Über Musik zu schreiben ist hoffnungslos. Nur: Wir haben nichts besseres. Abgesehen von Musik über Musik. Umso wichtiger ist es, dass mit neuen Formen des Schreibens über Musik experimentiert wird. weiterlesen »
Über Musik zu schreiben ist hoffnungslos. Nur: Wir haben nichts besseres. Abgesehen von Musik über Musik. Umso wichtiger ist es, dass mit neuen Formen des Schreibens über Musik experimentiert wird. weiterlesen »
In seinem Buch Eigenblutdoping notiert Diedrich Diederichsen: “Und vor mir, aber nur vor mir, liegt so offen wie die See, über die wir zu fremden Kontinenten fahren, der Markt. Eine endlose und formlose, doch lebendige und bewegte Ebene mit sanften Dünungen und gekräuselten Wellen.” Seine Aussage und unser WASSERWISSEN-Jahr im Rückspiegel, stellte ich dem wohl einflussreichsten Poptheoretiker Deutschlands ein paar Fragen. weiterlesen »
Schon lange, oder vielleicht sogar noch nie, hatte ein Live- Erlebnis und dessen Einmaligkeit eine so grosse Bedeutung wie jetzt, sagte Christoph Gurk in seiner Einfuehrung. Er war einer der drei Kuratoren der zweitaegigen Veranstaltungsreihe “Life is Live” im Berliner HAU. Den Boom auf Konzerte kann man in Berlin, der sich schnell und liberal entwickelnden Party-Hauptstadt, sehr gut beobachten. In der Aera der digitalisierten Kopien sind Konzerte das einzige Wahre, das einzige Echte, und die Moeglichkeit das symbolische “I was here” auf der Toilettenwand zu schreiben ist viel wertvoller als Besitz einer CD. Das fuehrt hingegen zu Massen von Easy-Jet-Touristen, die die Berliner Konzert-Szene in einen Elektro-Ballermann veraendern. weiterlesen »
Zum Ende des Jahres kommen die Familientreffen. Das kann etwas Nerviges, aber auch ganz Vertrautes an sich haben. Konzerte von Mutabor, wie das vergangenen Samstag im Astra Kulturhaus, fuehlen sich genau so an. Mutabor? Gibt es die denn ueberhaupt noch? Haben die sich nicht getrennt? Sind die jetzt wieder zusammen? Für eine Band in der Schwebe, ohne neues Album, verstehen die Berliner vortrefflich, die Halle der ehemaligen Eisenbahnwerkstatt zu fuellen. weiterlesen »
So, da sitze ich nun im Village Vanguard, laut >New Yorker<>New Yorks most prestigious Jazz-Club< , wie mir das Programm auf dem kleinen runden Tischchen vor mir versichert. Der rote Teppich auf dem Dielenfussboden fuehlt sich weich und irgendwie fluffig unter meinen Fuessen an, waehrend die Lehne meines Holzstuhls das genaue Gegenteil ist und gnadenlos gegen meine, eh schon vom Sightseeing gezeichnete, Wirbelsaeule drueckt. Die Luft ist frisch, oder jedenfalls kalt, und der Geruch, den die 70 Jahre Jazzgeschichte im Village hinterlassen haben, erinnert mich an die Kegelbahnen in den Landgasthoefen, in die mich meine Eltern immer mitnahmen, als ich noch klein war. weiterlesen »
Die Sommernacht umfesselt uns. Baby, mein Auto steht gleich dort. Spring rein, komm mit. Wir preschen durch die Dunkelheit, immer auf der Suche, immer auf der Spur. Unsere Traeume verfolgen uns wie trockene Geister, unsere Hoffnungen schmecken wie ein drei Tage altes Sandwich. Wer ich bin? Ich bin Mr. Einsam. Ich habe die Landstrassen gepachtet. Wenn wir nur lang genug fahren, werden wir schon ankommen. An einem Ort, an dem wir nicht verarscht werden, an einem Ort, an dem wir nicht mundtot sind. Baby, wir werden leben, wir werden uns umschlingen – endlos. Oder wir sterben. weiterlesen »
Suggs kommt auf die Buehne. Jubel im Auditorium. Die Ansage obligatorisch: …One Step beyond
. Das Publikum freut sich, es tanzt. Die Zitadelle liegt im Abendlicht. Weisse Flugzeuge ziehen orangfarbene Streifen ueber die Buehne. Madness stehen wieder in Berlin vor Publikum. Die Messlatte liegt hoch fuer die Londoner. An gleicher Stelle haben sie vor drei Jahren ein furioses Comeback gefeiert. weiterlesen »