen Trägern der Kulturellen Bildung und traditionellen Bildungseinrichtungen.

    Im Jahr 2010 wurden wir mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet. Der Preis wird von der Nürnberger Medienakademie an Akteure verliehen, welche wichtige Beiträge leisten, „die kritische und demokratische Kultur in Deutschland zu festigen.“ Laudator Thorsten Steinhoff würdigte unseren Ansatz, eine „grenzüberschreitende Öffentlichkeit“ entstehen zu lassen.

    Radiogespräche über die Berliner Gazette

    Wer einmal unsere Stimmen hören möchte, hat hier zwei Möglichkeiten: In der legendären Radiosendung Zwischentöne der Berliner Gazette-Herausgeber Krystian Woznicki über seine Arbeit (Player 1). Die Berliner Gazette-Chefredakteurin Magdalena Taube diskutierte wiederum in der Radiosendung Netz.Reporter über die Zukunft der Zeitung (Player 2).

    Interview mit Krystian Woznicki, am 19.6.2011 von Deutschlandradio Kultur gesendet

    Gespräch mit Magdalena Taube am 5.2.2011 im Deutschlandradio Wissen gesendet

    Wir wollen die Berliner Gazette immer weiter entwicklen und freuen uns über neue AutorInnen und KooperationspartnerInnen. Wer möchte, kann uns hier kontaktieren.

    Anm.d.Red.: Auf dem Foto oben sind TeilnehmerInnen eines Berliner Gazette-Workshops bei Slow Politics zu sehen.

  • War Times: Wie kann man Gegenöffentlichkeit stiften in einem Krieg ohne Grenzen in Zeit und Raum?

    Das Konzept des permanenten Krieges gibt Bush die Moeglichkeit, Krieg zu fuehren, wann und wo er es gerade moechte. Nur die kalifornische Demokratin Barbara Lee hat sich von Anbeginn gegen diese Kriegspolitik ausgesprochen. Alle anderen Politiker haben Bush gruenes Licht gegeben. Dieser breitgefaecherte Konsens, der nicht zuletzt durch die Massenmedien erhalten wird, ist der Hintergrund, vor dem War Times gegruendet wurde. weiterlesen »

  • Recht auf Reality

    Al Qaida hat Deutschland den Krieg erklaert stand vor kurzem auf dem Cover der B.Z. zu lesen. Ein wenig spaeter wartete der Spiegel mit einem ergaenzenden Titel auf und nahm die deutsche Zweigstelle von Usama Bin Ladens Terrornetz ins Visier. Ob andere Industrie-Nationen ebenfalls mit solchen Meldungen berieselt werden? weiterlesen »

  • Im monetären Vakuum

    In einem akademischen Beitrag, der neulich in der Zeitschrift Science veroeffentlicht wurde, berichtet MIT Professorin Marguerite Fury davon, wie sie die Existenz von Anti-Geld auf experimenteller Basis bewiesen hat. Das bizarre oekonomische Phaenomen wird von Professor Fury einer Schar von quantenoekonomischen Prozessen zugeordnet, die jeder Materie zu Grunde liegen. Die auf experimenteller Basis erlangte Bestaetigung von zumindest einer meiner theoretischen Vorhersagen sagt mir, dass ich da an etwas dran bin merkt Professor Fury an. Das Resultat wird mein Denken fuer ganze Weile naehren. weiterlesen »

  • Im Tauschverhältnis

    Sind die Faeden aus echtem Gold?Natuerlich, die sind meine Rentenvorsorge! So begann unser Termin mit Herrn Dr. Thomas Fischer, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank AG. Gemeint waren die goldenen Nadelstreifen an seinem feinen Anzug, die Annette Hauschild, meine Freundin und Fotografin, mit etwas spitzem Finger am Revers unseres Gegenuebers sogleich haptisch begutachtete. weiterlesen »

  • Im Dschungel

    Einen wunderschoenen Tag. Ich bin Rainer Rensch und verkaufe die Motz. Ich senke den Blick. Meine Uhr sagt, dass es jetzt zwei ist. Seit fuenf Jahren lebe ich auf der Strasse und wuerde mich freuen, wenn der ein oder andere mir vielleicht ein Exemplar abkaufen wuerde. weiterlesen »

  • Im Bauch des Goldgräbers

    Die Kontrolle am Eingang ist wie am Flughafen. Anhalten und in einem schwarzgestrichenen Raum die Arme ausstrecken. Bereit zum Abtasten. Anders ist der Zugang zu der Londoner Dependance des amerikanischen Finanzmoguls Bloomberg nicht moeglich. weiterlesen »

  • Grundsatz.02 Editorial

    Guten Tag,

    der Zyklus Grundsatz behandelt Grundsatzthemen. Dieses Mal haben wir Geld , Krieg und Zukunft als die diskussionswuerdigen Stichworte der Gegenwart ausgemacht. weiterlesen »

  • Cut it out

    Als kleiner Junge hatte ich blonde Haare, engelsgleich – ich habe sie verabscheut. Aber weil in den fruehen Siebzigern selbst Walter Ulbricht nichts mehr gegen eine gepflegte Bietmusike einzuwenden hatte, trug ich halblange Loden, laessig ueber die Ohren wie die Popidole meiner Eltern. All die dicken Tanten standen vor mir und beneideten mich lauthals um eine Lockenpracht: Ist er nicht suess?! Geschenkt haben koennt ihr die, ihr alten Fetteln, dachte ich. Ich wollte sowieso Kohlentraeger werden. Die waren gross und stark, durften staendig dreckig sein und trugen offensichtlich von Berufs wegen schwarze, glatte Haare. Naja, irgendwas ist dazwischen gekommen – ich bin kein Kohlentraeger geworden, aber das ist eine andere Geschichte. weiterlesen »

  • It is coming: Masturbieren geht ueber kopieren

    Unter Masturbation wird eine – ueberwiegend manuelle – Stimulation der Geschlechtsorgane verstanden, die in der Regel zum Orgasmus fuehrt. Lange Zeit wurde diese Praxis verdammt. Der Philosoph der Aufklaerung Immanuel Kant etwa sah Selbstbefriedigung als eine sittliche Verfehlung, schlimmer als der Selbstmord. Die Aufklaerung ist inzwischen einen entscheidenden Schritt weiter. Masturbation – das ist auch Befreiung von den gesellschaftlichen Zwaengen. Erst recht am Arbeitsplatz, der “Zwangsjacke des Buergers” (Max Weber). Berliner Gazette-Autorin Suzanna Sucic weiss davon ein Lied zu singen. Ein fiktionaler Exkurs. weiterlesen »