
Der Publizist und Wissenschaftler Eric Kluitenberg zählt zu den prominentesten Pionieren der europäischen Netzkultur – bereits seit den späten 1980er Jahren prägt er die entstehenden Szenen entscheidend mit. In seinen Schriften hat er Reibungsverluste an Politik sowie Wirtschaft verfolgt und im Zuge dessen aus großer Nähe die Ökonomisierung der Netzkultur analysiert. Berliner Gazette-Autor Clemens Apprich hat Kluitenberg befragt, denn er wollte wissen: Wie wird Netzkultur heute von der so genannten Kreativwirtschaft vereinnahmt? weiterlesen »

Wen interessiert es eigentlich, ob der Bundespräsident im Amt bleiben sollte oder nicht? Immer deutlicher wird, dass der Fall Christian Wulff vor allem für die Massenmedien relevant ist. Dabei geht es um die Vorherrschaft in der Aufmerksamkeitsökonomie und um die Frage, wer in Deutschland die Rolle des Super-Leitmediums spielen darf. Berliner Gazette-Autor Alexander Krex kommentiert. weiterlesen »
Foto von Paula Herrera Nobilé (by-nc-sa)
“Werdet vollständig nackt!” hallte es in ihren Hirnen. Während sie noch zögerten, brachte sie der Schlachtruf von Facebook & Co. auf eine Idee: Statt ihre Privatsphäre aufzugeben, wollten sie sich den nackten Protesten zwischen Bogota und New York anschließen.

Fulda. Nur eine Ortsmarke. Irgendwo versteckt zwischen Kassel und Frankfurt in Osthessen. Eine schwarze Hochburg und Diözese. Dort gibt es einen Dom, eine Hochschule, einen Bischof, den heiligen Bonifatius und die Sonne: das Nacht- und Tagcafé „Sonne“. Es passiert nichts Weltbewegendes in Fulda. Bis die Sonnenfinsternis droht. Berliner Gazette-Gastredakteurin Leonie Geiger hat sie beobachtet. Ein Kommentar von der vordersten Front einer digital vernetzten Gegenbewegung. weiterlesen »

Klubs und Netzwerke, Rockkonzerte und Ferien-Camps, Partei-Mitglieder und Terroristen – die rechtsextremistische Szene scheint inmitten unserer Gesellschaft eine eigene Kultur aufgebaut zu haben. Kaum jemand nimmt Notiz. Kaum jemand versteht die Zeichen. Auch das Bekenner-Video des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) lässt uns ratlos zurück: eine Comic-Figur und rechter Terror muten einfach nur befremdlich an. Doch: WAS BLEIBT von den kulturellen Spuren des Terrors? Der Künstler und Musiker Wolfgang Müller steht uns Rede und Antwort. weiterlesen »

Sprechen wir über das Unaussprechliche: das weibliche Geschlechtsorgan, die Vulva. Berliner Gazette-Gastredakteurin Annika Bunse hat sich mit einem überdimensionalen Buch zum Thema in den Großstadtdschungel gestürzt, um das Schweigen zu brechen. weiterlesen »
Vom Geheimdienst verfolgt, vom Staat verboten und von tausenden von jungen Menschen gelesen: Irina Vidanava betreibt seit 12 Jahren das einzige unabhängige Jugendmedium Weißrusslands. WAS BLEIBT vom Engagement der jungen AktivistInnen? Wie nutzen sie das Internet für ihre Sache? Irina spricht in Text und Video darüber, wie sie und ihr Team in der “letzten Diktatur Europas” die freie Medienproduktion nachhaltig gestalten. weiterlesen »
Foto von Andi Weiland (by-nc-sa)
Die Gespräche sind vorbei, die Kompromisse sind halbgar und die Vereinbarungen nicht verpflichtend. Ein Jahr lang wird gespielt und dann kommen alle wieder zusammen. Die Farce beginnt von vorn.