• Im Boxring

    Ich bin Coach. Ein Coach ist Foerderer, gleichzeitig Forderer und Berater von Menschen, Teams oder Unternehmen. Er unterstuetzt die Klaerung von Problemen, Konflikten oder Entwicklungsprozessen. Glaubt an die Brillanz des Einzelnen und fragt nicht erst vorsichtig, wie es einem heute geht. Er macht neugierig und fordert: Heb” Deinen Hintern hoch und gehe auf das Spielfeld des Lebens! Da ist der begriffliche Zusammenhang zum Sport. Coaching ist Lebens- bzw. Business-Sport, um Menschen in ihre persoenliche Top-Liga zu fuehren. Ein Coach ist kein Zauberer und kein Psychologe. Er betrachtet das Leben eines jeden als Mosaik und sieht am Anfang auch nur einige Mosaiksteine. Er muss die fehlenden suchen. Jedes Teil muss er mit seinem Klienten finden, es ansehen und zu einem Bild zusammenfuegen. Das braucht verantwortlichen Respekt. weiterlesen »

  • Belfast? Belle Facade? Belfas!

    Es ist wie mit dem Pullover, den man von einer ahnungslosen Tante geschenkt bekommt: In den ersten Wochen findet man ihn geschmacklos und bizarr, nach drei Jahren zieht man von Geschaeft zu Geschaeft, um genau diesen Pullover wieder zu kaufen weil man ihn inzwischen so sehr liebt. Dieser Pullover ist Berlin: Wer lange Zeit in dieser Stadt lebt und jeden Tag durch ihre Strassen geht, verliert jeden Massstab fuer Haesslichkeit, Zerrissenheit und Zerstoerung. Irgendwann findet man: Berlin ist schoen. Die Unvollkommenheit Berlins bemerkt nur, wer laengere Zeit in einer anderen Stadt oder in einem anderen Land war. Bei der Rueckkehr ist man verstoert, entsetzt, voller Mitleid. weiterlesen »

  • Team Bullying

    Tamsweg, 2046: Alice und Jana haben heute ein gemeinsames Unternehmen, das auch dem Tamsweger Bundesschulungszentrum in Sachen Corporate Style beratend zur Seite steht. Ab und zu unterrichten sie sogar zu zweit am BSZ, leiten dort Workshops und halten Vortraege. Obwohl es auch Reibungspunkte gab – zu Alices innerem Unfrieden war Jana z.B. immer fest davon ueberzeugt, dass sie die bessere Figur hat – sind sie noch immer ein schier unschlagbares Team. weiterlesen »

  • Supplement.02 Editorial

    Guten Tag,

    bereits zum zweiten Mal gibt es in der Berliner Gazette den Zyklus Supplement . Das heisst: wir simmulieren Beilagen unterschiedlicher Medien. Letztes Jahr versuchte sich die Berliner Gazette als Beilage eines Reise-, Lifestyle- und Frauen-Magazins – stets mit der Frage im Hinterkopf, wie in diesen Zusaemmenhaengen ein elektronisches Supplement aus dem Herzen der deutschen Hauptstadt aussehen koennte.
    Dieses Mal haben wir uns ein hippes Wirtschaftsmagazin (brandeins), das Inflight-Magazin einer legendaeren Airline (Spirit) und ein TV-Magazin (Hoerzu) vorgenommen. weiterlesen »

  • Tage der Gewalt

    Vor nicht allzu langer Zeit: Generalunternehmer Holzmann, der trotz der Kanzler-Intervention Konkurs gegangen ist, nimmt einen 100.000.000 Millionen DM Auftrag an und muss feststellen, dass er nicht in der Lage ist ihn umzusetzen. Ein Ausstieg aus dem Vertrag ist nicht moeglich, das Budget ist knapp kalkuliert. Die Loesung scheint einfach: Auf dem Berliner Architektenmarkt gibt es genuegend Spinner, welche zu Dumpingpreisen arbeiten. Meine Chefin nimmt einen Teilauftrag von Holzmann an. Ihr Buero besteht aus Ihr und mir, dem Studenten, der dort anfaengt zu arbeiten, da bei diesem Projekt viel CAD zum Einsatz kommen soll, wovon Sie wiederum keine Ahnung hat. weiterlesen »

  • Mehr als ein Spiel

    Designerin oder Grafikerin – wie meine Berufsbezeichnung richtig lautet – zu sein, heisst sich immer wieder mit neuen Themen zu befassen. Mit jeder Neuorientierung, auf Grund eigener Interessen oder – und in dem sehe ich auch die Herausforderung meines Berufs – im Auftrag eines Kunden, eignet man sich neues Wissen und Erkenntnisse an. Somit ist fuer mich Design eine Ausdrucksform von jedwedem Interesse, ob sozialkritisch oder werberisch. weiterlesen »

  • Alles fließt

    Letzten Samstag wurde der Katastrophenalarm fuer meine Region, die Prignitz, aufgehoben. Nach drei Wochen aus Stress, Angst und Nervositaet ist hier wieder etwas Ruhe eingekehrt. Wir hatten mehr Glueck als die Menschen in Sachsen und – so schrecklich es auch klingen mag – wir profitierten von den vielen Deichbruechen in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Elbe fliesst hier durch den Ort Wittenberge, der ungefaehr vierzig Kilometer von meinem Heimatdorf entfernt ist. Ich selbst musste also keine Angst haben weggespuelt zu werden, doch ein paar Kilometer weiter sah das ganz anders aus. weiterlesen »

  • Die H2-Revolution

    Das leichteste, einfachste und haeufigste Element im Universum ist Wasserstoff. Koennte erals Energiequelle genutzt werden, wuerde der Vorrat bis in alle Ewigkeit reichen. Ausserdem enthaelt reiner Wasserstoff keine Kohlenstoffatome, das heisst, bei der Energiegewinnung fallen keine Kohlendioxidemissionen an. Wasserstoff ist ueberall auf der Erde verfuegbar, er ist in Wasser, in fossilen Brennstoffen und in allen Lebewesen enthalten. Trotzdem liegt er selten in reiner Form vor, sondern muss aus den natuerlichen Vorkommen extrahiert werden. weiterlesen »

  • Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

    Auf dem Redaktionstisch liegt ein Stueck ausgerissene Landkarte, auf der sich die Umgebung noerdlich von Berlin von Nauen ueber Oranienburg und Neuruppin bis nach Fuerstenberg erstreckt. Auf den ersten Blick spiegelt die Karte lauter Alltaeglichkeiten: Staedtchen, Doerfer, Landstrassen, Schnellstrassen, Autobahnen und Gewaesser. Aber das taeuscht, es gibt hier einen blinden Fleck, der durch nichts weiter als eine rot gestrichelte Linie markiert ist. Ein Gebiet, das sich der kartographischen Repraesentation entzieht. weiterlesen »

  • Ich kam, sah und zeltete

    50 v. Chr., Mittelmeerraum: Im Zuge seiner Expansionspolitik eroberte das Roemische Reich immer neue Gebiete, erschloss diese durch Strassen, Siedlungen und Verteidigungsanlagen. Dabei waren die Roemer die einzigen Krieger der damaligen Zeit, die die Siedlungsform des Zeltlagers kultivierten. weiterlesen »