• Identitaetstrip

    Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben in Afrika. Ich muss sagen, es ist ein Identitaets-Crash. Als Afro-Amerikaner in Afrika komme ich mir die ganze Zeit so blass vor und auch fremd. Es ist vor allem die Sprache, die mir zu schaffen macht. Oder besser gesagt: Die Sprachen. Mit meinem amerikanischen Englisch komme ich nicht weit. Ich habe mir die Suche nach meinen Wurzeln wohl ein bisschen zu romantisch vorgestellt.

    afrika

    Die ganze Zeit denke ich, dass ich meinen Europatrip, den US-Amerikaner gerne in der Zeit zwischen High School und College machen, auch wirklich nach Europa haette machen sollen. Wie auch immer – jetzt bin ich hier in Afrika. In Europa habe ich sogar Freunde und Bekannte. In London kenne ich zwei Afro-Briten, die als DJs arbeiten. In Stockholm lebt meine beste Freunde aus Kindertagen. Mit diesen Leute teile ich viel. Zum Beispiel den Musikgeschmack und die Art sich zu kleiden und auch unsere Religion.

    Mit den Menschen hier in Afrika verbindet mich nur die Hautfarbe. Fuer die meisten ist noch nicht einmal das unser kleinster gemeinsamer Nenner. Ich bin vielen zu weiss. Was kann man tun, wenn man keine Gemeinsamkeiten hat? Man muss sich welche schaffen! Ich versuche es, in dem ich den Leuten zuhoere. Mir ihre Geschichten anhoere. So waechst etwas zwischen uns und ein bisschen lerne ich auch etwas ueber meine Wurzeln.


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