• Medienkunst erledigt? Ein Fazit

    Die Serie „Medienkunst erledigt?“ endet an dieser Stelle. Wer weiss, vielleicht ja nur vorlaeufig. Das Panorama, das mit den 10 Beitraegen entstanden ist, nimmt sich differenzierter aus, als man annehmen mochte. Es gibt Statements von ehemaligen Teilnehmern der transmediale, von regelmaessigen Besuchern, aber auch von solchen, die bislang vergeblich darauf gewartet haben, eingeladen zu werden und dann wiederum solchen, die Deutschlands goresstes Medienkunstfestival eher meiden. Es gibt darueber hinaus sowohl positive Bezugnahmen als auch harsche Kritik sowie Beitraege, die sich mit der Medienkunst im Allgemeinen und dem Prinzip Medienkunstfestival auseinandersetzen.

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    Bild: Norbert Bayer

    Das heterogene Bild ist eher Zufall. Uns blieb wenig Zeit, dies zu steuern, auch hatten wir nicht den Anspruch, eine These zu beweisen oder etwas Repraesentatives vorzustellen. Ein paar Antworten haben wir direkt bei den Verfassern eingefordert – sie hatten unseren Aufruf ueber die Mailingliste der Berliner Gazette sowie die rohrpost nicht erhalten. In einem anderen Fall wiederum wurden wir angesprochen. Die Einreichungen waren sehr unterschiedlich. Hier wurde Frage fuer Frage des Aufrufs beantwortet (die Fragen haben wir dann weggelassen), dort wurde ein Mini-Essay eingereicht. Nur in zwei Faellen mussten wir kuerzen, ansonsten ist alles, wie es reinkam, veroeffentlicht worden. Die Antworten durchnummeriert: 1 (Wilfried Agricola de Cologne), 2 (Pit Schulz), 3 (Marc James Mueller), 4 (Geert Lovink), 5 (Manuel Bonik), 6 (Tilman Baumgaertel), 7 (Holger Schulze), 8 (Stefan Beck), 9 (Wolfgang Neuhaus), 10 (Joulia Strauss).

    Ein Medienkunst-Festival wie die transmediale wird immer nur kurz vor und nur kurz nach dem Ereignis wahrgenommen. Und es steht ebenfalls nur in diesem kurzen Zeitraum in der Kritik. Gilt das auch fuer die Kunst im Allgemeinen? Eine Festivalisierung der Kritik ist nicht auszuschliessen. Nicht zuletzt die Medien haben sich – service-orientiert wie sie in vielen Faellen sind – auf eine eventfixierte Reflexion gegenwaertiger Kultur eingestellt. Und auch die Kritiker wissen, wann sie am staerksen wahrgenommen werden und bedraengen die Redaktionen entsprechend nur dann, wenn es einen Anlass gibt. Gegen diese schleichende Festivalisierung der Kritik, hat die Berliner Gazette diese Serie von Beitraegen zusammengetragen. Es bleibt zu hoffen, dass sie etwas mehr als ein Pausenfueller ist.


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