
Seit der Dreifach-Katastrophe vom 11. März beschäftigen sich deutschsprachige Medien immer wieder auch mit den großen Mysterien der Kultur im Land der aufgehenden Sonne. Denn scheinbar geht man dort mit der Notlage so ganz anders um. Nicht nur der Energieriese Tepco und die Regierung geben große Rätsel auf. Auch der Journalismus. Berliner Gazette-Chefredakteurin Magdalena Taube zeigt auf, dass den Annahmen über den Journalismus in Japan ein falsches Verständnis des Journalismus in Deutschland zu Grunde liegt. Eine Analyse von drei Irrtümern. weiterlesen »

Kollaborativer Netzroman, Facebook-Poesie und Twitteratur. Wenn es um Internet und Literatur geht, gibt es viele hübsche Stichworte. Aber was kann die Literatur nach fast 20 Jahren WWW tatsächlich vorweisen? WAS BLEIBT von den bisherigen Gehversuchen der SchrifstellerInnen im Netz? Für die junge Autorin Dana Buchzik war das Netz zunächst jener Ort, an dem sie als Schriftstellerin debütieren konnte. Eine Krankheit schränkte sie ein, doch online konnte sie veröffentlichen, wurde gelesen und tauschte sich mit anderen aus. Daraus sind enge Bindungen entstanden. Ein literarischer Bericht. weiterlesen »

Interaktive Infografiken sind so alt wie die Bemühungen der Print-Medien im Netz Fuß zu fassen. Seit einem Jahr verkauft man sie der breiten Öffentlichkeit unter einem neuen Namen: (visueller) Datenjournalismus. Alter Wein in neuen Schläuchen? Oder steckt mehr dahinter? Bei der Medien-Konferenz re:publica gab es gestern reichlich Anschauungsmaterial dazu. Berliner Gazette-Herausgeber Krystian Woznicki hat es sich angeschaut. weiterlesen »

Heute durchdringen soziale Medien wie Blogs, Twitter und Facebook den Journalismus der klassischen Massenmedien. Die Aufarbeitung einer Katastrophe kann in einer derart pluralen Medienlandschaft nicht mehr so einfach gelenkt und abgehakt werden. Berliner Gazette-Herausgeber Krystian Woznicki fragt: Wie sollten soziale und klassische Medien verknüpft sein, damit sie während und nach der Katastrophe eine starke Öffentlichkeit herstellen helfen? weiterlesen »

Der Libyen-Krieg kommt als Sportereignis daher. Während sich der britische Premierminister Cameron und der libysche Machthaber Gaddafi in den Medien präsentieren wie sonst nur Trainer vor Endspielen (“siegessicher”), unterscheidet sich die aktuelle Kriegsberichterstattung kaum noch von Live-Übertragungen aus Fußballstadien: Technische Details von Bomben werden beschrieben wie die Aufstellung einer Fußballmannschaft. Die Kulturwissenschaftlerin und Berliner Gazette-Autorin Mercedes Bunz warnt: Die Medien sollten aufpassen, nicht zu nah am Geschehen zu sein – damit wir die nötige Distanz bewahren. weiterlesen »

Seit dem Aufkommen der global-vernetzten Finanzwirtschaft und dem Aufstieg Tokios zur Bankenmetropole von Weltrang, geht ein Gespenst im Westen um: Wenn das Inselreich Japan im Zuge einer tektonischen Katastrophe vom Ozean verschluckt wird, dann zieht es den Rest der (mit ihr vernetzten) Welt mit runter. In Zeiten des Live-Internet muss die Frage der gegenseitigen Abhängigkeit neu gestellt werden. Denn aus mehr oder weniger passiver Anteilnahme wird potenziell aktive Teilnahme am informationsbasierten Live-Geschehen. : Sie sollte nicht nur auf Finanzen reduziert werden, sondern unsere Verantwortung zur Diskussion stellen. Berliner Gazette-Herausgeber Krystian Woznicki hat dazu fünf Thesen aufgestellt. Alle Leserinnen und Leser sind hiermit eingeladen, die Thesen über den Kommentarbereich des Texts zu erweitern. Auf diese Weise entsteht im Zeichen des kollaborativen Prozess-Journalismus ein neues, aktualisiertes Thesenpapier – alle Veränderungen werden markiert und mit Verweisen auf Quellen im Kommentarbereich verlinkt. Update 1) schwarz, fett markiert, 12.3., 18 Uhr; Update 2) blau, fett markiert, 14.3., 12:45 Uhr; Update 3) braun, fett markiert 15.3., 16 Uhr/19 Uhr; Update 4) grün, fett, 18.3., 7 Uhr, These 0.1. & 6.1. weiterlesen »

Wer vor zehn Jahren ein Blog führte, wagte ein Experiment. Bloggen hieß damals vor allem eines: Basteln. Doch: WAS BLEIBT von diesem kreativen Geist, wenn mit dem Siegeszug von Software wie WordPress für alles nur noch ein Knopfdruck genügt? Blog-Pionier Benjamin Birkenhake schaut zurück und nach vorn. weiterlesen »

Das Ereignis, das als “Cablegate“ in die Geschichte eingegangen ist, ruht inzwischen auf einem erstaunlichen Konsens: Kommentatoren, so unterschiedlich wie der linksradikale Philosoph Slavoj Žižek und der Pressesprecher der US-Botschaft in Berlin, sind sich darüber einig, dass die US-Depeschen eigentlich nichts enthüllt hätten. Diese Grundstimmung lässt uns darüber hinwegsehen, dass bislang nur ein ausgewählter Kreis von JournalistInnen eine ausgewählte Anzahl der Dokumente ausgewertet hat – wohlgemerkt mit dem hochgradig selektiven Kriterienkatalog der Massenmedien. Es ist an der Zeit, einen neuen Anlauf zu nehmen, meint die Journalistin und Medienwissen- schaftlerin Christiane Schulzki-Haddouti. Wir fragten sie mit Blick auf die 251.287 internen Berichte und Lagebeurteilungen der US-Botschaften: WAS BLEIBT?
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Was Spiegel-Online und Welt-Online in ihren Live- oder Nachrichtentickern bringen, ist in der Ignoranz des Potentials von Onlinejournalismus mehr als befremdend, meint Politikwissenschafler Lorenz Matzat. weiterlesen »