FUKUSHIMA | 311
Erdbeben, Tsunami, GAU: Die Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 (kurz: 311) schockt die Weltgesellschaft, besonderes Deutschland. Die Erschütterung erfasst uns via Echtzeit-Internet: kann ein so hoch entwickeltes Land wie Japan tatsächlich in die Knie gezwungen werden? Unser Dossier rückt gesellschaftliche Umbrüche ins Blickfeld mit einem besonderen Fokus auf die Rolle des Internet. Unsere internationale Konferenz Learning from Fukushima hatte bereits erste Anregungen dazu geliefert.
Seit der Dreifachkatastrophe von März 2011 ist Japan paralysiert. Der Global Leader von einst ringt um ein neues Selbstverständnis. Nun liegt ein unabhängiger Bericht über die Rolle von Technologie und Informationströmen während des Ereignisses vor – erstellt durch die internationale NGO Internews Europe. Krisenkartograph und Berliner Gazette-Autor Patrick Meier kommentiert kritisch. weiterlesen »
Vergangenes Wochenende haben die Konservativen in Japan die Wahl gewonnen – ein Erdrutschsieg. Die Künstlerin und Berliner Gazette-Autorin Nina Fischer hat das Land besucht, um eine Ausstellung zu eröffnen. Sie berichtet chronologisch von Wahlkampf, Begegnungen und Eindrücken. Und von einem Unbehagen, wenn es um das Reden über die Katastrophe vom 11.03.2011 geht. weiterlesen »
Die Dreifachkatastrophe vom 11. März vergangenen Jahres hat im Internet eine schier unüberschaubare Gemengelage von Stimmen hervorgebracht: staatliche vs. zivilgesellschaftliche Quellen. Der Medienwissenschaftler Jean-Christophe Plantin hat sie untersucht und seine Analyse in einer Karte (Detail oben) visualisiert. Hier fasst er seine soeben abgeschlossene Studie zur Online-Debatte über Fukushima zusammen. weiterlesen »
Am 11. März 2011 zogen Erdbeben und Tsunami einen Supergau im Nuklearkraftwerk Fukushima Daiichi nach sich, rund zwei Autostunden nördlich von Tokio, der größten Stadt der Welt. Inzwischen geht der Alltag weiter. Das Motto der Menschen lautet: Leben mit dem Geigerzähler in der Hand. Der Künstler, Filmemacher und Berliner Gazette-Autor Edgar Honetschläger, der in Wien aufgewachsen ist und seit 1992 in Tokio lebt, zieht in seinem Essay eine Bilanz. weiterlesen »
Was bedeutet es, in Fukushima zu leben? Die Autorin Marika Yoshida beschreibt das Unbeschreibliche. Eine lyrische Suchbewegung – ein Jahr nach der Dreifachkastrophe. weiterlesen »
Stellen Sie sich vor: Sie sind in Tokio unterwegs und fragen sich, wie hoch die radioaktive Strahlung in der Nachbarschaft ist, die Sie gerade betreten wollen. Das soziale Netzwerk Hakatte Geiger bringt Menschen zusammen, die solche Fragen haben und jene, die entsprechend antworten können. Norifumi Ogawa, der Gründer, gibt einen Einblick in sein zukunftsweisendes Bürgernetzwerk. weiterlesen »
Tokio war ein zivilisatorischer Höhepunkt. Tokio ist ein zivilisatorischer Höhepunkt. Weit voraus im Bereich Technologie, beispielgebend im reibungslosen Zusammenleben von Abermillionen Menschen. Für Edgar Honetschläger ist Fukushima der Beweis, dass es so bleiben wird. Der Künstler und Filmemacher fragt: Welche Lektionen zieht der Rest der Welt daraus? weiterlesen »
Mit einem Geigerzähler auf der Außenwand eines PKWs fahren wir durch Japan. So finden und kartieren wir Routen, die nicht so strahlenbelastet sind – hier grün. #LFF2910
Viele von denen, die nach der Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 geweint haben, bleiben nun im Angesicht einer veränderten Welt stumm. Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus dem Schweigen ziehen? Dürfen Kinder an einem Staffellauf in der Nähe des zerstörten Reaktors teilnehmen? Der in Frankreich lebende Aktivist und Verleger Kevin Dodd rückt die jüngsten Ereignisse in eine historische Perspektive: von der Nazi-Diktatur in Deutschland, über den Zusammenbruch der Sowjetunion bis hin zu einem Sport-Ereignis in Fukushima. weiterlesen »
Ein überdimensionaler, pinkfarbener Golfball ist das schrille Symbol der krisengeschüttelten Erde. Fotografiert hat ihn Jens Liebchen – auf seinem Weg zum Tokioter Flughafen. Bei dieser langen Busfahrt sind nur vereinzelt Menschen zu sehen, Tankstellen sind verwaist und abgesperrt. Ist die Gegend immer so entvölkert? Liebchens Bilder werfen Fragen auf. Sie sind zwei Tage nach dem 11. März 2011 entstanden. Ein fotografischer Road Movie. weiterlesen »