Als nach dem Abi alle ein Jahr weg wollten (ins Ausland, in soziale Projekte), weil noch niemand wusste, was er studieren oder arbeiten wollte, war ich ganz sicher: Ich wollte zur Uni. Amerikanistik studieren. Weg aus Deutschland? Sicher. Irgendwann mal. Vielleicht. Ich saß noch jeden Abend mit meinen Eltern am Abendbrottisch, das exotischste womit ich in Berührung kam, waren von Mama servierte Penne all’arrabbiata. weiterlesen »

Ich bin zutiefst dankbar für die Globale Erwärmung! Warum ich ausgerechnet diesem endzeitlichen Szenario brav die Minne singe? Ganz einfach: Der Gedanke wurde in einem zweitägigen Stakkato wissenschaftlich-apokalyptischer Veröffentlichungen förmlich in mein Hirn gehämmert. Doch der Reihe nach. weiterlesen »
In Halle 22 stand eine große Bühne, auf der nichts passierte. MySpace hatte ein paar Sitzhocker hingestellt, studiVZ und facebook waren gar nicht vertreten. Das “Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation” kurz CeBIT ist gerade in Hannover zu Ende gegangen und war genauso wie der Name: sperrig und langweilig. weiterlesen »
“Machen! MACHEN! MAAACHEEEN!!” Der kleine Prinz sitzt auf dem Boden und guckt verständnislos. “MACHEN!!!”. “Was möchtest du, dass ich mache?” – fragt meine Mutter. Der kleine Prinz fuchtelt mit den Fingern in der Luft herum, mit gutem Willen kann man erkennen, dass seine ausgestreckten Finger immer wieder auf seine Schuhe deuten. Meine Mutter weiß ganz genau, was der kleine Bengel von ihr will: Sie soll ihm die Schuhe zubinden. “Binden, nicht machen!” weiterlesen »

In meinen Träumen fliege ich manchmal über die Stadt hinweg, einfach so, aus eigener Kraft, ohne technische Hilfsmittel. Ich erhebe mich aus dem Stand heraus und beginne ansatzlos zu schweben. Mühelos erreiche ich jene Höhe, die ich brauche, um die Stadtlandschaft zu überblicken. Meist ist es warm hier oben. Oder sagen wir: temperaturlos. weiterlesen »
Ich traf Roberto Vincenzi das erste Mal im Oktober 2009, in seiner damaligen Bleibe unter der Williamsburg Bridge in New York. Sein heruntergekommenes Äußeres war befremdlich, aber sein freundliches, warmes Auftreten beruhigte mich. Ich führte folgendes Gespräch. weiterlesen »
Über Musik zu schreiben ist hoffnungslos. Nur: Wir haben nichts besseres. Abgesehen von Musik über Musik. Umso wichtiger ist es, dass mit neuen Formen des Schreibens über Musik experimentiert wird. weiterlesen »