EUROPAKRISE: WE ARE ALL GREEKS
"Bei dem Namen Griechenland ist es dem gebildeten Menschen in Europa, insbesondere uns Deutschen, heimatlich zumute." Dieser Satz stammt von Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Der große Philosoph des Deutschen Idealismus hat Griechenland als Heimat beschrieben. Er sprach aber auch offen von der Fremdartigkeit, die die Wiege Europas ausmache. Die Griechen, so Hegel, hätten sich die "Ankunft des Fremden" in ihrer Mythologie bewahrt.

Die "Ankunft des Fremden" – das ist heute nicht zuletzt die Ankunft der Krise. Und auch jetzt scheinen Griechenland und Europa eins zu sein – im negativen Sinne. Je länger die Krise andauert, desto fahler erscheinen die Bilder von der Heimat Europa. Einheit – eingebildet. Eintracht – ebenso. Zurück zur Normalität? Dieser Weg scheint verbaut.

Und doch gibt es ein Gefühl von Solidarität und Gemeinschaft. Auch und gerade in der Not. In diesem Geiste unternimmt die Berliner Gazette im Dossier EUROPAKRISE Streifzüge durch England, Polen, Spanien, Deutschland, die Niederlande, Italien, Kroatien, Weißrussland – und natürlich durch Griechenland.