Im Jahr 2010 sind wir durch die Straßen gezogen und haben Fahnen geschwenkt. “Hurra Hurra, Google Street View ist da!” skandierten unsere euphorischen Stimmen. Jetzt ist die physische Welt endlich im symbolischen Bildbesitz von Google. weiterlesen »
Im Jahr 2010 sind wir durch die Straßen gezogen und haben Fahnen geschwenkt. “Hurra Hurra, Google Street View ist da!” skandierten unsere euphorischen Stimmen. Jetzt ist die physische Welt endlich im symbolischen Bildbesitz von Google. weiterlesen »
2010 war Luisenjahr. Gemeint ist Königin Luise, Gemahlin von König Friedrich Wilhelms III. von Preußen – die vielleicht bürgerlichste aller Königinnen, die treusorgend an der Seite ihres Mannes stand, einen ganzen Stall voll Kinder hatte, wegen derer die Mätressen des Königs vom Hofe verschwanden. Heute wird sie gepriesen als Königin der Herzen und moderne Frau. Allein diese Tatsache klingt nach Glorifizierung und schreit nach einer Prüfung der Geschichtsbücher. weiterlesen »
Die temporäre Kunsthalle ist gescheitert, und mit ihr scheitert die gesamte Berliner Kunstszene gleich mit. Eine Abrechnung. weiterlesen »
Was wird aus beliebten Touristenzielen, wenn der Besucherstrom versiegt? Eine Bestandsaufnahme am Beispiel Coney Island . weiterlesen »
Nichts ist schwieriger als in diesen unseren Tagen den Überblick zu behalten darüber, was wichtig ist in der Welt. Die “5 Links” versuchen Licht ins Dunkel zu bringen mit Hinweisen auf Artikel und Stories, die interessant und lehrreich sind. Diesmal: All-Jewish-Edition! weiterlesen »
Der SPIEGEL feierte Rafael Horzon und Sascha Lobo kürzlich als die “Erfinder von Mitte”. Abgesehen davon gibt es noch andere Gemeinsamkeiten: In ihrer Eigenschaft als Unternehmer sind sie beide Komiker mit ausdruckslosem Gesicht. Und bei der Werbung, die sie für sich selbst und ihre Unternehmungen machen, gehen sie so ernsthaft und professionell wie ein Chirurg bei der OP vor. Kann man sich bei so viel Theater überhaupt noch auf die Debüt-Romane konzentrieren, die sie gerade veröffentlicht haben? weiterlesen »
“Du musst Dein Leben ändern”, fordert der Philosoph Peter Sloterdijk in seinem aktuellen Großentwurf für eine Gesellschaft in Zeiten der Krise. Doch bevor wir alles ändern, sollten wir unseren Blick für all jene Prozesse schärfen, die sich täglich in unserem Alltag ereignen. Prozesse wohlgemerkt, die jeden einzelnen Menschen als auch die Welt en gros transformieren. Meint die frischgebackene Abiturientin Lea Weber. weiterlesen »
Mit Platon im Gepäck zeichnet Vilém Flusser in seinem Buch “Vom Subjekt zum Projekt” sehr anschaulich die Entwicklung der europäischen Stadt nach. Er sieht die Metropole in einem Wandlungsgeflecht, das gebildet wird von “Häuserraum (oike)”, “Marktraum (agora)” und “Kontemplationsraum (temes)”. Platon selbst war sich sicher, dass die Weisheit oder Theorie generell dominieren sollte. Ein Ideal freilich, das sich durch die Zeiten nicht gehalten hat, blicken wir doch heutzutage deutlich der Herrschaft des Marktraums ins gebaute Gesicht. Möglicherweise lassen sich aber die gegenwärtigen Proteste zu Media Spree, Stuttgart 21 und Flugrouten von BBI als Verschiebungen innerhalb des platonischen Dreiklangs deuten – nur dieses Mal in Richtung des Häuserraums. weiterlesen »