Treffpunkt Berlin, zufaellig. Drei Frauen – eine Japanerin, eine Koreanerin (beide Germanistikstudentinnen) und eine Ex-Arbeiterin – begegnen sich im Tiergarten vor einer Statue der Luise (Koenigin von Preussen). Sie haben sich verlaufen, und bleiben an einem Stueck Geschichte haengen. Sie reden. weiterlesen »
Ostersonntag, Lower Eastside, Manhattan. Zwischen alter- nativen Menstruationsgeraeten, veganem Cappuccino und den aktuellen Bestsellern der queeren erotischen Literatur, hatte ich mich mit Notebook, Beamer und Buch aufgestellt und wartete auf die Besucher, die zur 6. Station der McDeutsch- Welttournee kommen sollten. weiterlesen »
Was passiert mit der deutschen Sprache im Zuge der Globalisierung? Sie globalisiert sich. Aber was bedeutet das? Offizielle Stellen wie Goethe Institut und Auswaertiges Amt haben darauf nur eine einseitige Antwort: Die deutsche Sprache verbreitet sich. Und sie weiter zu globalisieren heisst, sie weiter zu verbreiten. weiterlesen »
“Deutschland ist schoen, schoen, schoen.” textet Thomas Meinecke fuer seine Band FSK im Jahre 1980. Wie das Land, so die Sprache. Doch schon damals verstehen die Denkmal-Pfleger etwas anderes unter Schoenheit. Schon damals steht das Deutsche unter Artenschutz. weiterlesen »
Wenn ich schon mal in Lomé bin, dann nutze ich die Gelegen- heit natuerlich, um McDeutsch in Afrika bekannter zu machen. So viel Zeit bleibt zwischen Arbeit, im Land herumreisen und Malaria. weiterlesen »
Zwischen nationalem Kulturbesitz und internationalem Gemeingut: Welche Rolle spielt die deutsche Sprache fuer die Identitaetsbildung in der Globalisierung?
Vor diese Frage stellte die Berliner Gazette letztes Jahr rund 50 Kulturschaffende aus dem In- und Ausland im Rahmen des durch die Kulturstiftung des Bundes gefoerderten Dialogprojekts McDeutsch
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Das Wort “Lesen” bedeutet eigentlich sorgfaeltiges Aufsammeln. Wein wird gelesen, gute und schlechte Linsen, oder Faehrten. Doch meist Sammeln wir Zeichen auf in Form von Texten. Die urspruengliche Sorgfalt unterliegt dabei einem immer staerker werdenden Beschleunigungsdruck und wird an ihrer Effizienz gemessen. So sind Schnelllesekurse auch Symptome eines multimedial forcierten Blicks vor dem immer naechsten “switch” und einer Flucht vor der Beharrlichkeit. (Keine Sorge, ich frage hier nicht wie oft der Buchstabe "e" im obigen Abschnitt vorkommt.) weiterlesen »
In einem durchschnittlichen Integrationskurs kann man sie finden. Jeden Morgen kommen sie durch die Tuer, leibhaftig und unzweifelbar real: Aliens. weiterlesen »
Meist fallen sie nicht direkt ins Auge, zu ueberladen ist die uebrige Inneneinrichtung. Erst nach dem vielleicht vierten Blick werden sie wahrgenommen, von immer aufs Neue staunenden Gaesten internationaler Restaurants: Grossformatige Bilder, oft beleuchtet, von romantischen Landschaften einer mutmass- lichen Heimat. Sie zeigen Berge, Seen, Fluesse, Wasserfaelle; das Glitzern des Wassers wird durch viele Leuchtpunkte effektvoll ueberzeichnet. Klar: Diese Landschaften gibt es gar nicht, bestimmt nicht in dieser reinen Schoenheit. Es sind idealisierte Orte. Mehr Wunschvorstellung als abgebildeter Raum. weiterlesen »