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  • Hörst du mir überhaupt zu?

    Wir sind irgendwo in Paris und in einem Teil der Roman-Trilogie The Rosy Crucifixion: Der Ich-Erzähler, angelehnt an Henry Miller himself, befindet sich bei einer öffentlichen Lesung, einem Vortrag oder einer Diskussion. Plötzlich meldet er sich zu Wort, steht auf und beginnt unvermittelt zu sprechen. Als er sich nach einigen Minuten wieder setzt und seinen Blick wieder nach vorne richtet, hat er kaum noch eine Erinnerung daran, was er gesagt hat, geschweige denn, was ihn dazu bewegt hat, sich so gehen zu lassen. Nur eines ist ihm im Gedächtnis geblieben: Seine Rede war rauschhaft, eloquent und elektrisierend. weiterlesen »

    Krystian Woznicki · 19.03.2010 8 Kommentare
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  • Blogger auf der Intensivstation

    Ihr Gesicht schimmert blau in der nächtlichen Dunkelheit, sie ist allein. Schnelle Schnitte: Tasten, Monitor, erste Buchstaben auf dem Bildschirm. “Taylor und ich hatten einen Streit.” Sie schürzt die Lippen und beginnt in die Tasten zu hauen. Coole Klänge von Norah Jones setzen ein. Eine Bloggerin bei der Arbeit.
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    Magdalena Taube · 18.03.2010 17 Kommentare
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  • CeBIT in der Midlife Crisis

    In Halle 22 stand eine große Bühne, auf der nichts passierte. MySpace hatte ein paar Sitzhocker hingestellt, studiVZ und facebook waren gar nicht vertreten. Das “Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation” kurz CeBIT ist gerade in Hannover zu Ende gegangen und war genauso wie der Name: sperrig und langweilig. weiterlesen »

    Andi Weiland · 08.03.2010 5 Kommentare
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  • Abschiedsbrief eines Digital Native

    Während auf der CeBIT neue und alte Jünger des Internet zusammenkommen, um sich selbst und den Siegeszug der Vernetzung in einer orgiastischen Dauerparty zu feiern, bin ich es leid, das euphorisch gespielte, aber eintönige Webciety-Lied weiterhin mitzusingen. Ja, ich gestehe. Ich war süchtig nach Konnektivität.

    Ich war mein halbes Leben hypervernetzt und ich wusste: das ist nicht gut. Vermutlich lag die Ursache in meiner Kindheit. In der Schule war ich nämlich Außenseiter, bis ich mich entschloss: Nie mehr uncool sein! Online gehen! weiterlesen »

    Sarah Curth · 03.03.2010 13 Kommentare
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  • Das nächste große Ding

    Seit den konstruktivistischen Sündenfällen des 20. Jahrhunderts (Unschärferelation, Beobachtungstheorie, Dekonstruktion und so weiter) waren die Dinge selbst viel weniger interessant als Beobachtungen und Aussagen über Dinge. Doch jetzt das: In einer mittlerweile unauffindbaren Radiosendung wurde die Methode der Dingforschung erwähnt. weiterlesen »

    Fabian Pittroff · 19.02.2010 10 Kommentare
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  • Die Zeitung neu öffnen

    Noch lange nicht Frühling. Bei uns trotzdem schon alles neu. Bis auf das gute alte Pixellogo, das bleibt natürlich. Die Webseite berlinergazette.de sieht nun mehr denn je nach Zeitung aus und markiert zugleich deutlicher denn je eine wichtige Weiterentwicklung der Zeitung – ein Anliegen, das uns seit 1999 antreibt. Lediglich ein Buch aus der klassischen Zeitung bleibt in der Berliner Gazette erhalten: Feuilleton. Wirtschaft, Politik, Sport – all das fließt in unseren offenen Kulturbegriff. Stattdessen gibt es Symposium, Initiative, Anthologie und Seminar. Kategorien, welche für die Öffnung der Zeitung stehen: Die Öffnung gegenüber nicht-digitalen Bereichen der sozialen Interaktion. Und die Öffnung Ihnen gegenüber: der Leserin, dem Leser. weiterlesen »

    Magdalena Taube · 01.02.2010 43 Kommentare
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  • Ich bin Zuschauer – holt mich hier raus!

    Wir schreiben das Jahr 1997: Teletubbies, Tamagotchis und Tic Tac Toe regieren die Welt. In jenem Jahr begann ein kleines TV-Ensemble dem deutschsprachigen Fernsehen einen Spiegel vorzuhalten. Dass dieser Spiegel das echte Bild nicht eins zu eins wiedergab, sondern vielmehr die Realität verzerrte, störte niemanden, außer vielleicht die Gespiegelten selbst. weiterlesen »

    Sarah Curth · 01.02.2010 3 Kommentare
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  • Notizen

    Heute bündelt die Sektion "Notizen" zahlreiche Rubriken im Feuilleton der Berliner Gazette: Medien, Lernen, Lesen, Sport, Generation Global, Religion, Autorschaft, nur um einige zu nennen. Die Geschichte dieser Sektion ist überaus facettenreich: Die Notizen sind aus dem Newsletter der Berliner Gazette hervorgegangen, der kein Newsletter sein wollte, sondern ein Feuilleton im elektronischen Briefformat. Dieses Format, seit 1999 fast unverändert geblieben, hatte ebenso Platz für ein überregionale Online-Themen ins Auge fassendes PS. Angelegt als Text-Miniatur, die vor allem AbonenntInnen ausserhalb Berlins ansprechen sollte und jene, die das Internet als Nachrichtenmaschine schätzen, reichten und reichen die Themen von Nachrufen über Kurzbesprechungen bis hin zu Aufrufen und Polemiken. 2002, der Crash der New Economy war perfekt, bekam das Newsletter-PS einen neuen Platz zugewiesen: Vorher "nur" die Nachschrift des elektronischen Briefs, jetzt, da der erste umfassende Relaunch der Berliner Gazette online war, das Kurzmeldungsformat des Online-Feuilletons. Das damalige Logbuch hatte die Unterzeile: "Tägliche Randnotizen von Streifzügen durch den Medienpark."
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