• Zurueck in die Steinzeit

    Riesige, raue, von Schnee bedeckte Gipfel durchbrechen das Meer aus strahlend weissen Wolken. Ruhig bahnen sich die Wellen ihren Weg durch die Brandung, entlang an einer Gebirgskette, die mit dem Horizont nicht enden will. Am Fusse eines Bergs liegt ein kleines Dorf. Die Bewohner – Neandertaler – haben sich in einem Zelt zusammen gefunden und lauschen der Prophezeiung der Alten. Die Schamanin berichtet von einer gefaehrlichen Zukunft nach der letzten Jagd und stellt ein Maedchen mit azurblauen Augen vor – Evolet. Zusammen mit einem Krieger wird sie ihr Volk in eine neue Aera fuehren.

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    D’Leh, ein Aussenseiter, beobachtet die Szene durch eine kleine Nische in der Zeltwand und ahnt noch nicht, was fuer ein Schicksal ihm bevorsteht. Es ist so typisch Hollywood, dass der gemobbte Held im Grunde doch besser aussieht als alle anderen, dass er am Ende das Maedchen bekommt und dass der Film wie vorausgesehen mit einem Happyend endet. Roland Emmerich greift in seinem neuen Film 10.000 BC auf verstaubte Tricks und schlechte Special Effects zurueck. Nicht durch die Urzeitbilder fuehlt man sich in eine andere Epoche versetzt, sondern die leicht zu durchschauende Handlung.

    Versetzt in eine Zeit, in der Drehbuchautoren es nicht gewagt haetten zu streiken und man Produzenten wie Emmerich bestimmt nicht aus der Sklaverei befreit haette, so wie es D’Leh mit den verschiedenen Voelkern der Urzeit macht. Dafuer nimmt er eine Vielzahl Strapazen auf sich und verfolgt die Barbaren ueber Berge, durch die Steppe, den Dschungel und die Wueste. Eines muss man dem Film trotz seiner viel zu kurz kommenden Darstellung der Lebensweise der Urmenschen lassen: er hat atemberaubende Landschaftsaufnahmen.


1 Kommentar zu Zurueck in die Steinzeit

  • samson am 16.03.2008 12:55
    ich nehme an, die landshcaftsaufnahmen sind auch steinzeitlich bzw. bringen dich auf steinzeit-niveau susser atem?

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